Natural Bridges National Monument
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Natural Bridges National Monument

Das Natural Bridges National Monument im Südosten von Utah bewahrt drei Steinbrücken, die das Wasser aus weißem Sandstein schnitt: Sipapu, Kachina und Owachomo. Es wurde 1908 als erstes Monument Utahs gegründet und 2007 zum ersten International Dark Sky Park der Welt zertifiziert. Wege verbinden die drei Brücken mit Felsbildern und Ruinen.

In einer Landschaft, die vom Fehlen des Wassers geprägt ist, hat Wasser etwas Außergewöhnliches geschaffen. Im White Canyon im Südosten von Utah spannen sich drei Brücken aus hellem Sandstein über trockene Bachbetten. Sie sind keine Bögen, die Frost und Sickerwasser formten, sondern Reste von Bächen, die sich einst in Windungen durch das Gestein schnitten.

Diese Seite erklärt, wie die Brücken entstanden, wie groß sie sind und wie sie zu ihren Namen kamen. Sie erzählt von den Ancestral Puebloans, von Cass Hite und dem Gründungsjahr 1908 und zeigt, warum der Nachthimmel hier berühmt ist. Für die Einreise in die USA brauchen viele Reisende eine ESTA.

Was sollten Sie über das Natural Bridges National Monument wissen?

Das Monument liegt in Utah, die Postadresse lautet Lake Powell. Es schützt drei Natursteinbrücken im White Canyon und Nebencanyons im San Juan County. Es gehört zur Southeast Utah Group, die Personal und Büros mit dem Arches-Nationalpark, dem Canyonlands-Nationalpark und dem Hovenweep National Monument teilt.

ThemaWertHinweis
BundesstaatUtahSan Juan County, White Canyon
Gegründet16. April 1908Präsident Theodore Roosevelt
Erste Fläche40 Acresum die drei Brücken
RechtsgrundlageAntiquities Act von 1906erstes Monument Utahs
BrückenSipapu, Kachina, OwachomoHopi-Namen von 1909
GesteinCedar-Mesa-Sandsteinvor etwa 260 Millionen Jahren abgelagert
Dark Sky Park6. März 2007erster seiner Art weltweit

Die Öffnung von Sipapu ist so groß, dass fast die Kuppel des Kapitols in Washington hineinpassen würde.

Wie groß sind die drei Brücken?

Jede Brücke hat einen eigenen Charakter, und alle drei lassen sich in Maßen vergleichen.

BrückeHöheSpannweiteBreiteDicke
Sipapu220 Fuß (67 m)268 Fuß (82 m)31 Fuß (9,5 m)53 Fuß (16 m)
Kachina210 Fuß (64 m)204 Fuß (62 m)44 Fuß (13 m)93 Fuß (28 m)
Owachomo106 Fuß (32 m)180 Fuß (55 m)27 Fuß (8 m)9 Fuß (3 m)

Sipapu ist die größte und eindrucksvollste. Ihre runde Öffnung und die glatten Seiten stammen von wiederholten Fluten, die mit Sand und Steinen den Fels schleiften. Sie ist die mittelalte der drei Brücken, älter als Kachina und jünger als Owachomo. Die Paiute nannten alle Brücken mah-vah-talk-tump, „unter dem Bauch des Pferdes“.

Kachina ist jung, dick und massiv. An ihrem Fuß sind Felsbilder zu sehen, geritzte Petroglyphen und gemalte Piktogramme von tanzenden Figuren. Im Juni 1992 fielen rund 4.000 Tonnen Sandstein aus der Innenseite der Brücke und vergrößerten die Öffnung. Der Canyon verändert sich ständig, und die Öffnung hat sich dadurch vergrößert.

Owachomo ist die kleinste und dünnste. Mit nur 9 Fuß Dicke ist sie die zarteste Brücke und ist die älteste im Monument. Ihr genaues Alter ist unbekannt, weil jeder Sandstein unterschiedlich schnell verwittert. Auf dem Ostende liegt ein Felshügel, der ihr den Namen gab. Reste von „Zeke’s Trail“ sind im Canyon unter der Brücke zu erkennen, der Pfad steht im Nationalregister historischer Orte.

Dünne, zarte Steinbrücke vor Abendhimmel

Wie entstehen Natursteinbrücken?

Unter den bunten Hochflächen liegt der Cedar-Mesa-Sandstein. Er sieht sehr weiß aus, weil die Wellen eines uralten Meeres die dunkleren Minerale herauswuschen und fast nur weißen Quarzsand zurückließen. Vor rund 260 Millionen Jahren war das Gebiet ein weißer Sandstrand am Ufer eines Meeres, das den Osten von Utah bedeckte. Schichten aus Sand, Schluff und Schlamm lagerten sich ab, als sich Wasser ausbreitete und zurückzog. Die schräge Schichtung zeigt alte Dünen, vom Wind oder Wasser geformt.

Vor etwa 10 Millionen Jahren schoben kollidierende Platten die Schichten sehr langsam um etwa 0,01 Zoll im Jahr nach oben und bildeten das Colorado-Plateau. Danach schnitten der Colorado River und seine Bäche gewundene Canyons in die Hochfläche.

  • Bäche winden sich in Schleifen wie ein gefaltetes Band.
  • Dünne Canyonwände trennen die Kurven voneinander.
  • Strömendes Wasser nagt an diesen Wänden, bis sie durchbrechen.
  • Der verbliebene Fels bildet eine Brücke über dem neuen Bachbett.
  • Die Erosion verdünnt die Brücke allmählich, bis sie einstürzt.

Natürliche Brücken schneidet fließendes Wasser. Bögen entstehen dagegen durch Sickerfeuchte und Frost. Die Farben der Wände kommen vom Eisen: Eisen mit Sauerstoff färbt orangerot, Eisen ohne genug Sauerstoff grün, und Eisen mit Wasserstoff und Sauerstoff wird gelborange zu Limonit. Wasser höhlt außerdem Mulden in den Slickrock, und Wüstenlack zieht dunkle Streifen über die Wände. Wo ein Canyon beginnt, sickert Wasser durch den Fels.

Welche Menschen lebten im White Canyon?

Zwischen 7000 v. Chr. und 500 n. Chr. nutzten Jäger und Sammler das Gebiet. Von ihnen zeugen nur Felsbilder und Steinwerkzeuge. Um 700 n. Chr. zogen die Vorfahren der heutigen Pueblo-Völker auf die Hochflächen, um Trockenfeldbau zu betreiben, und verließen sie später, als sich die Umwelt änderte. Etwa 300 Jahre später kehrten Bauern zurück und bauten Häuser aus Sandsteinmauern oder lehmverputzten Stangen, auf den Hochflächen und in Felsnischen. Südgerichtete Höhlen sorgten für passive Wärme und Kühlung, und sie lagen oft nahe an Sickerquellen.

Mauerstil und Keramikdekor verbinden diese Menschen mit der Region Mesa Verde im Osten. Einflüsse gab es auch aus der Kayenta-Region im Südwesten und von der Fremont-Kultur im Norden. Um 1270 verließen die Bewohner den Ort zum letzten Mal. Später lebten Navajo und Paiute hier. Nach der mündlichen Überlieferung der Navajo lebten ihre Vorfahren unter den frühen Puebloans.

Walter Hamana, ein Hopi-Ältester, erklärte 1992 bei einem Besuch der Felsbildstätten, die Hopi hätten an vielen Orten gelebt, auch im Gebiet der Natural Bridges. Er nannte ihre Vorfahren Hisatsinom, die Archäologen oft Ancestral Puebloans. Die Clans ließen Piktogramme und Petroglyphen zurück, um zu zeigen, wo sie waren, und die Führer der religiösen Gesellschaften gaben die Erlaubnis für heilige Symbole.

Das Gebiet gehört zur angestammten Heimat unter anderem der Kaibab-Paiute, der Navajo Nation, der Paiute Indian Tribe of Utah, der Pueblos Acoma, Laguna, Santa Ana, Santa Clara und Zuni, der San Juan Southern Paiute, der Southern Ute, der Ute Indian Tribe und der Ute Mountain Ute.

Wer entdeckte die Brücken und wie bekamen sie Namen?

1883 wanderte der Prospektor Cass Hite von seinem Basislager am Colorado River den White Canyon hinauf und suchte nach Gold. Statt Gold fand er drei Brücken aus Stein. Er nannte sie „President“, „Senator“ und „Congressman“. Spätere Gruppen sprachen von „Augusta“, „Caroline“ und „Edwin“. Der Cowboy Jim Scorup nannte die Kachina Bridge „Caroline“ nach seiner Mutter. 1904 machte das National Geographic Magazine die Brücken bekannt.

Am 16. April 1908 schuf Präsident Theodore Roosevelt mit einer Proklamation nach dem Antiquities Act das Natural Bridges National Monument, das erste Gebiet des National Park Service in Utah. Es umfasste zunächst 40 Acres im Quadrat um die Brücken. Die Proklamation schützt Brücken von größtem wissenschaftlichem Interesse und bewahrt außergewöhnliche Beispiele der Erosion durch Bäche.

Als das Gebiet wuchs, um nahe Pueblo-Bauten zu schützen, vergab das General Land Office 1909 die Hopi-Namen. Sipapu bezeichnet den Eingang, durch den die Vorfahren der Hopi in diese Welt kamen. Kachina trägt den Namen nach Felsbildern, die Symbolen der Kachina-Puppen ähneln. Owachomo heißt „Felshügel“ nach dem Aufsatz auf dem Ostende. Zeke Johnson war der erste Custodian des Monuments in den frühen 1900er-Jahren.

Hängender Garten mit Farnen und Moos an einer Sandsteinwand
Reisetipp Wer alle drei Brücken sehen möchte, plant einen Tag am Rand des White Canyon ein. Jede Brücke hat einen eigenen Blick, und sie zeigen drei Stadien derselben Erosion.

Welche Pflanzen und Tiere leben im Canyon?

Auf der Hochfläche wächst Pinyon-Wacholder-Wald mit Sträuchern, Kakteen, Salbei und Yucca. Pinyon-Kiefer und Utah-Wacholder bilden gemischte Bestände auf Millionen Acres im Südwesten und beherrschen das trockene Gelände in 4.500 bis 6.500 Fuß Höhe. Die Pinyon-Kiefer wächst langsam: Ein Baum mit 4 bis 6 Zoll Durchmesser und rund 10 Fuß Höhe kann 80 bis 100 Jahre alt sein. Ihre eiweißreichen Samen fressen Buschratte, Pinyon-Maus und Pinyon-Häher. Der Utah-Wacholder ist der klassische Wüstenbaum. Bei Wassermangel kappt er den Fluss in einem großen Ast, damit der Rest überlebt.

An den Canyonhängen wachsen Pflanzen in Spalten, an Sickerstellen und im Schatten. Douglasien auf schattigen Nordhängen sind kälteliebende Reste aus einer kälteren, feuchteren Zeit und bilden kleine Bergwälder, die seit tausenden Jahren bestehen. In den Hängenden Gärten, die sich an Wänden und in Nischen bilden, wachsen Moose, Frauenhaarfarn, Nischenakelei, Roter Affenblume und der seltene Giftlauch. Auf dem Grund des Canyons wachsen Pappeln, Weiden und Eschenahorn, dazu Rohrkolben. Dort sammeln sich in alten Bachbetten Wasserlöcher.

Zu den Tieren: Vögel, Wüstenkaninchen und Eidechsen sehen die meisten Besucher. Maultierhirsche sind die häufigsten großen Säugetiere. Berglöwe, Rotluchs, Kojote und Schwarzbär zeigen sich selten, aber ihre Spuren sind zu finden. Neun Arten von Mäusen und Ratten leben im Park. Truthahngeier, Raben und Weißkehlsegler kreisen über den Canyons, Canyonzaunkönige trillern, und der Felsenzaunkönig baut einen Steinweg zu seinem Nest in einer Felsspalte. An Pfützen leben Kröten und ein Salamander, der Tigersalamander, drei bis sechs Zoll lang mit schwarzen und orangen Flecken.

Was macht den Nachthimmel hier so besonders?

Am 6. März 2007 wurde Natural Bridges als erster Park der Welt von der International Dark-Sky Association zum International Dark Sky Park zertifiziert. Nationalparks bewahren einige der dunkelsten Himmel des Landes. Lichtverschmutzung schadet nachtaktiven Tieren und stört die innere Uhr von Menschen und Pflanzen.

An manchen Stellen sind bis zu 15.000 Sterne zu sehen, in Städten sind es weniger als 500. Die Sterne sind hell genug, um Schatten zu werfen, und es sind dieselben, die die Ancestral Puebloans vor etwa 800 Jahren beobachteten. Die Milchstraße steigt über der Owachomo Bridge auf, und die Brücke wirkt wie ein natürliches Fenster, das einen Himmel voller Sterne einrahmt.

Wo liegt das Natural Bridges National Monument?

Im Südosten von Utah im White Canyon. Es gehört zur Southeast Utah Group, mit Arches, Canyonlands und Hovenweep.

Welche ist die größte der drei Brücken?

Sipapu mit 220 Fuß Höhe und 268 Fuß Spannweite. Kachina ist die dickste, Owachomo die dünnste und älteste.

Was ist der Unterschied zwischen Brücke und Bogen?

Natürliche Brücken schneidet fließendes Wasser, Bögen entstehen durch Sickerfeuchte und Frost.

Wann wurde das Monument gegründet?

Am 16. April 1908 durch Präsident Theodore Roosevelt, als erstes Monument in Utah, auf 40 Acres.

Was bedeuten die Namen?

Sipapu ist der Eingang, durch den die Hopi-Vorfahren in diese Welt kamen. Kachina bezieht sich auf Felsbilder, Owachomo heißt „Felshügel“.

Welche Ziele liegen in der Nähe?

Weitere Canyons und Brücken zeigt der Capitol-Reef-Nationalpark, einen Überblick die Nationalparks von Utah.

Wann sich die Reise nach Utah lohnt, steht unter beste Reisezeit.