Olympic-Nationalpark
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Olympic-Nationalpark

Der Olympic-Nationalpark im Nordwesten des Bundesstaats Washington vereint Gletschergipfel, Regenwald und rund 70 Meilen wilde Pazifikküste in einem Park. Eine Fahrzeugkarte kostet 30 US-Dollar und gilt sieben Tage; der Park nennt für Gäste ohne US-Wohnsitz keinen Zuschlag, wohl aber den Pass „America the Beautiful“ für 250 US-Dollar (Stand: Oktober 2026).

Der Olympic-Nationalpark ist ein Park mit drei Gesichtern: Hurricane Ridge mit Gebirgspanorama, der Hoh-Regenwald mit Moosen und Riesenbäumen, und eine Küste mit Felsentoren, Treibholz und Gezeiten. Dazwischen liegen der tiefe Lake Crescent und die Wasserfälle bei Sol Duc. Alles liegt auf der Olympic-Halbinsel, doch keine Straße führt quer durch den Park, weshalb Sie mit viel Fahrzeit rechnen müssen.

Diese Seite erklärt, was der Besuch kostet, wie Sie die Orte sinnvoll verbinden, wann Hurricane Ridge und der Hoh-Regenwald überfüllt sind, worauf Sie an der Küste wegen der Gezeiten achten müssen und wie Sie von Seattle aus anreisen. Alle Angaben sind mit Stand: Oktober 2026 geprüft.

Was sollten Sie über den Olympic-Nationalpark wissen?

Der Park umfasst rund 922.650 Acres, das sind etwa 3.700 Quadratkilometer. Er wurde 1909 als Mount Olympus National Monument geschützt und am 29. Juni 1938 zum Nationalpark erklärt. 1976 kam die Auszeichnung als Biosphärenreservat der UNESCO hinzu, 1981 die als Welterbestätte. Im Jahr 2023 zählte der Park rund 2,9 Millionen Besuche, damit gehörte er zu den zehn meistbesuchten Nationalparks der USA.

ThemaWertHinweis
LageOlympic-Halbinsel, Bundesstaat WashingtonBasisorte Port Angeles und Forks
Flächerund 922.650 Acres (ca. 3.700 km²)Gebirge, Regenwald, Küste
Pazifikküsterund 70 Meilen (ca. 113 km)Wildnisküste
Welterbeseit 1981Biosphärenreservat seit 1976
Besucherund 2,9 Millionen (2023)mehr als 3 Millionen laut Park pro Jahr
Eintritt Fahrzeug30 US-Dollarsieben Tage, bis zu 15 Personen
Regen im Hoh-Regenwaldrund 140 Zoll (3,55 m) im JahrRegenwald

Die Halbinsel ist die Heimat indigener Völker; ihre Geschichte und die Gegenwart behandelt die Seite Ureinwohner Nordamerikas. Einen Überblick über den Nordwesten insgesamt finden Sie unter Seattle und Pazifischer Nordwesten.

Was kostet der Eintritt für Gäste aus Deutschland?

Die Fahrzeuggebühr beträgt 30 US-Dollar für ein privates Fahrzeug mit höchstens 15 Plätzen, gültig sieben Tage. Motorräder zahlen 25 US-Dollar, Personen ohne Fahrzeug 15 US-Dollar; bis 15 Jahre ist der Eintritt frei. Den park-eigenen Jahrespass für 55 US-Dollar dürfen nur US-Bürger und Einwohner kaufen. Wer nicht in den USA wohnt, nimmt den Pass „America the Beautiful“ für 250 US-Dollar, der Eintritt und Standardgebühren in vielen Bundesparks abdeckt.

Zum Vergleich: Der Park nennt für Olympic keinen Zuschlag für ausländische Gäste, anders als etwa der Yosemite-Nationalpark, der seit 2026 für Gäste ohne US-Wohnsitz 100 US-Dollar je Person ab 16 Jahren zusätzlich verlangt. Der 250-Dollar-Pass rechnet sich daher vor allem, wenn Ihre Reise auch Zuschlagsparks einschließt. Die Gesamtkosten einer Reise finden Sie unter Kosten USA-Urlaub.

Was erwartet Sie in Hurricane Ridge?

Hurricane Ridge ist der Berg-Aussichtspunkt des Parks. Die Straße beginnt am Heart O‘ the Hills nahe Port Angeles. In der Hauptzeit zwischen 10 und 14 Uhr ist der Ansturm am größten. An normalen Wochenenden kommen Sie vor 10 oder nach 14 Uhr, an Feiertagen erst nach 15 Uhr. Ist der Parkplatz voll, werden Fahrzeuge an der Eingangsstation dosiert eingelassen, Wartezeiten bis zu zwei Stunden sind möglich.

Das Tageshaus brannte am 7. Mai 2023 ab, deshalb gibt es oben weder Laden noch Verpflegung, und auch kein Trinkwasser. Im Sommer fährt ein Shuttle von Clallam Transit von Port Angeles (Mai bis 1. September, erste Abfahrt 8 Uhr, letzte Rückfahrt 17.30 Uhr); vorher kaufen Sie den Parkeintritt. Im Winter ist die Straße normalerweise von Freitag bis Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr bergauf geöffnet, die Wintersaison dauert in der Regel von Ende November bis Ende März. An Thanksgiving und Weihnachten ist sie geschlossen. Sie kann wegen Wetter jederzeit gesperrt sein; die Straßen- und Wetterauskunft des Parks erreichen Sie unter +1 360 565 3131.

Wie besuchen Sie den Hoh-Regenwald?

Der Hoh-Regenwald liegt am Ende der Upper Hoh Road von der US-101, rund zwei Stunden von Port Angeles und weniger als eine Stunde von Forks. Hier fallen im Schnitt etwa 140 Zoll (3,55 Meter) Niederschlag im Jahr. Der Hall of Mosses ist ein 0,8 Meilen (1,2 km) langer Rundweg durch alte Wälder mit Bergahornen voller Moos, der Spruce Nature Trail führt 1,2 Meilen (1,9 km) am Taft Creek und am Hoh River entlang.

Juni bis August sind am vollsten, die Hauptzeit liegt zwischen 10 und 17 Uhr. Ab Mitte oder Ende Juni kann der Parkplatz am Besucherzentrum schon vor 10 Uhr voll sein. Die Wartezeit liegt zwischen 10 und 11 Uhr und von 16 bis 18 Uhr bei 30 bis 45 Minuten, zwischen 11 und 16 Uhr bei ein bis zwei Stunden. Es gibt keine Spur für Passinhaber, und Sie dürfen nicht im Stau aussteigen, weil die Straße schmal ist. Weichen Sie bei vollem Parkplatz auf den Überlauf am Campingplatz aus. Es gibt weder Tankstelle noch Verpflegung, und Hunde sind auf den Hoh-Wegen nicht erlaubt. Das Besucherzentrum ist im Sommer täglich offen, von Januar bis Anfang März geschlossen und im Frühjahr und Herbst meist von Freitag bis Sonntag. Ruhiger ist der Quinault-Regenwald.

Reisetipp Fahren Sie vor 10 Uhr in den Hoh-Regenwald oder erst nach 17 Uhr. Der Park nennt diese Zeiten ausdrücklich als ruhig, und Sie sehen die Moose im weichen Licht ohne Schlange vor dem Besucherzentrum.

Was sollten Sie an der Pazifikküste beachten?

Die Küste des Olympic-Nationalparks ist wild: Treibholz, Felsentore und Gezeitentümpel. Ruby Beach und Beach 4 erreichen Sie über einen 0,2 Meilen kurzen Pfad von der US-101; Ruby Beach liegt 7,5 Meilen nördlich von Kalaloch. Rialto Beach ist über die Straße erreichbar. Zum Hole-in-the-Wall sind es vom Parkplatz 1,5 Meilen, rund eine Stunde pro Richtung.

Die Gezeiten sind das wichtigste Thema. Prüfen Sie die Gezeitenvorhersage (Tide Predictions) der US-Behörde NOAA für die Tage Ihres Besuchs, nehmen Sie eine Gezeitentabelle und eine Karte mit den kritischen Wasserständen mit. Starker Wind und Stürme vor der Küste lassen das Wasser höher steigen, als die Tabelle zeigt; manche Routen sind dann tagelang unpassierbar. Für Übernachtungen an der Wildnisküste gilt ganzjährig eine Pflicht zum Wilderness-Camping-Permit, das Sie über Recreation.gov buchen.

Lake Crescent und Sol Duc: Was lohnt sich?

Der Lake Crescent ist 11,8 Meilen lang und bis 624 Fuß (190 Meter) tief. Zum 90 Fuß hohen Marymere Falls laufen Sie rund 1,8 Meilen hin und zurück, je nach Ausgangspunkt. Der Weg zu den Sol Duc Falls ist etwa 0,8 Meilen einfach lang und relativ eben, das ergibt hin und zurück rund 1,8 Meilen. Die Rundwanderung Lover’s Lane zwischen Campingplatz, Wasserfall und Resort ist 5,8 Meilen lang. Alle drei Täler, Hurricane Ridge, Sol Duc und Hoh, enden nach 15 bis 18 Meilen im Park, deshalb kehren Sie jeweils zur US-101 zurück.

Wann ist die beste Reisezeit?

Juni bis August sind die Monate mit dem meisten Verkehr in Hurricane Ridge und im Hoh-Regenwald. Frühling und Herbst bieten geringere Auslastung, aber Besucherzentren und Straßen haben dann eingeschränkte Zeiten. Im Winter sind höhere Straßen gesperrt oder nur am Wochenende geöffnet. Regen ist in allen Jahreszeiten möglich, vor allem im Regenwald. Mehr zur Planung nach Monaten lesen Sie unter beste Reisezeit Nordamerika.

Wie kommen Sie auf die Olympic-Halbinsel?

Von der I-5 erreichen Sie die Halbinsel über die US-101. Fähren legen in Kingston, auf Bainbridge Island und in Port Townsend an; Kingston verbindet die Landstraße 104, Bainbridge Island die 305, 7 und 104, Port Townsend die 20. Die Dungeness Line fährt vom Flughafen Seattle-Tacoma über Kingston, Edmonds, Sequim und Port Angeles. Aus Kanada kommen Sie mit der Coho-Fähre, die täglich zwischen Victoria und Port Angeles fährt; mehr zu Vancouver Island. Ein Mietwagen ist am bequemsten, Hinweise finden Sie unter Mietwagen USA.

Die Einreise nach Washington läuft für deutsche Staatsangehörige mit dem ESTA. Planen Sie für Olympic mindestens drei Tage ein, damit Berg, Regenwald und Küste möglich sind; als Basis dienen Port Angeles und Forks, den Rahmen für die ganze Region liefert die USA-Übersicht.

Wie viel kostet der Olympic-Nationalpark?

Eine Fahrzeugkarte kostet 30 US-Dollar und gilt sieben Tage für alle Insassen. Wer ohne Fahrzeug kommt, zahlt 15 US-Dollar. Bis 15 Jahre ist der Eintritt frei. Stand: Oktober 2026.

Kann ich den Jahrespass für 55 US-Dollar kaufen?

Nein. Er steht nur US-Bürgern und Einwohnern offen. Für Gäste ohne US-Wohnsitz gibt es den Pass „America the Beautiful“ für 250 US-Dollar.

Wie schlimm ist der Andrang im Hoh-Regenwald?

Von Juni bis August sehr groß, mit Wartezeiten von 30 Minuten bis zwei Stunden. Kommen Sie vor 10 oder nach 17 Uhr.

Kann ich Hurricane Ridge im Winter besuchen?

Meist nur am Wochenende von 9 bis 16 Uhr bergauf, wenn Wetter und Schnee es erlauben. An Thanksgiving und Weihnachten ist die Straße zu. Rufen Sie vorher die Straßenauskunft an.

Brauche ich ein Permit für die Küste?

Nur für Übernachtungen: Das Wilderness-Camping-Permit ist ganzjährig Pflicht und wird über Recreation.gov gebucht. Tagesausflüge brauchen kein Permit, aber eine Prüfung der Gezeiten.

Gibt es eine Straße durch den Park?

Nein. Die Straßen zu Hurricane Ridge, Sol Duc und Hoh enden nach 15 bis 18 Meilen; Sie fahren zwischen den Zielen über die US-101 um den Park herum.

Wer weiter nach Süden fährt, findet die Fortsetzung im Roadtrip US-Westküste.

Passend dazu: Mount-Rainier-Nationalpark, North-Cascades-Nationalpark.