Der Pictured Rocks National Lakeshore erstreckt sich über 71.397 Acres an der Südküste des Lake Superior in Michigans Upper Peninsula. Bunt gestreifte Sandsteinklippen ragen bis zu 60 Meter aus dem See, die Grand Sable Dunes türmen sich mehr als 90 Meter hoch, und der Au Sable Light bewacht seit 1874 eine einstige Schiffbruchküste.
Was macht den Pictured Rocks National Lakeshore aus?
Warum leuchten die Klippen in so vielen Farben?
Wie formten Wellen, Eis und Gletscher die Küste?
Was ist das Besondere am Lake Superior?
Wie sind die Grand Sable Dunes entstanden?
Welche Tiere und Pflanzen leben im Park?
Welche Geschichte erzählt der Park?
Was erzählen Au Sable Light und die Schiffswracks?
Welche Orte und Wege sollten Sie kennen?
Wie wurde der Park gegründet?
Häufige Fragen
Der Pictured Rocks National Lakeshore gehört zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften der USA, und doch kennen ihn viele Reisende nur vom Namen. Er liegt am Südufer des Lake Superior, des größten Süßwassersees der Erde, zwischen den Kleinstädten Munising und Grand Marais. Hier steigen Klippen in Rot, Orange, Braun und Grün senkrecht aus dem kalten Wasser, dahinter breiten sich Laubwälder, Moore, Wasserfälle und eine der höchsten Wanderdünen der Großen Seen aus.
Diese Seite erklärt, wie die Farben der Klippen entstehen, wie Gletscher und ein urzeitlicher See die Landschaft formten, welche Tiere und Pflanzen hier leben, welche Geschichte von Holzfällern, Eisenhütte und Schiffbrüchen erzählt, und welche Wege und Orte Sie kennen sollten. Die Einreise erfolgt wie bei allen Zielen in den USA mit der ESTA.
Was macht den Pictured Rocks National Lakeshore aus?
Der Park wurde 1966 als erster National Lakeshore der Vereinigten Staaten genehmigt. Er schützt 42 Meilen (rund 68 Kilometer) Uferlinie des Lake Superior, davon 15 Meilen mit den namengebenden Sandsteinklippen. Dazu kommen Strände, Sanddünen, Wasserfälle, zehn Binnenseen und ausgedehnte Wälder im Landesinneren.
| Thema | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Lage | Südufer des Lake Superior, Michigan | zwischen Munising und Grand Marais |
| Fläche | 71.397 Acres (rund 289 km²) | Uferzone 33.550 Acres, Pufferzone 37.850 Acres |
| Uferlinie | 42 Meilen (rund 68 km) | 15 Meilen davon mit Sandsteinklippen |
| Klippenhöhe | 50 bis 200 Fuß (15 bis 60 m) | höchster Punkt Grand Portal Point |
| Grand Sable Dunes | über 300 Fuß (90 m) über dem See | rund 5 Quadratmeilen (13 km²) |
| Wanderwege | fast 100 Meilen (rund 160 km) | Chapel Loop 10 Meilen |
| Binnenseen | 10 | darunter Little Beaver Lake und Grand Sable Lake |
| Au Sable Light | 86 Fuß (26 m) hoch | in Betrieb seit 19. August 1874 |
Wer auf der Karte nach Straßen entlang der Klippen sucht, wird enttäuscht: Der Uferstreifen ist nur an wenigen Stellen mit dem Auto erreichbar. Wer die Klippen in ganzer Länge sehen möchte, fährt mit einem Ausflugsboot, paddelt oder geht zu Fuß.
Warum leuchten die Klippen in so vielen Farben?
Die Klippen bestehen aus Sandstein, der vor rund 500 Millionen Jahren im Oberen Kambrium abgelagert wurde. Geologen nennen ihn Munising-Formation. Er liegt auf noch älterem, tiefrotem Jacobsville-Sandstein, der nur an drei Stellen knapp über den Seespiegel reicht: östlich des Hurricane River Campground, bei Au Sable Point und in der Schlucht der Sable Falls.
Die Munising-Formation hat drei Glieder. Das unterste ist ein Konglomerat mit gut gerundeten Quarz-, Quarzit- und Hornsteinkieseln. Darüber folgt das Chapel-Rock-Glied, ein hartes, mittelkörniges Sandsteinpaket aus fast reinem Quarz mit großflächiger Schrägschichtung. Aus ihm bestehen Landmarken wie Lover’s Leap. Das jüngste Glied heißt Miners-Castle-Glied, ist schlechter sortiert, enthält Tonanteile und verwittert leichter. Es enthält Bruchstücke von Trilobiten.
Die Farben selbst entstehen erst später. Grundwasser sickert aus Spalten und porösem Gestein und läuft über die Felswand. Es trägt Mineralien mit sich, die den Stein beim Verdunsten oder bei Kontakt mit Luft einfärben. Eisen malt rote und orange Streifen, Mangan braune und schwarze, Kupfer seltener blaue und grüne. Weiße Flecken gehen auf Limonit zurück. Am schönsten leuchten die Farben im Licht des späten Nachmittags und am Abend, und am besten sehen Sie sie vom Wasser aus.

Wie formten Wellen, Eis und Gletscher die Küste?
Wellen, Wind und Eis haben im Lauf der Jahrtausende Höhlen, Bögen, Blaslöcher, Türme, Felsnadeln und Pfeiler in die Klippen gearbeitet. Lover’s Leap ist ein Sandsteinbogen, Chapel Rock ein frei stehender Pfeiler. Der Prozess läuft weiter: Jeder Wintersturm und jede Eisschicht tragen Gestein ab.
Die große Form der Landschaft stammt von den Gletschern der Eiszeit. Der Valders-Vorstoß räumte die Oberfläche vor rund 12.000 Jahren blank, ein kurzer Wiedervorstoß, das Marquette-Stadium, folgte vor etwa 10.000 Jahren im Norden der Upper Peninsula. Schmelzwasser schnitt Rinnen in den Kambrium-Sandstein. Die auffälligsten werden heute von Chapel Creek, Mosquito River und Beaver Basin genutzt. Südlich des Parks lagerte Schmelzwasser eine mächtige Schicht aus Sand und Kies ab, die unter den Kingston Plains liegt. Kingston Lake und Nevins Lake sind Toteislöcher in diesem Schwemmland.
Vor etwa 9.500 Jahren, als das Eis das Becken des Lake Superior freigab, fiel der Seespiegel rasch, und das Gebiet der Pictured Rocks lag trocken. Dann hob sich das vom Eis befreite Land, und vor 6.000 bis 4.000 Jahren stieg der See wieder, bis er rund 13 Meter über dem heutigen Niveau stand. Dieser Hochstand heißt Glacial Lake Nipissing. In dieser Zeit schnitten Wellen Chapel Rock, Miners Castle und viele kleinere Formen aus dem Sandstein. Beaver Lake, Little Beaver Lake, Chapel Lake und Miners Lake waren damals Buchten des urzeitlichen Sees.
Als der Seespiegel in etwa 1.600 Jahren auf das heutige Niveau absank, legten Strömungen eng gestaffelte, parallele Strandwälle ab, eine sogenannte Wellblechebene. Sie ist bei Au Sable Point, auf dem Weg vom Little Beaver Lake Campground zum See und auf Sand Point zu erkennen.
Was ist das Besondere am Lake Superior?
Der Lake Superior ist mit 82.100 Quadratkilometern der flächengrößte Süßwassersee der Erde. Er ist 560 Kilometer lang und 260 Kilometer breit, im Mittel 147 Meter tief und an der tiefsten Stelle 406 Meter. Sein Volumen von rund 12.100 Kubikkilometern entspricht etwa zehn Prozent der Süßwasservorräte der Erde. Wasser verbleibt im Mittel rund 191 Jahre im See. Er ist der jüngste der Großen Seen und entstand vor 10.000 bis 7.500 Jahren.
Der See ist nährstoffarm, deshalb extrem klar, und der kälteste der Großen Seen. Eis kann bis Ende Mai oder Anfang Juni liegen bleiben. Er erzeugt sein eigenes Wetter mit Sturm, Nebel, Schnee und Wind und macht die Sommer am Ufer kühler und die Winter milder. Die höchste gemessene Welle war 8,77 Meter hoch. Bei Seiches schwappt das Wasser wie in einer Wanne hin und her und braucht rund acht Stunden für Hin- und Rückweg; an der Küste kann der Pegel dabei um einen Meter und mehr schwanken.
Für den Park bedeutet das: Der See prägt jedes Ökosystem. Sturm, Schnee, Nebel und Feuchte bestimmen, welche Pflanzen wachsen, und er schafft Kleinklimata für seltene Arten.

Wie sind die Grand Sable Dunes entstanden?
Im Osten des Parks, westlich von Grand Marais, liegen die Grand Sable Dunes auf einer hohen Uferböschung, den Grand Sable Banks. Sie sind eine sogenannte Perched Dune, eine Düne, die auf einer bestehenden Böschung aufsitzt, und gehören zu den besten Beispielen dieses Typs weltweit. Michigan besitzt zwei herausragende Perched-Dünensysteme: dieses und das am Sleeping Bear Dunes National Lakeshore. Die Dünen steigen mehr als 300 Fuß (90 Meter) über den See und sind die höchste Formation im Park.
Die Böschung besteht aus Gletscherschutt, den das Eis am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren in Terrassen und Moränen ablagerte. Bei dem Hochstand vor 4.000 bis 6.000 Jahren nagten Wellen an der Böschung, und auflandige Winde trugen den frei gewordenen Sand nach oben. Niedrige Seepegel liefern weniger Sand, die Vegetation breitet sich aus und festigt den Boden. Hohe Pegel liefern mehr Sand und begraben Pflanzen. Wenn der Sand weiterwandert, tauchen alte Baumstämme als Geisterwald wieder auf.
Weder die Ureinwohner noch europäische Siedler haben die Dünen je bewohnt, und sie wurden nie abgebaut oder abgeholzt. Wenige Wege führen hin, was die Einsamkeit bewahrt. Ein Teil wurde 1994 zum Research Natural Area erklärt. Dort sind begrabene Böden erhalten, die sich per Radiokarbonmethode datieren lassen. Das ist im Norden der Großen Seen selten.
Auf den offenen Dünen wachsen Pflanzen, die an Wüstenbedingungen angepasst sind, in geschützten Mulden stehen Küstenkiefern. Hier lebt die reichste Orchideenflora der Großen Seen. Dazu kommen die bundesweit geschützte Pitcher’s Thistle, der Lake-Huron-Rainfarn und Mondrauten. Häufig sind Sandkirsche, Dünenweide, Wacholder, Stranderbse und Nachtkerze. Weißwedelhirsche und Schwarzbären sind die größten Säugetiere, Weißkopfseeadler und Kornweihen jagen über dem Sand. Eingeschleppte Pflanzen wie Gefleckte Flockenblume, Weißer Steinklee und mehrere Habichtskräuter dringen immer wieder vor.
Welche Tiere und Pflanzen leben im Park?
Der Park liegt in einer Übergangszone zwischen borealem Nadelwald und östlichem Laubwald. Zuckerahorn, Rotahorn, Buche, Gelbbirke und Hemlocktanne prägen die Hochflächen, Fichte, Lärche und Weißzeder wachsen in den feuchten Senken, Kiefer und Espe auf den trockenen Sandebenen. Mehr als 900 Pflanzenarten sind nachgewiesen. Zwergbrombeere und Arktische Krähenbeere sind arktische Relikte, die sonst viel weiter nördlich in Kanada vorkommen und in kühlen, geschützten Waldnischen der Upper Peninsula überleben.
Alte Wälder sind selten. Die höchsten Bäume sind im Mittel 100 bis 130 Jahre alt, denn Holzeinschlag veränderte die Wälder tiefgreifend. Einzelne alte Bäume stehen noch, etwa in der Beaver Basin Wilderness.
| Tiergruppe | Arten im Park | Beispiele |
|---|---|---|
| Säugetiere | 42 | Weißwedelhirsch, Schwarzbär, Grauwolf, gelegentlich Elch, Fischer, Nerz, Marder, Biber |
| Vögel | 182 | Weißkopfseeadler, Fischadler, Falken, Raben auf Felsbändern |
| Fische | 58 | in Seen und Bächen |
| Amphibien | 12 | Laubfrösche |
| Reptilien | 5 |
Zusammen leben fast 300 Wirbeltierarten im Park. Der Pfeifregenpfeifer ist als gefährdete Art bundesweit geschützt und hat im Park Lebensraum. Dazu kommen mehrere im Bundesstaat Michigan geschützte Arten. Der Park ist lang und schmal, deshalb reichen die Streifgebiete vieler Tiere über seine Grenzen hinaus, und die Verwaltung arbeitet mit Nachbarn zusammen, damit Wanderkorridore erhalten bleiben.
Welche Geschichte erzählt der Park?
Menschen leben in diesem Gebiet seit mehr als 10.000 Jahren. Die Anishinaabe waren die ersten Bewohner und leben bis heute dort. Im 19. Jahrhundert kamen europäischstämmige Siedler, die jagten, Holz einschlugen und Schiffe betrieben.
Eine der ersten Industrien war die Eisenverhüttung. Der Landvermesser William Burt entdeckte 1844 Eisen auf der Upper Peninsula, und der Bau des Soo-Kanals 1855 machte die Produktion am Lake Superior lohnend. Die Schoolcraft Iron Company, geführt von den örtlichen Vertretern Peter White und Henry Mather und von Anlegern aus Philadelphia finanziert, errichtete am Munising Creek einen Hochofen aus Steinen von Grand Island. Der erste Abstich war am 28. Juni 1867. Erz kam per Bahn und Schiff aus der Gegend von Marquette, Kalkstein vom Eriesee, nichts wurde im heutigen Parkgebiet gefördert. Aus Buchen und Ahorn von 87.000 Acres Firmenland brannten Köhler in bienenkorbförmigen Meilern Holzkohle. Über 500 Arbeiter und ihre Familien bildeten fast die gesamte Bevölkerung von Alt-Munising, und der Ofen lieferte zeitweise bis zu 20 Tonnen Roheisen am Tag. Nach dem Bankrott 1870 und der Krise von 1873 verloren die Betreiber ihre Käufer. Im November 1877 wurde der Ofen zum letzten Mal gelöscht, 1901 wurde die Ausrüstung eingeschmolzen und für Kupferminen auf der Keweenaw-Halbinsel neu gegossen. Schlackenreste finden sich am Beginn des North Country Trail, Reste einer Knüppeldamm-Straße im Bach unterhalb des Munising-Falls-Wegs.
Auch die Holzwirtschaft hinterließ Spuren. Als die Weißkiefern Neuenglands in den 1840er-Jahren knapp wurden, rückte Michigan nach. 1877 begann Joseph Weller im Westen des heutigen Parks, Stämme zu flößen und nach Liverpool zu verschiffen. Um 1880 begann Thomas Sullivan an Hurricane River und Kingston Plains; allein in drei Jahren schlugen seine Mannschaften etwa 50 Millionen Board Feet. Der Einschlag auf den Plains dauerte bis 1909, über 3.000 Acres wurden kahl. Das Schleppen riesiger Flöße über rund 200 Meilen offenes Wasser erforderte eine neue Bauart: Dicke Stämme wurden mit Löchern auf eine schwere Kette gefädelt und umschlossen 10 bis 20 Acres loser Stämme. Bekannte Rutschen führten die Stämme zum See, die berühmteste war Devil’s Slide östlich von Au Sable Point. Grand Marais wuchs 1896 auf rund 2.000 Einwohner und fiel nach dem Ende der Sägewerke 1909 und der Stilllegung der Bahn 1910 in eine Depression.

Was erzählen Au Sable Light und die Schiffswracks?
Auf Au Sable Point steht einer der schönsten gemauerten Leuchttürme der Großen Seen. Der Kongress bewilligte 1872 dafür 40.000 Dollar, gebaut wurde 1873 und 1874, das Licht brannte erstmals am 19. August 1874. Zunächst hieß die Station Big Sable Light Station, der Name änderte sich im Mai 1910 zu Au Sable. Der Turm ist 86 Fuß (26 Meter) hoch, hat am Fuß 16 Fuß Durchmesser, reicht 23 Fuß tief unter die Erde und steht auf Fels. Die Mauern sind unten über vier Fuß dick. Rund 90 Stufen führen zum Wachraum und zehn weitere zur unteren Laternenkammer.
Ein Fresnel-Linse dritter Ordnung aus Paris verstärkte die Kerosinflamme auf 6.750 Candlepower, das feste weiße Licht war etwa 17 Meilen weit sichtbar. Vor 1897 diente ein handgekurbeltes Nebelhorn, danach ein Dampfsignal. Am 9. April 1902 lief der Dampfer Crescent City bei Nebel auf das Riff, noch bevor genug Dampf für die Pfeife da war. Die Station war 84 Jahre ununterbrochen besetzt. Der erste Wärter war Casper Kuhn. 1945 übernahm die Küstenwache, 1958 wurde die Station automatisiert, 1968 ging sie an den National Park Service. Sie steht im National Register of Historic Places. Der Weg dorthin beginnt am Hurricane River Day Use Area und ist 1,5 Meilen lang.
Der Leuchtturm steht an der Schiffbruchküste des Lake Superior, die auf 80 Meilen Länge die Wellen von Nord- und Nordwestwinden abbekommt. Im Herbst bauen sie sich über 160 Meilen auf und erreichen rund 25 Fuß. Im Park sind 45 Wracks verzeichnet, 28 davon sanken im September, Oktober oder November. Am besten erhalten ist der hölzerne Dampfschlepper Smith Moore, der am 13. Juli 1889 vor Sand Point sank und in etwa 95 Fuß Tiefe liegt. Der Seitenraddampfer Superior ging am 29. Oktober 1856 bei Spray Falls verloren, 35 bis 42 Menschen starben. Der Frachter Kiowa strandete am 1. Dezember 1929 vor Twelvemile Beach, die Sitka und die Gale Staples liegen übereinander auf dem Riff bei Au Sable Point. Das Gebiet ist als Alger Underwater Preserve geschützt, und Landes- wie Bundesrecht schützen die Wracks; sie bleiben am Platz.
Welche Orte und Wege sollten Sie kennen?
Der Park liegt zwischen Munising und Grand Marais. Zu Miners Castle fährt man auf der H-58 nach Osten bis zur Miners Road und folgt ihr rund 6 Meilen. Es ist der einzige Klippenabschnitt, den man mit dem Auto erreicht. Ein asphaltierter, barrierefreier Weg führt zu Aussichtspunkten, Treppen zu einem unteren Aussichtspunkt. Der Chapel Loop ist ein 10 Meilen langer Rundweg durch Laubwald mit mehr als vier Meilen Ufer, darunter Lover’s Leap, Chapel Rock und Grand Portal Point. Der Wasserfall Munising Falls, Miners Falls und viele kleinere Fälle liegen an kurzen Wegen. Sand Point, Miners Beach und Twelvemile Beach sind die bekanntesten Strände.
Der Park bietet fast 100 Meilen Wanderwege, 13 Backcountry-Zeltplätze und drei Autocampingplätze: Little Beaver Lake, Twelvemile Beach und Hurricane River. Kommerzielle Boots- und Kajaktouren zeigen die Klippen vom Wasser. Die Besucherzentren liegen in Munising und am Grand Sable. Im Beaver Basin liegen Little Beaver Lake und Beaver Lake, der Grand Sable Lake ist bei Paddlern und Anglern beliebt.
Der Park lässt sich gut mit einer Rundreise durch die Naturziele Nordamerikas verbinden. Wer den Norden der Großen Seen erkunden möchte, findet im Voyageurs-Nationalpark in Minnesota ein Gegenstück aus Seen und Wäldern. Für die Planung hilft die beste Reisezeit für Nordamerika.
Wie wurde der Park gegründet?
Am 15. Oktober 1966 verabschiedete der Kongress das Gesetz Public Law 89-668, das den Pictured Rocks National Lakeshore in Alger County genehmigte. Präsident Lyndon Johnson unterzeichnete das Gesetz, damit entstand der erste National Lakeshore der USA. Zuvor hatte der National Park Service 1957 und 1958 fast 5.500 Meilen Uferlinie der Großen Seen untersucht. Ein Plan von 1961 sah 100.000 Acres vor, nach Einwänden der Holzindustrie schrumpfte der Vorschlag 1962 auf 61.000 Acres. Das Gesetz legte schließlich 71.397 Acres fest, aufgeteilt in eine Uferzone von 33.550 Acres und eine Pufferzone von 37.850 Acres, in der nachhaltige Holzernte erlaubt blieb.
Förmlich als Einheit des National Park Service gegründet wurde der Park am 6. Oktober 1972 bei einer Feier im Bayshore Park in Munising. Danach entstanden Straßen zu den Aussichtspunkten, ein dichtes Wegenetz und die drei Campingplätze. Die früheren Küstenwachstationen bei Sand Point, Grand Marais und Au Sable Point bewahren das maritime Erbe des Sees.
Wo liegt der Pictured Rocks National Lakeshore?
Am Südufer des Lake Superior in Michigans Upper Peninsula, zwischen den Orten Munising und Grand Marais. Er liegt in Alger County.
Woher kommt der Name Pictured Rocks?
Die Sandsteinklippen sind von mineralhaltigem Wasser in Rot, Orange, Braun, Schwarz, Blau und Grün gestreift. Wie auf einem Gemälde zeigen sich diese Streifen auf bis zu 200 Fuß hohen Wänden.
Wie hoch sind die Klippen und wie lang ist die Klippenstrecke?
Die Klippen sind 50 bis 200 Fuß (15 bis 60 Meter) hoch und ziehen sich über 15 der 42 Meilen Uferlinie. Der höchste Punkt ist Grand Portal Point.
Wie hoch sind die Grand Sable Dunes?
Sie steigen mehr als 300 Fuß (90 Meter) über den Lake Superior und sind das höchste Gebilde im Park. Sie liegen als Perched Dune auf einer Gletscherschutt-Böschung.
Wann wurde der Au Sable Light gebaut?
Das Licht brannte erstmals am 19. August 1874. Der Turm ist 86 Fuß hoch und steht am Au Sable Point, 1,5 Meilen vom Hurricane River Day Use Area entfernt.
Welche Tiere leben im Park?
Nachgewiesen sind 42 Säugetier-, 182 Vogel-, 58 Fisch-, 12 Amphibien- und 5 Reptilienarten. Häufig sind Weißwedelhirsch und Schwarzbär, auch Grauwölfe und gelegentlich Elche kommen vor.
Der Pictured Rocks National Lakeshore zeigt auf engem Raum, wie Gletscher, Wellen und Mineralien eine Landschaft malen. Wer Klippen, Dünen, Wald und die Wracks der Schiffbruchküste in einer Reise verbindet, lernt eine ganz andere Seite der USA kennen.
