Katmai-Nationalpark
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Katmai-Nationalpark

Der Katmai-Nationalpark auf der Alaska-Halbinsel schützt das Gebiet um den Vulkan Novarupta, der 1912 die größte Eruption des 20. Jahrhunderts auslöste. Im Brooks River springen jedes Jahr 200.000 bis 400.000 Rotlachse über die Wasserfälle, und Braunbären fischen sie aus der Luft. Das Tal der Zehntausend Rauchsäulen, über ein Dutzend aktive Vulkane und 9.000 Jahre Besiedlung machen den Park einzigartig.

Der Katmai-Nationalpark gehört zu den eindrucksvollsten Wildnisgebieten in Alaska. Keine Straße führt hierher. Wer kommt, landet mit dem Wasserflugzeug auf einem See, geht zu Fuß über eine Brücke zum Brooks River und sieht Braunbären im Wasser stehen, die Lachse im Sprung fangen. Wenige Kilometer weiter liegt eine graue Aschewüste, in der 1912 eines der gewaltigsten Naturereignisse der neueren Erdgeschichte stattfand.

Diese Seite erklärt, wie der Park aufgebaut ist, was 1912 am Novarupta geschah, warum der Lachs das ganze Ökosystem trägt, wie Braunbären, Wölfe, Seeotter und Wale leben, welche Vögel und Pflanzen hier vorkommen und welche Geschichte die Alutiiq und spätere Siedler mit dem Land verbindet. Die Einreise erfolgt wie bei allen Zielen in den USA mit der ESTA.

Was sollten Sie über den Katmai-Nationalpark wissen?

Der Park liegt auf der nördlichen Alaska-Halbinsel, nordwestlich der Insel Kodiak und südwestlich von Homer. Die Verwaltung sitzt in King Salmon, rund 470 Kilometer südwestlich von Anchorage. Der Park trägt den vollen Namen Katmai National Park and Preserve: Ein Teil der Fläche ist Nationalpark, ein Teil Schutzgebiet (Preserve), in dem die ländliche Bevölkerung weiterhin der Subsistenzwirtschaft nachgehen darf.

ThemaWertHinweis
Gründung1918als National Monument zum Schutz des vulkanisch verwüsteten Gebiets
Nationalpark und Preserve1980nach mehrfacher Erweiterung der Grenzen
Lachse am Brooks Falls200.000 bis 400.000 Rotlachse pro JahrSprung über den Wasserfall
Säugetierarten42von der Küste bis zur Tundra
Pflanzenartenüber 700dokumentiert
Aktive Vulkanemindestens 14Alaska-Halbinsel insgesamt rund 80 Vulkanzentren
Besiedlungüber 9.000 JahreBrooks River fast 5.000 Jahre genutzt

Das Gelände ist von der Straße aus nicht erreichbar. Die meisten Besucher fliegen mit Linienflügen von Anchorage nach King Salmon und steigen dort auf ein Wasserflugzeug oder ein Boot um. Die Pazifikküste erreichen Sie nur per Charterflugzeug oder Boot.

Was geschah 1912 am Novarupta?

Am 6. Juni 1912 gegen 13 Uhr begann am Novarupta eine plinianische Eruption, die bis zum 8. Juni dauerte. Es war die größte Eruption des 20. Jahrhunderts und eine der fünf größten der aufgezeichneten Geschichte. Nur der Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 übertraf sie zuletzt. Etwa 13 Kubikkilometer Magma traten aus, rund 30-mal so viel wie beim Ausbruch des Mount St. Helens 1980.

Die Aschesäule stieg über 32 Kilometer hoch. Auf der Insel Kodiak blieb es fast drei Tage dunkel, und das Sonnenlicht war rund 60 Stunden lang verdeckt. Das Dorf Katmai wurde fast vollständig von Asche begraben; eine Flut im Jahr 1916 zerstörte, was davon übrig war. Pyroklastische Ströme und Schwaden bedeckten rund 120 Quadratkilometer Land.

Das Überraschende: Nicht der Krater des Novarupta, sondern der zehn Kilometer entfernte Mount Katmai brach in sich zusammen. Das Magma floss unterirdisch zum Novarupta, der Gipfel des Katmai verlor seine Stütze und stürzte ein. Die entstandene Caldera war ursprünglich drei Kilometer breit und 600 Meter tief. Heute füllt ein See von mehr als 250 Metern Tiefe die Caldera; er füllt sich seit den späten 1910er-Jahren.

Der Schlot des Novarupta misst etwa zwei Kilometer im Durchmesser. In seiner Mitte wuchs ein Lavadom von 380 Metern Breite und 65 Metern Höhe. Asche und Bimsstein liegen in der Nähe des Schlots mehrere hundert Fuß dick.

Graue Aschelandschaft mit erodierten Rinnen unter einem Vulkan in Alaska

Warum heißt das Tal der Zehntausend Rauchsäulen so?

Das Tal der Zehntausend Rauchsäulen (Valley of Ten Thousand Smokes) umfasst 40 Quadratmeilen, also rund 100 Quadratkilometer. Das Tal des Ukak River war vor 1912 mit Sträuchern und Tundra bewachsen und wurde von den Alutiiq genutzt. Innerhalb weniger Stunden verwandelte es sich in eine Aschewüste, aus der Tausende Fumarolen aufstiegen, Öffnungen, aus denen Dampf und Gas strömen.

Der Botaniker Robert F. Griggs erreichte das Tal 1916 mit einer Expedition der National Geographic Society, nach einem langen, beschwerlichen Marsch über den Katmai-Pass. Er gab dem Gebiet seinen Namen und beschrieb die Entdeckung 1922 in seinem Buch. Griggs hielt die Fumarolen zunächst für dauerhaft und erwartete eine Konkurrenz zu den Geysiren von Yellowstone. Doch schon in den 1930er-Jahren waren die meisten Öffnungen erkaltet. Seine Expeditionen führten dazu, dass 1918 das Katmai National Monument ausgerufen wurde.

Heute erodiert die Asche an vielen Stellen zu fein gezeichneten Badlands. Säurehaltige Dämpfe haben die Asche zu bunten Tonen umgewandelt, und erloschene Fumarolen stehen als kleine Schornsteine dort, wo das umgebende Material abgetragen wurde. Die Mondlandschaft war so eindrucksvoll, dass die NASA hier 1965 und 1966 Apollo-Astronauten in Geologie schulte. Das Tal liegt rund 37 Kilometer von Brooks Camp entfernt.

Welche weiteren Vulkane liegen im Park?

Im Park liegen über ein Dutzend aktive und viele ruhende Vulkane, mindestens 14 sind aktiv. Die Vulkane begannen sich vor einigen hunderttausend Jahren zu bilden. Sie entstehen, weil sich die Pazifische Platte mit rund 6 Zentimetern pro Jahr unter die Nordamerikanische Platte schiebt. Auf der Alaska-Halbinsel und den Aleuten stehen rund 80 große Vulkanzentren; fast 10 Prozent der historischen Ausbrüche am Pazifischen Feuerring ereigneten sich in Alaska.

VulkanEreignisZeitraum
Novaruptaplinianische Eruption6. bis 8. Juni 1912
Mount TridentLavaströme, Explosionen1953 bis 1974
Southwest Tridentneu entstanden bei Ausbrüchen1953 bis 1960
Fourpeakedkleine phreatische Eruptionen17. September 2006
Mount Martinsaurer Gipfelsee, viele Fumarolenaktive Fumarolen

Der Mount Trident förderte 1953, 1957, 1958 und im Winter 1959/60 Lava, Explosionen setzten sich bis 1974 fort. Beim Fourpeaked-Vulkan folgten auf die kleinen Eruptionen vom 17. September 2006 Unruhen bis zum 24. Oktober 2006. Mehr als 20 seismische Messstationen und zwei Webcams überwachen die Vulkane des Parks.

Die Landschaft rund um diese Berge bietet viele Gegensätze. Über den Seggenwiesen der Hallo Bay erheben sich gletscherbedeckte Vulkane. Aus der Luft sehen Besucher Seen, tiefe Täler und Moränen neben einem schroffen Rückgrat aus aktiven Vulkanen.

Wie ist die Landschaft aufgebaut?

Der Park gliedert sich in zwei Landschaftsprovinzen: die Aleuten-Kette und das Tiefland von Nushagak und Bristol Bay. Die Aleuten-Kette besteht wiederum aus drei Teilen, der Küste an der Shelikof Strait, dem Gebirge selbst und der Seenregion rund um den Naknek Lake. Das Tiefland betrifft nur den Südwesten des Parks und gehört zur Küstenebene der Bristol Bay.

Die Küste an der Shelikof Strait ist rund 800 Kilometer lang und besteht aus Buchten, Stränden und verwinkelten Fjorden, aber auch aus breiten Küstenebenen. Steile Klippen fallen ins Meer, Flüsse stürzen durch Canyons auf die Strände. Cape Douglas ragt als Landzunge in die Meerenge. Die höchsten Vulkane der Aleuten-Kette steigen dicht an der Küste steil auf mehr als 2.100 Meter.

Der Naknek Lake bildet den Mittelpunkt eines weiten Seensystems, das in von Gletscherablagerungen aufgestauten Tälern entstand. Die Seen im Osten sind von Bergen umgeben, die über 900 Meter über den Wasserspiegel ragen. Nach Westen wird die Landschaft offener und geht in die Küstenebene der Bristol Bay über, mit vielen schlecht entwässerten Seen, Toteislöchern und etwas Permafrost.

Gletscher gibt es auf beiden Seiten der Wasserscheide. Einige an der Ostküste reichen fast bis auf Meereshöhe. Die größten Gletscher des Parks sind drei bis vier Meilen breit und zehn bis zwölf Meilen lang, also fünf bis sechs Kilometer breit und 16 bis 19 Kilometer lang. Durch die Aleuten-Kette führen nur wenige flache Übergänge: der Katmai-Pass, der Kaguyak-Pass und der Kanatak Trail beim Becharof Lake.

Warum trägt der Lachs das ganze Ökosystem?

Der Rotlachs (Sockeye, Oncorhynchus nerka) wiegt im Durchschnitt fünf bis sieben Pfund, also etwa 2,3 bis 3,2 Kilogramm. Die Wanderung beginnt Ende Juni. Bis Ende Juli sind etwa eine Million Fische aus der Bristol Bay in das Naknek-System aus Seen und Flüssen gezogen. Gelaicht wird von August bis Oktober in Bächen mit lockerem Kies und gleichmäßigem Winterabfluss.

Der Lebenszyklus ist kurz und hart: Zwei oder drei Jahre verbringen die Fische im Meer, kehren in ihren Geburtsbach zurück, laichen und sterben. Wenn sie im Süßwasser nicht mehr fressen, färben sie sich rot, bekommen einen Buckel und einen verlängerten Kiefer. Die Jungfische schlüpfen im Frühjahr aus dem Kies, leben etwa zwei Jahre in größeren Seen und wandern dann ins Meer.

Der Lachs ernährt Braunbären, Weißkopfseeadler und Regenbogenforellen und versorgt indirekt viele weitere Bewohner der Bäche. Am Brooks Falls springen 200.000 bis 400.000 Rotlachse pro Jahr über die Fälle. Am Mündungsgebiet des Brooks River sammeln sich laichreife Fische in dichten Schwärmen.

Neben dem Lachs leben im Park Regenbogenforellen, die als Verwandte der Lachse in allen Flüssen vorkommen. Sie werden sechs bis 16 Zoll (15 bis 40 Zentimeter) lang und bis zu 11 Jahre alt. Die Seeforelle (Salvelinus namaycush) steht an der Spitze der Nahrungskette im Süßwasser, wiegt im Durchschnitt neun bis zehn Pfund und wird bis zu 25 Jahre alt. Sie bevorzugt Wasser von 4 bis 13 Grad. Das Southwest Alaska Network untersucht Seeforellen, um Quecksilber in den Seen zu überwachen.

Rotlachse im flachen Fluss am Rand eines Waldes

Wie leben die Braunbären von Katmai?

Braunbären stehen im Zentrum des Schutzes im Park. Sie leben im ganzen Küsten- und Seengebiet. Ein Braunbär wird im Durchschnitt etwa 20 Jahre alt, der älteste dokumentierte rund 35 Jahre. Die Schulterhöhe beträgt 0,9 bis 1,5 Meter, die Körperlänge 2,1 bis 3 Meter. Erwachsene Männchen wiegen im Frühjahr 272 bis 408 Kilogramm und am Ende des Herbsts über 454 Kilogramm, Weibchen etwa ein Drittel weniger.

Weibchen bekommen ein bis vier Junge, die zwei bis drei Jahre bei der Mutter bleiben. Am Brooks River tauchen und schnorcheln die Bären, um Lachse zu fangen; im Juli stehen sie oft auf der Kante des Brooks Falls und fangen die springenden Fische. Am häufigsten sind Bären an Brooks Camp im Juli und im September; im Juli fischen viele am Wasserfall, der etwa 1,9 Kilometer vom Besucherzentrum entfernt liegt, im September versammeln sich die meisten an der Mündung des Brooks River.

Zum Beobachten gibt es drei Plattformen: eine am Brooks Falls, eine etwa 100 Yards (rund 90 Meter) flussabwärts an den Riffles und eine am unteren Fluss nahe der Brooks Lodge. Im Juli ist der Andrang am Wasserfall groß.

Reisetipp Planen Sie Brooks Camp nicht als Tagesausflug mit knappem Zeitpuffer: Wetter und Flugbetrieb bestimmen, ob und wann Sie zurückkommen. Rechnen Sie bei Hin- und Rückreise Reservetage ein.

Welche weiteren Tiere leben im Park?

Im Park sind 42 Säugetierarten dokumentiert. Neben Braunbär und Elch leben dort Karibu, Rotfuchs, Wolf, Luchs, Vielfraß, Fischotter, Nerz, Marder, Wiesel, Baumstachler, Schneeschuhhase, Rothörnchen und Biber. An der Küste kommen Seelöwen, Seeotter, Seehunde und Schweinswale vor. In der Shelikof Strait vor der Parkgrenze ziehen manchmal Belugas, Orcas und Grauwale vorbei.

Wölfe sind im ganzen Park gesehen worden, über ihre Zahl ist wenig bekannt. An der Küste jagen sie Seeotter und Seehunde, am Brooks Camp fischen sie neben den Bären. Rüden wiegen im Durchschnitt 48 Kilogramm, Weibchen 40 Kilogramm, und ihr Revier können Rudel bis zu 48 Kilometer durchqueren.

Der Seeotter ist ein Schlüsselart an der Küste. Er wird vier bis fünf Fuß lang (1 bis 1,5 Meter), wiegt bis zu 45 Kilogramm und hält sich mit einem sehr dichten Fell warm statt mit Speck. Weibchen bekommen meist ein Junges, das fünf bis zwölf Monate bei der Mutter bleibt. Das Southwest Alaska Network beobachtet die Seeotter entlang der Küste.

Buckelwale zeigen sich in der Shelikof Strait. Männchen messen im Mittel etwa 13 Meter, Weibchen etwa 15 Meter; sie fressen fast 23 Stunden am Tag, bis zu einer halben Tonne Nahrung, und überwintern vor Hawaii und Mexiko. Ein Kalb ist bei der Geburt etwa fünf Meter lang und wiegt rund zwei Tonnen.

Kratersee in einer Vulkancaldera mit steilen Wänden

Welche Vögel und Pflanzen gibt es?

Die Alaska-Halbinsel zählt zu den besten Vogelgebieten Nordamerikas, besonders zur Frühjahrswanderung und Brutzeit. Ganzjährig leben dort Birkenzeisige, Fichtenhühner, Alpen- und Moorschneehühner, Uhus, Raben, Unglückshäher, Elstern und Meisen. Am Tiefland der Bristol Bay brüten Gelbschenkel, Hudsonschnepfen und Singschwäne, dazu viele Entenarten.

Die Küstenseeschwalbe, ein Zugvogel, der 20.000 Meilen im Jahr zurücklegt, brütet auf Kiesbänken am Seeufer. Kragenenten nisten an schnellen Bächen. Austernfischer sind im Gezeitenbereich häufig, Hornlund und Gelbschopflund, Dreizehenmöwen und Trottellummen brüten an Felsküsten. Im Winter bleiben nur wenige Seevögel, dafür sammeln sich Schellenten und Kragenenten. Weißkopfseeadler fressen an den Lachsbächen mit Raben, Elstern und Möwen.

Mehr als 700 Pflanzenarten sind im Park dokumentiert; Moose und Flechten bilden die Basis der Lebensräume. Die Pflanzen tragen auch zur Ernährung der Menschen bei: Die Spitzen der Weißfichte lassen sich roh, eingelegt, gebacken oder als Tee essen. Farnwedel werden gebraten oder gekocht. Preiselbeeren werden für Marmelade, Sirup und Akutaq verwendet, Weidenröschen für Salate und Tee. Der Riesen-Bärenklau kann auf der Haut schwere Blasen verursachen, und der Labradortee ist in größeren Mengen giftig.

Welche Menschen prägten das Land?

Im Gebiet leben seit über 9.000 Jahren Menschen. Den Brooks River nutzten sie fast 5.000 Jahre lang. Vor 1912 gab es vier ganzjährig bewohnte Dörfer und viele Saisonlager: Savonoski, Kaguyak (Douglas), Kukak und Katmai. Die Asche des Ausbruchs zwang die Bewohner, an anderen Stellen der Alaska-Halbinsel neu zu siedeln.

Die Nachfahren der Alutiiq leben heute in South Naknek, Naknek, King Salmon, Kokhanok, Igiugig, Levelock, Egegik, Chignik und Perryville. Sie jagen, fischen und sammeln Beeren wie ihre Vorfahren. Das Gesetz zur Erweiterung des Parks, der Alaska National Interest Lands Conservation Act, erlaubt der ländlichen Bevölkerung die Subsistenz im Schutzgebiet. Einheimische sitzen in Beiräten, die das Management des Parks beraten.

Zwei Stätten sind National Historic Landmarks: der Brooks River und die Amalik Bay. Es gibt nur 50 solche Landmarks in Alaska. Brooks Camp ist die einzige dokumentierte Kulturlandschaft des Parks; dort steht die Rekonstruktion eines halb unterirdischen Hauses. Fure’s Cabin zeigt als Besucherstätte, wie das Leben an einem abgelegenen Ort Alaskas im frühen 20. Jahrhundert aussah. Im Park liegen Hunderte archäologische und historische Stätten; die Sammlung des Parks umfasst mehr als 400.000 Objekte.

Wie planen Sie die Reise zum Katmai-Nationalpark?

Der Park ist ganzjährig geöffnet, aber nur auf dem Luft- oder Wasserweg erreichbar. Linienflüge verbinden Anchorage mit King Salmon, Lufttaxis fliegen von Anchorage, Dillingham, Homer, King Salmon und Kodiak. Von Naknek und King Salmon führt auch eine Bootsverbindung auf dem Naknek River und dem Naknek Lake nach Brooks Camp.

Wer Bären sehen möchte, fährt wegen des Rhythmus der Lachswanderung im Juli oder September. Dazu passt der Überblick zur besten Reisezeit in Nordamerika. Andere Alaska-Parks ergänzen Katmai: Der Denali-Nationalpark liegt im Landesinneren, der Glacier-Bay-Nationalpark und die Kenai Fjords am Meer. Einen Überblick bietet die Seite zu den Nationalparks der USA.

Gutes Schuhwerk, wasserdichte Kleidung und Respekt gegenüber den Bären sind Pflicht. Befolgen Sie die Regeln des Parks zu Abstand und Verhalten und halten Sie Ihre Verpflegung immer sicher verwahrt.

Wie groß war der Ausbruch von 1912?

Der Novarupta förderte rund 13 Kubikkilometer Magma, etwa 30-mal so viel wie der Mount St. Helens 1980. Die Aschesäule stieg über 32 Kilometer hoch, und auf Kodiak blieb es fast drei Tage dunkel.

Wann sieht man die meisten Bären am Brooks River?

Am häufigsten sind Bären im Juli, wenn sie am Brooks Falls fischen, und im September, wenn sie sich an der Flussmündung versammeln. Im Juni und August sind meist wenige oder keine zu sehen.

Wie kommt man in den Park?

Es gibt keine Straße. Linienflüge führen von Anchorage nach King Salmon, von dort geht es mit Wasserflugzeug oder Boot weiter. Die Pazifikküste ist nur per Charterflugzeug oder Boot erreichbar.

Ist der Vulkan Novarupta noch aktiv?

Im Park liegen mindestens 14 aktive Vulkane, die von mehr als 20 Messstationen überwacht werden. Der Novarupta selbst war 1912 aktiv; zuletzt kam es 2006 am Fourpeaked zu kleinen Eruptionen.

Wie viele Säugetierarten leben im Park?

Im Park sind 42 Säugetierarten dokumentiert, darunter Braunbär, Elch, Wolf, Karibu, Seeotter und Seelöwe.

Wer lebte vor 1912 im Gebiet?

Vier ganzjährig bewohnte Dörfer lagen im Gebiet: Savonoski, Kaguyak, Kukak und Katmai. Ihre Bewohner waren überwiegend Alutiiq und siedelten nach dem Ausbruch an anderen Orten der Alaska-Halbinsel.

Weitere Naturziele finden Sie unter Natur und Nationalparks.

Passend dazu: Lake-Clark-Nationalpark.