Das Wupatki National Monument liegt im Norden Arizonas zwischen der Painted Desert und den Ponderosa-Wäldern bei Flagstaff. Auf 56 Quadratmeilen stehen Pueblos, die Vorfahren der heutigen Pueblo-Völker im 12. Jahrhundert bauten, dazu ein Ballspielplatz und ein natürliches Blasloch. Die Lage am Rand des San Francisco Volcanic Field prägte Landwirtschaft und Handel.
Was sollten Sie über das Wupatki National Monument wissen?
Welche Landschaft liegt zwischen Painted Desert und Vulkanfeld?
Wie nutzten die Bewohner Gestein, Asche und Wasser?
Was verbirgt sich im Wupatki Pueblo und im Blasloch?
Welche Ruinen lohnen den Weg: Wukoki, Lomaki, Citadel?
Wie lebten die Menschen und wohin zogen sie?
Wie wurden die Stätten erforscht und bewahrt?
Welche Pflanzen und Tiere leben im Monument?
Häufige Fragen
Wer von Flagstaff nach Norden fährt, verlässt binnen weniger Meilen den Kiefernwald und steht in einer weiten, rötlichen Grasebene. Dort liegen die Mauern von Wupatki, Gebäude aus rotem Sandstein, die sich kaum vom Boden abheben. Vor 900 Jahren war dies ein dicht besiedeltes Land mit Feldern, Handelswegen und Dörfern, deren Bewohner Mais, Bohnen und Kürbisse anbauten.
Diese Seite führt durch die wichtigsten Ruinen, erklärt die Geologie unter den Mauern und das Blasloch, das Luft aus dem Boden atmet, und erzählt von der Entdeckung und der Pflege der Stätten. Für die Einreise in die USA brauchen viele Reisende eine ESTA.
Was sollten Sie über das Wupatki National Monument wissen?
Das Monument liegt im Norden Arizonas, westlich des Little Colorado River und der Navajo Reservation. Es schützt 56 Quadratmeilen Hochwüste zwischen der Painted Desert und den bewaldeten Höhen um die San Francisco Peaks. Wupatki gehört zum Colorado-Plateau-Gebiet des Südwestens.
| Thema | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Bundesstaat | Arizona | nördlich von Flagstaff |
| Fläche | 56 Quadratmeilen | Hochwüste und Grasland |
| Gegründet | 9. Dezember 1924 | Präsident Calvin Coolidge |
| Rechtsgrundlage | Antiquities Act | zum Schutz von Citadel und Wupatki Pueblo |
| Ruinen | Wupatki, Wukoki, Lomaki, Citadel, Nalakihu | Hunderte kleinere Stätten |
| Besiedlung | über 13.000 Jahre | Spuren menschlicher Nutzung |
| Verbindung | Loop Road | 18 Meilen zum Sunset Crater Volcano National Monument |
Die Straße, die Wupatki mit dem Sunset Crater Volcano National Monument im Süden verbindet, führt über 18 Meilen vom Wüstengrasland unterhalb von etwa 5.000 Fuß bis in einen Ponderosa-Kiefernwald auf rund 7.000 Fuß. Auf so kurzer Strecke wechseln Vegetation, Temperatur und Niederschlag, und genau diese Vielfalt machte das Gebiet für Bauern attraktiv.
Welche Landschaft liegt zwischen Painted Desert und Vulkanfeld?
Das Monument sitzt am Rand des San Francisco Volcanic Field und an den bunten Schichten der Painted Desert. Der größte Teil des Gesteins im Untergrund ist Sedimentgestein aus dem Perm und der frühen bis mittleren Trias. Am auffälligsten sind der Kaibab-Kalkstein und der Moenkopi-Sandstein. Rippelmarken im Sandstein, uralte Trockenrisse und Abdrücke von Muscheln und Meerestieren erzählen von feuchteren Zeiten, als hier Küsten, Watten und flache Meere lagen.
Vor etwa 80 Millionen Jahren stießen zwei große Krustenstücke nahe der Pazifikküste zusammen. Der Druck faltete den Westen Nordamerikas auf, und das Colorado-Plateau hob sich langsam auf mehr als eine Meile Höhe. Viele Schichten blieben dabei fast waagerecht, doch es entstanden auch Falten und Brüche. In Wupatki sind das die Doney-Verwerfung und die Black Point Monocline, eine Stufe im Gestein. Vor rund 40 Millionen Jahren endeten Druck und Hebung, seitdem vertiefen Regen, Wind und Flüsse die Canyons und tragen die Tafelberge ab.
Das Klima ist trocken. Im Sommer herrschen Hitze, Wind und eine Luft, die der Haut Feuchtigkeit entzieht, Gewitter ziehen oft am Horizont vorbei, ohne Regen zu bringen. Als die Pueblo-Bewohner hier lebten, fiel etwas mehr Regen, und in manchen Senken flossen Quellen.

Wie nutzten die Bewohner Gestein, Asche und Wasser?
Die Erbauer nahmen, was die Landschaft bot. Der Uplift hatte die Gesteinsschichten zerbrochen, und Sandstein und Kalkstein spalten sich entlang glatter Flächen in natürliche Bausteine. Die Moenkopi-Schichten liefern die geraden Ziegel in vielen Mauern. Als Mörtel diente Ton, der aus verwittertem Gestein stammt. Aus Hornstein, der in Flusskies liegt, schlugen die Menschen Pfeilspitzen und Schneidewerkzeuge. Obsidian, vulkanisches Glas, hat eine Schneide, die schärfer ist als Stahl, und wird heute in der Augen- und Herzchirurgie eingesetzt.
Zum Gebiet gehört auch das Erbe des Vulkans. Auf den Feldern lag eine Schicht aus schwarzer Vulkanasche, die Feuchtigkeit im Boden hielt. Die Bewohner waren geschickte Trockenbauern. Sie legten Felder auf Mesa-Gipfeln, in Trockenbetten und auf terrassierten Hängen an und bauten Staumauern, um Regenwasser und Boden zu halten.
Wasser blieb knapp. Das Monument besitzt drei natürliche Quellen, die Menschen und Tiere seit langem versorgen. Die Schüttung steigt im Winter und Frühjahr und sinkt im Sommer und Herbst. Die Quelle direkt hinter dem Wupatki Pueblo liefert seit den 1950er-Jahren kein Wasser mehr. Dazu kommen kurzlebige Pfützen in Felsmulden, alte Viehtränken und Auffangbecken, die die Pueblo-Bewohner vor 900 oder mehr Jahren anlegten. In diesen Becken leben mindestens 22 Arten. Nach einem Sommerregen schlüpfen im Ballspielplatz Triops, bis zu zwei Zoll lange Süßwasserkrebse, die kleinen Pfeilschwanzkrebsen ähneln. Ihre Eier überstehen Trockenheit über Jahrzehnte.
Was verbirgt sich im Wupatki Pueblo und im Blasloch?
Das Wupatki Pueblo liegt rund 200 Fuß hinter dem Besucherzentrum. Die Menschen versammelten sich hier im 12. Jahrhundert, etwa 100 Jahre nach dem Ausbruch des Sunset Crater, und bauten das Pueblo nach und nach aus. Bis 1182 lebten dort 85 bis 100 Menschen. Das Haus war für mindestens 50 Meilen im Umkreis das größte Gebäude. Es besitzt einen Gemeinschaftsraum, einen Ballspielplatz und ein natürliches Blasloch, und es war Zentrum für Handel und Gemeinschaft der Ancestral Puebloans.
Das Blasloch ist eine Öffnung im Boden, aus der Luft strömt oder in die Luft hineingesogen wird. Vor 80 bis 40 Millionen Jahren schnitt eine fast senkrechte Verwerfung durch rund 300 Fuß Kaibab-Kalkstein und Moenkopi-Sandstein. Grundwasser löste den Kalkstein und bildete ein Netz aus Spalten, das sich über mehrere Meilen erstreckt. Es ist zu eng, um hineinzuklettern, und wurde nie vollständig kartiert. Der Luftraum darin umfasst rund 7 Milliarden Kubikfuß, das Volumen von rund 84.000 Heißluftballons. Kühle, dichte Luft strömt hinein, warme, leichtere Luft strömt hinaus, deshalb ändert sich die Richtung mit der Temperatur. Die Hopi sehen in Blaslöchern das Zuhause des Windgottes Yaponcha. Viele große Pueblos in Nordarizona liegen in der Nähe solcher Öffnungen, auch Wupatki.

Welche Ruinen lohnen den Weg: Wukoki, Lomaki, Citadel?
Die Stätten sind über das Monument verteilt, und jede hat ihren eigenen Charakter.
- Wukoki Pueblo: Es steht auf einem Sandsteinsockel, hat acht Räume und einen dreistöckigen Turm, in dem noch originale Holzbalken stecken. Eine halbrunde Mauer umschloss den Hof, in dem die Bewohner töpferten, Körbe flochten und andere Arbeiten erledigten. Bewohnt war es von den frühen 1100ern bis zur Mitte der 1200er. Der Weg zum Fuß der Ruine ist 0,2 Meilen lang, und der Blick reicht bis zu den San Francisco Peaks bei Flagstaff. Wukoki bedeutet in der Sprache der Hopi „großes Haus“.
- Lomaki Pueblo: Der Name heißt auf Hopi „schönes Haus“. Das Pueblo hat neun Räume aus Kalkstein und Sandstein und entstand im letzten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts. Es liegt an einer Staumauer und an einem Erdspalt, an dem zwei kleinere Gebäude standen. Der Pfad ist 0,5 Meilen lang, hin und zurück.
- Citadel Pueblo: Es sitzt auf einem kleinen erloschenen Aschehügel, seine Mauern folgen dem Umriss und bestehen aus Sandstein und Basalt. Es wurde nie ausgegraben, viele Mauern sind stabilisiert. Hunderte kleinere Pueblos mit einem bis 20 Räumen umgeben es. Bodenproben enthielten Pollen und Samen von Mais, Kürbis, Bohnen, Tabak und Baumwolle.
- Nalakihu: Das Hopi-Wort heißt „Haus außerhalb des Dorfes“. Das kleine Sandsteinhaus am Beginn des Pfades hatte zehn Räume im Erdgeschoss und drei oder vier im Obergeschoss. Jahresringe datieren den Bau in die späten 1190er-Jahre. Das Haus bot Platz für eine Familie über mehrere Generationen.
Die Siedlungen folgen einem Muster. Um große Gemeinschaftspueblos wie Wupatki und Citadel gruppieren sich kleine Häuser einzelner Familien. Verschiedene Clans oder Familiengruppen siedelten in eigenen Gemeinschaften. Keramik und Bestattungen zeigen gemischte kulturelle Einflüsse. Unter den Gräbern befindet sich eine Feuerbestattung, ein Brauch, den man mit den Hohokam im Süden verbindet.
Wie lebten die Menschen und wohin zogen sie?
Menschliche Spuren reichen im Gebiet über 13.000 Jahre zurück. In der archaischen Zeit, von etwa 8.000 bis 500 v. Chr., nutzten Gruppen die kleineren Stätten rund um den Citadel-Hügel als saisonale Jagdlager. Die Ancestral Puebloans bauten ab dem frühen 12. Jahrhundert eine blühende Ackerbaugesellschaft auf, die Handel über Hunderte Meilen betrieb.
Die Zeit endete in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Eine lange Dürre und starke kulturelle Vorstellungen von Wanderung führten dazu, dass die Menschen in andere Gebiete zogen. Heute erkennen 13 Stämme das Gebiet als bedeutsam an. Die Hopi sagen, dass die Menschen, die hier lebten und starben, als spirituelle Hüter bleiben. Mitglieder der Hopi-Clans Bär, Sand, Eidechse, Klapperschlange, Wasser, Schnee und Katsina kehren regelmäßig zurück, um ihre Clan-Geschichte zu vertiefen. Geschichten über Wupatki erzählen sich Hopi, Zuni und Navajo.
Der Name Wukoki hat eine eigene Geschichte. Jesse Walter Fewkes hörte 1891 und 1893 im Hopi-Dorf Walpi die Herkunftslegende des Schlangenclans. Sie berichtet, der Clan sei von Tokonave nahe dem Navajo Mountain zu einem großen Haus namens Wukoki gezogen und dann weiter nach Walpi. Fewkes hielt die Ruinen im heutigen Monument für dieses Haus, grub 1896 teilweise in Wukoki und fand fein gestaltete Keramik, ein Muschelarmband und Ohranhänger mit Turkis-Mosaik. Der Name Wukoki ging später auf das nahe Pueblo über, während das größte Haus als Wupatki bekannt wurde.
Wie wurden die Stätten erforscht und bewahrt?
Die erste systematische Archäologie leitete Fewkes, geführt vom Prospektor Ben Doney, der schon zuvor gegraben hatte. 1921 gab J. C. Clarke, der erste Custodian, dem Ort seinen heutigen Namen. In den Jahren 1926 und 1927 grub Andrew E. Douglass zusammen mit Harold S. Colton, dem Gründer des Museum of Northern Arizona, drei Räume aus, um Balken für die Jahresringdatierung zu gewinnen. Anfang der 1930er-Jahre gruben illegale Whiskeybrenner Hölzer aus dem Bau, um ihre Brennapparate zu befeuern.
In den Jahren 1933 und 1934 wurden rund 37 Räume ausgegraben und gesichert. Der Gemeinschaftsraum und mehrere andere Räume erhielten Rekonstruktionen mit Dach, ein Raum wurde Museum und Büro, zwei dienten dem Custodian und seiner Frau als Wohnung. 1952 und 1953 folgten rund 18 weitere Räume, die unter 10 bis 14 Fuß Schutt gelegen hatten. Um diese Zeit wechselte der National Park Service von der Restaurierung zur Erhaltung. Die meisten Rekonstruktionen von 1933 und 1934 wurden entfernt, alle Räume stabilisiert und die Entwässerung erneuert. Der Ballspielplatz wurde 1965 ausgegraben und aufgebaut, weil die wenigen Mauerreste den losen Aschekern nicht halten konnten. Die historischen Gebäude am Besucherzentrum entstanden durch das Civilian Conservation Corps und das Mission-66-Programm.
Das Monument selbst ist jünger als viele seiner Mauern. Präsident Coolidge schuf es am 9. Dezember 1924 nach dem Antiquities Act, um Citadel und Wupatki Pueblo zu schützen. Die Grenzen wurden mehrfach angepasst. Bei Reparaturen verwenden die Restauratoren einen Mörtel, der dem ursprünglichen Tonmörtel ähnelt.

Welche Pflanzen und Tiere leben im Monument?
Wupatki liegt im Grasland und im Halbwüstengebiet, und die Pflanzen sind daran angepasst. Graugrünes Laub nimmt weniger Wärme auf als dunkelgrünes, viele Arten besitzen kleine Blätter oder eine wächserne Schicht, Sukkulenten speichern Wasser in Blättern und Stämmen. Die Liste der häufig gesehenen Pflanzen umfasst 52 Arten: 3 Kakteen, 10 Gräser, 16 Sträucher, 2 Bäume und 21 Wildblumen. Dazu gehören der Einsamige Wacholder, Mormonentee, Blaues Grama-Gras, Indianerreisgras, Apachefeder und der Rocky-Mountain-Zinnie. Kakteen blühen oft im April und Mai, die orangefarbene Globemallow im Mai und Juni.
Zu den Säugetieren zählen Gabelböcke, die morgens in Herden im Gras stehen. Sie tragen ein Horn, kein Geweih, und werfen es jedes Jahr ab. Der Schwarzschwanz-Hase, ein Hase und kein Kaninchen, flüchtet im Zickzack, seine Jungen kommen behaart und mit offenen Augen zur Welt. Das Weißschwanz-Antilopenziesel trägt den Schwanz über dem Rücken, der weiße Fleck bricht die Umrisse vor Greifvögeln auf. Die häufigsten Säugetiere sind kleine Wüstennager, die in Bauten der Hitze entgehen. Dort ist die Luftfeuchtigkeit mehrfach höher als draußen, und die Temperatur liegt bis zu 30 Grad unter der Außenluft. Die meisten Nager trinken kaum, sie beziehen Wasser aus der Nahrung.
Wo liegt das Wupatki National Monument?
Im Norden Arizonas, nördlich von Flagstaff, zwischen der Painted Desert und den Ponderosa-Höhen. Es schützt 56 Quadratmeilen westlich des Little Colorado River.
Wann entstand das Monument?
Präsident Calvin Coolidge gründete es am 9. Dezember 1924 nach dem Antiquities Act, um die Citadel und das Wupatki Pueblo zu schützen.
Wer baute die Pueblos?
Die Ancestral Puebloans bauten die Häuser im 12. Jahrhundert. Sie waren Trockenbauern und Händler, die Mais, Bohnen und Kürbis anbauten. Heute sehen Hopi, Zuni und Navajo das Gebiet als bedeutsam an.
Was ist das Blasloch?
Eine Öffnung neben dem Wupatki Pueblo, an der Luft aus einem Spaltensystem im Kalkstein strömt oder angesaugt wird. Kühle Luft strömt hinein, warme hinaus.
Was bedeutet der Name Wukoki?
Das Hopi-Wort heißt „großes Haus“. Fewkes übertrug den Namen aus einer Legende des Schlangenclans auf die Ruinen.
Welche weiteren Ziele liegen in der Nähe?
Das Sunset Crater Volcano National Monument liegt an der gleichen Loop Road, 18 Meilen südlich. Weiter im Südwesten liegt der Grand Canyon, im Osten der Petrified-Forest-Nationalpark.
Mehr zu Pueblo-Kulturen zeigen der Mesa-Verde-Nationalpark und das Bandelier National Monument. Wann sich die Reise in den Südwesten lohnt, steht unter beste Reisezeit.
Passend dazu: Sunset Crater Volcano National Monument, Montezuma Castle National Monument.
