Der Petrified-Forest-Nationalpark in Arizona verbindet einen Teil der Painted Desert mit einer der größten Ansammlungen versteinerten Holzes der Welt. Eine 28 Meilen lange Parkstraße führt von der Interstate 40 zur Highway 180, ein Fahrzeug zahlt 25 Dollar für sieben Tage, Jugendliche bis 15 Jahre fahren frei, und die meisten Gäste brauchen zwei bis drei Stunden (Stand: November 2026).
Was sollten Sie über den Petrified-Forest-Nationalpark wissen?
Wie wurde aus Bäumen Stein?
Welche Stopps an der Parkstraße lohnen sich?
Wer lebte hier, und woher stammt der Name?
Was kosten Eintritt und Übernachtung?
Welche Regeln und Hinweise gelten im Park?
Wie kommen Sie hin, und was verbinden Sie mit dem Besuch?
Häufige Fragen
Wer in Arizona auf der Interstate 40 unterwegs ist, fährt an einer Landschaft vorbei, die auf den ersten Blick karg wirkt: sanfte Hügel in Rot, Grau und Violett, dazwischen Grasland. Ein Stück abseits der Straße liegen mehr als 200 Millionen Jahre alte Baumstämme, die in Quarz verwandelt wurden und heute in allen Farben leuchten. Dazu kommen Spuren von Menschen, die hier seit mehr als 13.000 Jahren lebten, und ein Stück der historischen Route 66.
Diese Seite erklärt, wie der Park aufgebaut ist, welche Stopps entlang der Parkstraße lohnen, wie das Holz und die bunten Hügel entstanden sind, was Eintritt und Übernachtung kosten und wie Sie Wetter, Zeit und Regeln einplanen. Alle Preise sind in US-Dollar angegeben (Stand: November 2026).
Was sollten Sie über den Petrified-Forest-Nationalpark wissen?
Der Park liegt im Nordosten von Arizona, etwa 50 Meilen von der Grenze zu New Mexico entfernt. Er hat zwei Zufahrten: den Norden an der Interstate 40 und den Süden an der Highway 180. Zwischen beiden führt eine 28 Meilen lange Straße durch den Park. Wer ohne Halt fährt, braucht dafür rund eine Stunde, die meisten Besucher bleiben zwei bis drei Stunden. Die Parkstraße ist auch für Radfahrer, einschließlich E-Bikes, freigegeben.
| Thema | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Fläche des Parks | über 200.000 Acres | Wildnisgebiet seit 1970 |
| Painted Desert | rund 930.000 Acres | etwa 1.500 Quadratmeilen |
| Länge der Parkstraße | 28 Meilen | von Nord- bis Südeingang |
| Niederschlag | etwa 10 Zoll im Jahr | Monsun von 15. Juni bis 30. September |
| Nordeingang | Exit 311 an der I-40 | Painted Desert Visitor Center |
| Südeingang | Highway 180 | Rainbow Forest Museum |
| Zeitzone | Mountain Standard Time das ganze Jahr | Navajo Nation mit Sommerzeit |
| Besucher | über eine halbe Million im Jahr | zwei bis drei Stunden Aufenthalt |
Das Gebiet ist kein Wüsten-, sondern Graslandpark. Die Landschaft gehört zu einer halbtrockenen Kurzgrassteppe im Intermountain-Becken. Hunderte Pflanzenarten wachsen hier, von Moosen bis zu Bäumen. Zu den Tieren zählen Gabelböcke, die Pai-Rennechse und der Zwergbläuling, ein kleiner Schmetterling.
Wie wurde aus Bäumen Stein?
Die bunten Schichten des Parks gehören zur Chinle-Formation aus der späten Trias, mehr als 200 Millionen Jahre alt. Sie besteht überwiegend aus Ablagerungen von Flüssen. Die Schichten sind in Abschnitte gegliedert, die Geologen Mitglieder nennen. Das Mesa-Redondo-Member ist 225 bis 227 Millionen Jahre alt und besteht aus dunkelroten Schluffsteinen. Das Blue-Mesa-Member ist rund 220 bis 225 Millionen Jahre alt, besteht aus grauen, blauen, violetten und grünen Tonsteinen und enthält den Newspaper-Rock-Sandstein. Das Sonsela-Member ist rund 216 Millionen Jahre alt und enthält im untersten Teil, dem Rainbow-Forest-Bett, weißen Sandstein mit Baumstämmen. Das Petrified-Forest-Member ist rötlich-braun und enthält große Mengen versteinertes Holz; das Black-Forest-Bett darin ist 213 Millionen Jahre alt. Das Owl-Rock-Member ist mit rund 205 Millionen Jahren die jüngste Schicht und besteht aus rosaorangefarbenen Tonsteinen.
Die Farben der Hügel gehen auf alte Böden zurück. Rote und grüne Schichten enthalten ähnlich viel Eisen und Mangan. Wo der Grundwasserspiegel hoch und der Sauerstoff knapp war, färbten die Eisenminerale den Boden grünlich oder bläulich. Wo der Spiegel schwankte und Sauerstoff zutrat, rosteten sie rötlich.
Die jüngeren Schichten sind erst vier bis acht Millionen Jahre alt; an ihrer Grenze zur Chinle-Formation fehlen 192 Millionen Jahre. Erosion arbeitet hier schnell: An steilen Hängen trägt der Monsunregen im Sommer bis zu einem Viertelzoll Gestein pro Jahr ab. Bentonit-Ton kann im nassen Zustand auf das Achtfache seiner Masse anschwellen, was die Hügel instabil macht.

Welche Stopps an der Parkstraße lohnen sich?
Die Stopps lassen sich von Nord nach Süd aneinanderreihen. Sie müssen nicht alle besuchen; mit drei oder vier Halts und einem kurzen Weg sehen Sie schon das Wichtigste.
| Stopp | Was Sie sehen | Weg |
|---|---|---|
| Painted Desert Visitor Center | Information, Buchladen, Essen und Tankstelle | am Nordeingang |
| Painted Desert Inn | ehemaliger Handelsposten, später Gasthaus, heute Museum | Kachina Point dahinter mit Blick auf die roten Hügel |
| Painted Desert Overlooks | mehrere Aussichtspunkte auf rote Badlands | am Straßenrand |
| Route-66-Spur | Studebaker von 1932 an der alten Trasse | kurzer Halt |
| Puerco Pueblo | Häuser der Vorfahren der Pueblo-Völker und Felsbilder | Rundweg 0,3 Meilen (0,5 Kilometer) |
| Newspaper Rock | mehr als 650 Petroglyphen | Aussichtspunkt |
| Blue Mesa | blaue, violette und graue Badlands | Weg 1 Meile (1,6 Kilometer), Rundstraße 3,5 Meilen |
| Agate Bridge | versteinerter Stamm über einer Rinne | 110 Fuß (34 Meter) lang |
| Jasper Forest | Panorama mit vielen Stämmen | Aussichtspunkt |
| Crystal Forest | Stämme mit funkelnden Quarzkristallen | Rundweg 0,75 Meilen (1,2 Kilometer), asphaltiert |
| Giant Logs | riesige, farbige Stämme am Museum | Rundweg 0,4 Meilen (0,6 Kilometer) |
| Long Logs und Agate House | lange Stämme und teilweise rekonstruiertes Haus aus Holzstein | Weg 2,6 Meilen (4,2 Kilometer) |
Der Painted Desert Inn ist ein National Historic Landmark. Er war zuerst ein Handelsposten, dann ein Gasthaus und ist heute ein Museum, dessen Ausstellungen die jüngere Menschheitsgeschichte des Parks zeigen. Newspaper Rock ist der bekannteste Platz für Felsbilder; mehr als 650 Petroglyphen sind dort zu sehen, manche rund 2.000 Jahre alt.
Auch die Blue-Mesa-Rundstraße lohnt sich, selbst wenn Sie den Weg auslassen. Die Straße ist 3,5 Meilen lang und führt an Aussichtspunkten über die blau-violett-grauen Hügel. Wer wandern möchte, nimmt den Long-Logs-Weg am Südende: Er führt an einigen der längsten und farbigsten Stämme vorbei und endet am Agate House, einem Pueblo aus Holzstein, das teilweise wieder aufgebaut wurde.

Wer lebte hier, und woher stammt der Name?
Die Geschichte der Menschen im Park umfasst mehr als 13.000 Jahre. Frühe Bewohner schlugen schon vor über 13.000 Jahren Werkzeuge aus Holzstein. Später lebten Vorfahren der Pueblo-Völker in Dörfern wie dem Puerco Pueblo und hinterließen Felsbilder. Im Jahr 1853 veröffentlichte die Whipple-Expedition den ersten Bericht über das versteinerte Holz. Der Antiquities Act von 1906 schuf ein National Monument, 1962 erklärte der Kongress das Gebiet zum Nationalpark. Ein Gesetz von 2004 ermöglichte erweiterte Grenzen.
Auch die Route 66 prägt die Geschichte. Reisende fuhren auf der berühmten Straße durch das Gebiet, und an der alten Trasse steht heute ein Studebaker von 1932 als Erinnerung. Auch das Civilian Conservation Corps gehört zu den Themen der Parkgeschichte.
Was kosten Eintritt und Übernachtung?
Der Eintritt gilt sieben Tage. Der Park nimmt kein Bargeld an; Jahreskarten sind nur mit Debit- oder Kreditkarte erhältlich.
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Privatfahrzeug (bis 15 Personen) | 25 Dollar |
| Motorrad | 20 Dollar |
| Person zu Fuß oder mit dem Rad | 15 Dollar |
| Jugendliche bis 15 Jahre | frei |
| Jahreskarte Park | 45 Dollar |
| America the Beautiful, Jahreskarte für Gebietsansässige | 80 Dollar |
| America the Beautiful für Nicht-Ansässige | 250 Dollar |
Im Park gibt es nur Camping in der Wildnis. Sie müssen mindestens eine Meile vom Ausgangspunkt entfernt zelten. Die Genehmigungen sind kostenlos und werden im Painted Desert Visitor Center, im Painted Desert Inn und im Rainbow Forest Museum ausgestellt. Unterkünfte finden Sie in den Orten der Umgebung, zum Beispiel in Holbrook.
Welche Regeln und Hinweise gelten im Park?
Das Sammeln von versteinertem Holz ist gesetzlich verboten; nehmen Sie keine Stücke mit. Hunde müssen an einer Leine von höchstens sechs Fuß geführt werden. Fahrräder sind auf der Parkstraße erlaubt, aber nicht auf den meisten Wegen und im Wildnisgebiet; Ausnahmen sind die ersten halben Meile der Wege zu Agate House und Long Logs und ein Stück von etwa einer Meile ab dem Rainbow Forest Picnic Area. Metallmarkierungen stehen im Gelände etwa alle 100 Fuß.
Das Café im Painted Desert Visitor Center schließt um 15 Uhr. Die nächsten Autohöfe liegen etwa 15 Meilen östlich und westlich des Parks an der Interstate 40. Das Tor schließt zur Schließzeit; meist gilt eine halbe Stunde Kulanz, je nach Saisonzeiten. Nehmen Sie ausreichend Wasser mit, denn der Park hat wenig Schatten.
Der Monsun kann im Sommer heftige Gewitter bringen. Im Winter fällt gelegentlich Schnee, im Jahresmittel regnet es nur etwa 10 Zoll.
Wie kommen Sie hin, und was verbinden Sie mit dem Besuch?
Von Phoenix sind es 259 Meilen über die I-17 Nord und die I-40 Ost durch Flagstaff, von Albuquerque 204 Meilen auf der I-40 nach Westen bis Exit 311. In Fahrtrichtung Westen nehmen Sie Exit 311, fahren 28 Meilen durch den Park und erreichen am Südende die Highway 180; von dort geht es 19 Meilen nach Norden über Holbrook zurück zur I-40. In Fahrtrichtung Osten nehmen Sie Exit 285 in Holbrook, fahren 19 Meilen auf der Highway 180 nach Süden zum Südeingang und dann 28 Meilen nach Norden durch den Park.
Der Park passt in jede Rundreise durch den Südwesten. Mehr zur Region bietet die Seite Südwesten der USA, zur Strecke die Seite Route 66, zum nahen Schluchtenpark der Grand Canyon. Ein Mietwagen ist unverzichtbar, siehe Mietwagen in den USA. Für Reisende aus Deutschland ist die elektronische Reisegenehmigung nötig, siehe ESTA für die USA. Gute Monate und Klima beschreibt die Seite beste Reisezeit für Nordamerika; eine Übersicht aller Ziele bietet die Seite USA.
Wie lang ist die Parkstraße?
Die Straße ist 28 Meilen lang und verbindet den Nordeingang an der I-40 mit dem Südeingang an der Highway 180. Ohne Halt dauert die Fahrt rund eine Stunde.
Wie viel Zeit brauche ich?
Die meisten Besucher bleiben zwei bis drei Stunden. Wer die Wege zu Long Logs, Blue Mesa und Crystal Forest gehen möchte, braucht entsprechend länger.
Was kostet der Eintritt?
Ein Privatfahrzeug zahlt 25 Dollar für sieben Tage, ein Motorrad 20 Dollar, Fußgänger und Radfahrer je 15 Dollar. Jugendliche bis 15 Jahre haben freien Eintritt (Stand: November 2026).
Darf ich versteinertes Holz mitnehmen?
Nein. Das Sammeln ist gesetzlich verboten.
Kann ich im Park übernachten?
Nur in der Wildnis, mindestens eine Meile vom Ausgangspunkt entfernt. Die Genehmigung ist kostenlos.
Wie alt ist das versteinerte Holz?
Die Chinle-Formation stammt aus der späten Trias und ist mehr als 200 Millionen Jahre alt; das Black-Forest-Bett im Petrified-Forest-Member ist 213 Millionen Jahre alt.
Weitere Ziele in der Wüste finden Sie unter Joshua Tree.
Passend dazu: Chaco Culture National Historical Park, Wupatki National Monument, Montezuma Castle National Monument, El Morro National Monument, John Day Fossil Beds National Monument.
