Das Lava Beds National Monument liegt im Nordosten Kalifornien an der Grenze zu Oregon und sitzt auf den Flanken des Medicine Lake Volcano, des nach Volumen größten Vulkans der Kaskadenkette. Mehr als 800 Lavahöhlen, Schlackenkegel, Felsbilder und die Schlachtfelder des Modoc-Kriegs von 1872 und 1873 machen den Park zu einem Ziel für Geologie und Geschichte.
Was sollten Sie über das Lava Beds National Monument wissen?
Wie entstand der Medicine Lake Volcano?
Wie entstehen Lavaröhren und warum gibt es so viele?
Welche Höhlen im Lava Beds National Monument lohnen sich besonders?
Welche Kegel, Schlote und Verwerfungen prägen die Oberfläche?
Wer waren die Modoc, deren Land das Monument ist?
Wie verlief der Modoc-Krieg von 1872 und 1873?
Was zeigen die Felsbilder am Petroglyph Point?
Was baute das Civilian Conservation Corps im Monument?
Welche Tiere und Pflanzen leben in der Hochwüste?
Häufige Fragen
Wer auf der Straße in das Monument fährt, merkt kaum, dass er den Hang eines gewaltigen Vulkans hinauffährt. Der Boden besteht aus erstarrter Lava, die Hügel sind Schlackenkegel, und unter den Füßen liegen hunderte hohle Röhren, durch die einst flüssiges Gestein strömte. Über diesem schwarzen Land liegt die Hochwüste, mit Beifuß, Wacholder und weitem Himmel über dem Tule-Lake-Becken.
Diese Seite erklärt, wie der Medicine Lake Volcano die Landschaft schuf, wie Lavaröhren entstehen und welche Höhlen sich besonders lohnen. Sie erzählt von den Modoc, die hier tausende Jahre lebten, vom Krieg im Winter 1872 auf 1873 und von den Felsbildern am Petroglyph Point. Für die Einreise in die USA brauchen viele Reisende eine ESTA.
Was sollten Sie über das Lava Beds National Monument wissen?
Das Monument liegt im Norden Kaliforniens, die Postadresse lautet Tulelake. Die nächsten Orte sind Tionesta, Tulelake und Merrill in Oregon. Geografisch liegt der Park bei 41°43′ Nord und 121°31′ West. Er gehört zum Land der südlichen Modoc, und seine Landschaft ist das Ergebnis von einer halben Million Jahren Vulkanismus.
| Thema | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Bundesland | Kalifornien | nahe der Grenze zu Oregon |
| Vulkan | Medicine Lake Volcano | größter Vulkan der Kaskaden nach Volumen |
| Volumen des Vulkans | 144 Kubikmeilen | Schildvulkan |
| Höhlen | mehr als 800 | Lavaröhren |
| Höhlen auf der Besucherliste | 24 | von leicht bis schwierig |
| Jüngster Lavastrom im Monument | Callahan-Strom | vor 1.200 Jahren |
| Modoc-Krieg | 28. November 1872 bis 1. Juni 1873 | sechs Monate |
| Felsbilder am Petroglyph Point | über 5.000 | Ritzzeichnungen |
Der Medicine Lake Volcano ist ein Schildvulkan. Das bedeutet, dass er nicht als steiler Kegel aufragt, sondern als breiter, flacher Berg, der aus vielen leichten Ausbrüchen sehr flüssiger Lava gewachsen ist. Der Mount Shasta, den Sie von der Nordseite des Parks aus sehen, ist das Gegenstück dazu, ein steiler Schichtvulkan.
Wie entstand der Medicine Lake Volcano?
Der Medicine Lake Volcano ist der Schildvulkan mit dem größten Volumen in der gesamten Kaskadenkette. Er misst 144 Kubikmeilen. Schildvulkane wachsen aus vielen verteilten, wenig energiereichen Ausbrüchen sehr dünnflüssigen Gesteins. Die Lava kann weit fließen, bevor sie erstarrt, und baut so einen niedrigen, weit gespannten Berg auf. Schichtvulkane wie der Mount Shasta entstehen dagegen aus zähem, kühlerem Gestein, das aus einem zentralen Schlot quillt oder explodiert und nur kurze Strecken zurücklegt.
Die Ursache liegt tief unter dem Boden. Die Juan-de-Fuca-Platte schiebt sich unter die Nordamerikanische Platte. Beim Abtauchen führt sie Wasser mit in die Tiefe, das den Schmelzpunkt des Erdmantels senkt. Das Gestein schmilzt zu Magma, das nach oben steigt. Aus diesem Vorgang entstand die gesamte Kaskadenkette von den Vulkanen des Nordwestens bis zum Medicine Lake.
Der Medicine Lake Volcano ist seit einer halben Million Jahren mit Unterbrechungen aktiv. Der größte Teil der Lava im Monument floss vor 30.000 bis 40.000 Jahren aus den Kratern Mammoth Crater und Modoc Crater. Die jüngsten Ströme des Vulkans liegen am Glass Mountain südlich des Parks im Modoc National Forest, der vor etwa 950 Jahren ausbrach. Der jüngste Strom im Monument ist der Callahan-Strom, der vor 1.200 Jahren floss. Der Vulkan ruht, seine seismische Aktivität und die fortlaufende Plattenbewegung zeigen jedoch, dass er wieder ausbrechen wird. Wer mehr über vergleichbare Vulkanlandschaften erfahren möchte, findet sie im Lassen-Volcanic-Nationalpark und am Crater Lake.
Wie entstehen Lavaröhren und warum gibt es so viele?
Basaltische Ausbrüche beginnen meist mit einer Flut von Lava. In tieferen Lagen wie Tälern bewegt sie sich schneller und kühlt langsamer ab. So entsteht ein Netz aus Lavaflüssen mit Nebenarmen. Wie bei einem zugefrorenen Fluss erstarrt die Oberfläche zuerst und wird zu Fels. Diese Kruste dämmt die Lava, die darunter weiterfließt. Versiegt der Nachschub, läuft die Röhre leer und hinterlässt einen hohlen Abguss, die Lavaröhre.
Nach diesem Prinzip wäre zu erwarten, dass das Monument wenige sehr lange Höhlen besitzt. Tatsächlich sind es hunderte kürzere. Manchmal bildet ein einziger Lavafluss mehrere Höhlen, weil Teile des Stroms nie zu Fels erstarrten. In anderen Fällen entstand ein Dach, das zu schwach war und einstürzte, nachdem die Lava abgeflossen war. Diese Einstürze geschahen vor tausenden Jahren, als die Lava gerade abgelaufen war. Die Decken heute sind stabil.
Der Kern der Landschaft sind also Röhren, die sich nach dem Abfließen der Lava leerten. Einige Höhlen zeigen Ränder und Absätze, die der wechselnde Lavastand hinterließ, etwa der Balkon in der Balcony Cave. Die glatte, glänzende Haut vieler Wände ist die ursprüngliche Oberfläche der Schmelze.

Welche Höhlen im Lava Beds National Monument lohnen sich besonders?
Die Besucherliste umfasst 24 Höhlen, und sie unterscheiden sich stark. Als Einstieg dient die Mushpot Cave nahe dem Besucherzentrum. Danach ist die Valentine Cave die beste zweite Wahl. Ihre glatten, organisch geformten Wände zeigen die ursprünglichen vulkanischen Formen, als sei die Lava erst gestern erkaltet.
Die Skull Cave ist riesig und das Gegenstück dazu, denn ihr Boden besteht überwiegend aus Bruchstücken der einstigen Decke. Ein Weg, den das Civilian Conservation Corps anlegte, führt über lange Treppen in die Tiefe, wo ein Eisboden zu sehen ist. In der Sentinel Cave liegen zwei Eingänge, und die Höhle ist lang, mit tieferen Gängen für erfahrene Höhlenforscher. Die Heppe Ice Cave ist im Sommer ein Teich und im Winter eine Eisfläche, in der Merrill Ice Cave lag früher ein Eisboden, der groß genug zum Schlittschuhlaufen war.
Felsbilder besitzen die Big Painted Cave und die Symbol Bridge Cave. Die Sunshine Cave hat zwei Einbrüche, durch die Sonnenlicht in die Höhle fällt und Pflanzen wachsen. In der Golden Dome Cave schimmert die Decke golden, weil Licht an Wassertropfen reflektiert wird, die sich auf einer wasserabweisenden Bakterienschicht sammeln. In vielen Höhlen des Monuments ist diese Schicht zu sehen, und die Bakterien sind für Menschen harmlos, aber leicht zu beschädigen.
Schwieriger sind die Höhlen, in denen man kriechen muss. Dazu gehören die Labyrinth Cave und die Lava Brook Cave, die miteinander verbunden sind, und die Thunderbolt Cave mit einer Engstelle von 6 Zoll Breite auf Kniehöhe. Die Hopkins Chocolate Cave heißt so nach der schokoladenbraunen Lava an Decke und Wänden. Die Catacombs Cave ist sehr lang und lässt sich zunächst etwa 800 Fuß aufrecht gehen, danach liegt die Decke selten über 3 Fuß. Hercules Leg und Juniper sind zwei Höhlen, die durch das Wegräumen von Geröll in einer Einbruchgrube zu einer langen Tour verbunden wurden.
Welche Kegel, Schlote und Verwerfungen prägen die Oberfläche?
Die rundlichen Hügel, die im Monument Buttes heißen, sind Schlackenkegel. Sie entstehen, wenn stark unter Druck stehende Lava mit gelösten Gasen explosiv ausbricht und wie eine Fontäne in die Luft schießt. Die Lava kühlt in der Luft ab und fällt als Gesteinsbrocken zurück. Daraus wächst ein Hügel aus Schlacke, der den Schlot allmählich bedeckt. Sind die meisten Gase entwichen, sickert flüssige Lava aus dem Schlot oder am Fuß des Kegels aus und kann dabei die Flanke mitreißen.
Weil das lockere Gestein leicht erodiert, sind Schlackenkegel ohne Weg nicht zu betreten. Ein Weg führt auf Schonchin Butte. Er ist 0,7 Meilen lang, und oben steht ein Feuerausguck mit Aussicht auf die Berge, die Buttes und das Tule-Lake-Becken. Wasser gibt es auf dem Gipfel nicht.
Spritzkegel entstehen ähnlich, aber kleiner, mit Lava, die noch kaum abgekühlt ist. Sie verhält sich wie Gips, den man in die Luft wirft, ist dick und klebrig und baut schlotartige, klumpige Formen auf. Gute Beispiele sind Black Crater und die Fleener Chimneys. Bei Black Crater verstopfte die Lava den Schlot, so dass nur ein flacher Spritzkegel entstand. Bei den Fleener Chimneys sitzt der Pfropfen tiefer, daher bleiben tiefe Schächte.
Die steilen Hänge und Klippen am Rand haben tektonische Ursachen. Die Nordamerikanische Platte wird hier auseinandergezogen. Sie bricht entlang von Schwächezonen, und Keile von Land sinken zwischen den Spalten ab. Die gedehnte Platte brach am Gillem Bluff im Westen und an den Clear Lake Hills im Osten. Zusammen mit dem Gewicht des wachsenden Vulkans sank das Land zwischen diesen Störungen und bildete das Tule-Lake-Becken.

Wer waren die Modoc, deren Land das Monument ist?
Die Modoc lebten beiderseits der heutigen Grenze zwischen Kalifornien und Oregon, in Dörfern an den Ufern von Tule Lake, Lower Klamath Lake und Clear Lake. Ihr Land reichte rund 100 Meilen vom Mount Shasta bis zum Goose Lake. Menschen leben hier seit mehr als 11.000 Jahren. Die Modoc folgten den Jahreszeiten, bis 1826 die ersten Europäer und Amerikaner kamen.
Im Frühling zogen sie zu vorübergehenden Lagern am Lost River, der Tule Lake und Clear Lake verbindet. Dort standen Gruppen von Kuppelhütten aus Schilf, und sie fingen laichende Fische, sammelten Vogeleier, Wurzeln und Beeren. Im Sommer zogen sie in höhere Lagen südlich der Lavafelder, um zu jagen und Nüsse zu sammeln. Der Herbst war entscheidend, denn dann wurden Vorräte in die Winterdörfer an Seen und Flüssen gebracht. In jedem Dorf standen bis zu zwanzig Erdhäuser.
Wocus, die Samen einer Seerose, wurden in Steinmörsern zu Mehl gemahlen und waren ein Grundnahrungsmittel. Aus Binsen entstanden Körbe, Schlafmatten und Sandalen, aus Beifußrinde Körbe, Kleidung und Schuhe. Aus Binsen bündelten die Modoc auch leichte Boote, andere Kanus höhlten sie mit Feuer und Schaben aus. Die Bögen bestanden aus Wacholderästen mit Hirschsehnen als Sehne, die Pfeilspitzen aus Obsidian aus den Hochlagen. Gejagt wurden Maultierhirsche, Gabelböcke, Dickhornschafe und Wasservögel.
Die Welt war für die Modoc eine Scheibe, in deren Mitte das Ostufer des Tule Lake lag. Der Schöpfer Gmukamps schenkte den Menschen die Schwitzhütte, das Wissen über essbare und giftige Pflanzen und die Anweisungen zur Schamanenschaft. Heilige Orte waren der Mount Shasta und Petroglyph Point. Die Modoc waren ein kleines Volk mit selbständigen Gruppen, jede mit einem la’qi als Oberhaupt, der berät und Frieden hält. Wichtige Entscheidungen fällte eine Versammlung aller Erwachsenen.
Wie verlief der Modoc-Krieg von 1872 und 1873?
Der Modoc-Krieg war der einzige große Krieg gegen Indianer in Kalifornien und der einzige, in dem ein General fiel. Er dauerte sechs Monate, vom 29. November 1872 bis 1. Juni 1873. Den Modoc-Kriegern, 50 bis 60 an der Zahl, standen auf dem Höhepunkt bis zu 1.000 Soldaten gegenüber. Die meisten Schlachtfelder liegen heute im Monument.
Vorausgegangen war ein langer Streit. Siedler forderten, die Modoc auf die Klamath-Reservation zu verlegen, wo die Lage schlecht war und Spannungen mit den Klamath wuchsen. Kintpuash, den die Siedler Captain Jack nannten, verließ mit anderen die Reservation und bat um ein eigenes Reservat am Lost River. Im April 1870 kehrte er mit 371 weiteren Modoc in die Heimat zurück. Der Krieg begann am 28. November 1872, einen Tag nachdem Major John Green aus Fort Klamath abgerückt war, um die Modoc zurückzuführen.
Nach der Schlacht am Lost River flohen die Modoc über den Tule Lake in die Stronghold, eine natürliche Lavafestung mit tiefen Gräben und kleinen Höhlen. Rund 150 Männer, Frauen und Kinder lebten dort fünf Monate, auch im Winter. Am 17. Januar 1873 griffen mehr als 300 Soldaten und Freiwillige im dichten Nebel an. Sie kannten das Gelände nicht, froren und verirrten sich, und sie zogen sich zurück, nachdem sie Waffen, Munition und Tote zurückgelassen hatten. Die Modoc hatten einen klaren Sieg errungen.
Friedensgespräche scheiterten. Am 11. April 1873 stimmten die Modoc ab, ob sie die Friedenskommission töten sollten, und Captain Jack unterlag der Mehrheit. Am nächsten Tag erschoss er General E.R.S. Canby, und der Pastor Eleazar Thomas starb ebenfalls. Am 17. April nahmen Truppen die Stronghold ein und fanden sie leer, denn die Modoc waren nachts durch die Gräben nach Süden in die Lavafelder entkommen. Am 26. April tötete eine kleine Gruppe unter Scarfaced Charley zwei Drittel einer Patrouille von 69 Mann in 45 Minuten, bevor er den Kampf abbrach und die Überlebenden ziehen ließ.
Am 10. Mai erlitten die Modoc ihre erste Niederlage, am 22. Mai ergab sich die Hot-Creek-Gruppe. Im Austausch gegen Amnestie spürte sie Captain Jack auf, der sich am 1. Juni ergab. Am 3. Oktober 1873 wurden Captain Jack, Schonchin John, Black Jim und Boston Charley gehängt. Zwölf Tage später brachte man 163 Modoc als Kriegsgefangene nach Oklahoma, und ihre Zahl sank um ein Drittel. Insgesamt kamen 53 Soldaten, 17 Zivilisten, zwei Warm-Springs-Späher, fünf Modoc-Frauen und -Kinder sowie 15 Modoc-Krieger ums Leben.
Was zeigen die Felsbilder am Petroglyph Point?
Im Monument gibt es zwei Arten von Felsbildern. Petroglyphen sind eingeritzt oder gepickt, Piktogramme sind gemalt. Alles liegt im Land der Modoc und ihrer Vorfahren. Am Petroglyph Point im Nordosten finden sich über 5.000 einzelne Ritzungen, eine der größten Sammlungen von Felsbildern in Kalifornien. Der Ort war eine Insel im Tule Lake, bevor der See im 20. Jahrhundert für die Landwirtschaft trockengelegt wurde.
Piktogramme liegen eher landeinwärts, wo das Gestein härter ist und Sonnenlicht eine Lavabrücke oder einen Höhleneingang erhellt. Beispiele zeigen Symbol Bridge und Big Painted Cave. Die meisten sind zwischen etwa 1.500 und 400 Jahre alt. Das Pigment ist überwiegend schwarz aus Holzkohle mit Tierfett und weiß aus Ton, selten rot. Geometrische Muster herrschen vor, und manche tauchen auch auf Haushaltsgegenständen aus der nahen Fundstelle Nightfire Island auf, die bis zu 5.000 Jahre alt sind.
Wofür die Zeichen stehen, ist nicht überliefert. Sicher ist nur, dass es keine Schrift ist. Petroglyph Point ist der Mittelpunkt einer Schöpfungsgeschichte der Modoc. Auf dem Fels finden sich auch einige japanische Schriftzeichen, die im Zweiten Weltkrieg inhaftierte Japanisch-Amerikaner einritzten. Seit den 1930er Jahren schützt ein Zaun die Ritzungen am Petroglyph Point.

Was baute das Civilian Conservation Corps im Monument?
Das Gillems Camp, eines der Hauptlager des Modoc-Kriegs, wurde sechzig Jahre nach dem Abzug der Armee Mittelpunkt des Camp Tulelake. Dort lebten die Männer des Civilian Conservation Corps, das 1933 als Hilfsprogramm der Weltwirtschaftskrise entstand. Sie dienten sechs Monate, die meisten blieben zwei Jahre, und sie bekamen 30 Dollar im Monat, von denen 25 nach Hause gingen. Die Gruppen umfassten bis zu 150 junge Männer.
Sie bauten die Straßen im Monument, verlegten die ersten Strom- und Telefonleitungen und errichteten Verwaltungsgebäude am Indian Well, wo heute das Besucherzentrum steht. Sie legten Teile des Campingplatzes und Picknicktische an, die noch stehen. Dutzende Wege durch die Lavaröhren gehen auf sie zurück. Ohne schwere Maschinen räumten sie über zehn Millionen Kubikyards Erde und Schutt aus Höhlen nahe dem Besucherzentrum, setzten Leitern und Treppen ein und erweiterten gelegentlich Öffnungen mit Dynamit. Das Lager schloss im Frühjahr 1942.
Welche Tiere und Pflanzen leben in der Hochwüste?
Sechzehn Fledermausarten leben in den Höhlen, an den Felswänden und in den Wäldern. Zwei Amphibienarten gibt es trotz warmer, trockener Sommer und fehlender Gewässer, darunter die Borealkröte. Westliche Klapperschlangen und Eidechsen sind häufig, Kängururatten und Berglöwen gehören zu den Säugetieren, und in tiefen, dunklen Höhlen leben einige Krebstiere und andere wirbellose Tiere. Die Becken von Klamath und Tulelake bieten Zugvögeln und ganzjährigen Arten Lebensraum.
Die Vegetation mischt verbreitete, an trockene, warme Sommer und kühle Winter angepasste Arten mit Pflanzen kleiner Sonderstandorte. Wildblumen blühen von frühem Frühling bis spätem Herbst. Farne wachsen im feuchten Schatten an Höhleneingängen. Bitterbrush wächst im offenen Gelände, und kleine Unterschiede in Höhe, Boden, Schatten und Lava schaffen sehr verschiedene Wuchsbedingungen.
Besonders wichtig ist der Schutz der Fledermäuse vor der Weißnasenkrankheit, einer Pilzerkrankung, die sich über Kleidung und Ausrüstung verbreiten kann. Wer zuvor in Höhlen östlich der Rocky Mountains, in Kanada, Europa oder China war, informiert sich vor dem Besuch über die Krankheit. Zur Ausrüstung gehören ein Helm, mehrere Lichtquellen, lange Hosen und festes Schuhwerk.
Wo liegt das Lava Beds National Monument?
Das Monument liegt im Nordosten Kaliforniens, nahe der Grenze zu Oregon, am Südrand des Tule-Lake-Beckens auf den Flanken des Medicine Lake Volcano.
Wie viele Höhlen gibt es?
Es gibt mehr als 800 Lavahöhlen. Die Besucherliste umfasst 24 Höhlen, von der leichten Mushpot Cave bis zu engen Kriechhöhlen wie Thunderbolt.
Wie entsteht eine Lavaröhre?
Die Oberfläche eines Lavaflusses erstarrt, während darunter weiter flüssige Lava fließt. Versiegt der Nachschub, läuft die Röhre leer und lässt einen hohlen Abguss zurück.
Was war die Stronghold im Modoc-Krieg?
Eine natürliche Lavafestung mit tiefen Gräben und kleinen Höhlen. Rund 150 Modoc lebten dort fünf Monate, und die Armee scheiterte am 17. Januar 1873 an ihr.
Wie alt sind die Felsbilder?
Die meisten Piktogramme sind zwischen etwa 1.500 und 400 Jahre alt. Am Petroglyph Point stehen über 5.000 eingeritzte Zeichen, die sich nicht einzeln datieren lassen.
Ist der Medicine Lake Volcano noch aktiv?
Der Vulkan ruht, ist aber wegen der Ausbrüche vor 950 und 1.200 Jahren ein aktiver Vulkan. Seismische Aktivität und Plattenbewegung zeigen, dass er wieder ausbrechen wird.
Weitere Vulkanlandschaften im Westen zeigen der Lassen-Volcanic-Nationalpark und die Craters of the Moon. Wann der Besuch passt, steht bei der besten Reisezeit.
