Das Dinosaur National Monument liegt an der Grenze von Colorado und Utah im Norden des Colorado-Plateaus. Am Carnegie Quarry fand Earl Douglass 1909 die ersten Knochen einer Fundstelle aus dem späten Jura. Dazu kommen die Canyons von Green River und Yampa River, Felsbilder der Fremont-Kultur und mehr als 200.000 Acres Wildnis mit 24 sichtbaren Gesteinsschichten.
Was sollten Sie über das Dinosaur National Monument wissen?
Wie wurde der Carnegie Quarry entdeckt?
Wie sah die Welt der Dinosaurier im Jura aus?
Welche Dinosaurier lagen im Carnegie Quarry?
Warum prägen Green River und Yampa River die Landschaft?
Was war der Streit um den Echo-Park-Damm?
Welche Felsbilder hinterließen die Fremont?
Welche Tiere und Pflanzen leben im Monument?
Häufige Fragen
Wer in Utah bei Jensen vor der Felswand des Quarry steht, blickt auf Knochen, die vor rund 150 Millionen Jahren in einem Flussbett landeten. Die Fossilien liegen frei im Sandstein. Doch das Dinosaur National Monument ist mehr als ein Fossilienfeld. Der Green River und der Yampa River haben sich durch Berge gegraben und hinterließen Canyons, durch die John Wesley Powell 1869 fuhr.
Diese Seite erklärt, wie der Carnegie Quarry entdeckt und ausgegraben wurde, welche Dinosaurier und Begleittiere dort lagen und wie das Ökosystem des Jura aussah. Sie führt zu den Felsbildern der Fremont, zu den Flussfahrern am Green River und zum Streit um den Echo-Park-Damm, der Umweltgeschichte schrieb. Zur Einreise in die USA gehört für viele Reisende die ESTA.
Was sollten Sie über das Dinosaur National Monument wissen?
Das Monument liegt am Nordrand des Colorado-Plateaus, dort, wo mehrere geografische und biologische Regionen zusammentreffen: das Wyoming-Becken, das Great Basin, die zentralen Rocky Mountains und das Colorado-Plateau. Das erklärt die Artenvielfalt. Die Postadresse lautet Dinosaur in Colorado, der berühmte Steinbruch liegt jedoch bei Jensen in Utah.
| Thema | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Fläche | mehr als 200.000 Acres | Canyons, Berge, Flüsse und Becken |
| Höchster Punkt | Zenobia Peak, 9.005 Fuß | 2.745 Meter |
| Gesteinsschichten | 24 | eine der vollständigsten Abfolgen im Nationalpark-System |
| Tierarten | fast 400 | Säugetiere, Amphibien, Reptilien, Vögel, Fische |
| Pflanzenarten | mehr als 600 | darunter der Dinosaur-Tragant, nur hier zu finden |
| Museumsstücke | mehr als 45.000 | katalogisierte Objekte |
| Gründung | 4. Oktober 1915 | 80 Acres rund um den Steinbruch |
Das Monument wurde gegründet, um die Dinosaurierfossilien in der Landschaft zu schützen. Die Erweiterung schützte später die Flusskorridore.
Wie wurde der Carnegie Quarry entdeckt?
Am 17. August 1909 fand der Paläontologe Earl Douglass im Auftrag des Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh acht verbundene Schwanzwirbel eines Apatosaurus. Die Stelle bei Jensen wurde zum Carnegie Quarry. Zu seinen ersten Helfern gehörte George Goodrich aus dem Uintah-Becken. Schon am 22. August kamen die ersten Besucher, sogar aus Neuseeland.
Die Grabungen dauerten von 1909 bis 1924. Dabei kamen zehn weitgehend vollständige Skelette, 14 Schädel und zwei neue Dinosaurierarten ans Licht, dazu ein neues Mini-Krokodil aus dem Jura und eines der besten Sauropoden-Exemplare, die je gefunden wurden. Bis 1916 waren 31 Dinosaurier geborgen, fünf davon vollständig genug zum Aufstellen. Direktor des Museums war William J. Holland. Als Andrew Carnegie im August 1919 starb, zog das Museum die Finanzierung zurück. Das Smithsonian und die University of Utah gruben die restlichen Knochen aus. Bis 1924 war der größte Teil der sichtbaren Fossilien geborgen.
Die Rechtslage war nicht einfach. Douglass hatte 1909 und 1911 Bergbauansprüche angemeldet. Das Innenministerium wies den Anspruch von 1911 im August 1915 zurück, und im Oktober desselben Jahres erklärte Präsident Woodrow Wilson den Steinbruch samt 80 Acres zum National Monument. Er stützte sich auf den Antiquities Act.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1909 | Douglass findet acht Schwanzwirbel eines Apatosaurus |
| 1915 | Präsident Wilson gründet das Monument |
| 1924 | Die meisten sichtbaren Fossilien sind geborgen |
| 1931 | Douglass stirbt im Januar |
| 1933–1938 | Die WPA verbreitert und vertieft die Fundstelle |
| 1938 | Präsident Roosevelt erweitert das Monument um 200.000 Acres |
| 1958 | Das Quarry Exhibit Hall wird eröffnet |
Von 1933 bis 1938 erweiterte die WPA die Stelle und ließ eine 10 Fuß dicke Tonschicht stehen, die die Knochen schützte. 1952 nahm der Nationalpark-Dienst die Grabungen wieder auf. 1958 öffnete das Quarry Exhibit Hall. In der zentralen Wand, die etwa 20 Fuß tief und 150 Fuß lang ist, blieben die Knochen im Fels. Die Arbeit an der Wall of Bones dauerte rund 35 Jahre.

Wie sah die Welt der Dinosaurier im Jura aus?
Die Fossilien liegen in der Morrison-Formation, einer Gesteinsabfolge aus dem späten Jura vor rund 163,5 bis 145 Millionen Jahren. Sie ist nach Morrison in Colorado benannt, wo sie zuerst beschrieben wurde, und reicht über den Westen der USA. Der Carnegie Quarry liegt im Brushy-Basin-Member. Damals war die Gegend eine große, flache Überschwemmungsebene mit rötlichem, graugrünem und purpurnem Schlammstein. Er enthält viel Bentonit, einen Ton aus vulkanischer Asche, denn im Süden und Westen lagen Vulkane. Aus Kristallen in der Asche haben Forscher das Alter der Fossilien bestimmt.
Die Kontinente begannen sich von Pangäa zu lösen, Nordamerika lag weiter südlich als heute, und die Rocky Mountains hoben sich noch nicht. Das Klima war wärmer und feuchter. Das Land war ein üppiger Wald und Buschland, von großen Flüssen durchzogen. Die Fossilien belegen mindestens drei schwere Dürren, jeweils gefolgt von Überschwemmungen. Muscheln der Familie Unionidae, die häufigsten Fossilien im Steinbruch, starben mit offenen Schalen, als der Fluss austrocknete.
Farne, Palmfarne, Ginkgos, Schachtelhalme und große Nadelbäume prägten die Pflanzenwelt. Manche Nadelbäume konnten es mit den heutigen höchsten Redwoods aufnehmen. Gräser und Blumen gab es noch nicht. Fast alle Fossilien des Brushy Basin liegen im Sandstein, auch die im Quarry Exhibit Hall. Flüsse begruben die Knochen schnell, und Mineralien füllten ihre Poren. Später hob sich das Gebirge, bog die Schichten zu einer Antiklinale auf, und die Erosion legte die Morrison-Schicht frei.
Welche Dinosaurier lagen im Carnegie Quarry?
Die Wall of Bones enthält vor allem Sauropoden, dazu drei Theropodenarten. Viele Knochen liegen verstreut, einige tragen Spuren von Aasfressern. Die Tiere starben zu unterschiedlichen Zeiten, nicht in einem einzigen Ereignis. Als nach Dürren die Fluten zurückkehrten, spülten sie Knochen flussabwärts und lagerten sie an Biegungen und Sandbänken ab, so bildete sich die Wand.
| Art | Gruppe | Merkmal |
|---|---|---|
| Apatosaurus louisae | Sauropode | größter Dinosaurier des Morrison-Ökosystems |
| Camarasaurus lentus | Sauropode | häufigster großer Dinosaurier im Steinbruch |
| Diplodocus longus | Sauropode | bis zu 92 Fuß (28 m) lang, der längste |
| Barosaurus lentus | Sauropode | Hals länger als der Schwanz |
| Allosaurus fragilis | Theropode | häufigster großer Raubsaurier |
| Torvosaurus tanneri | Theropode | größter Raubsaurier im Steinbruch |
| Stegosaurus | Ornithischier | Rückenplatten, vier Schwanzstacheln |
| Dryosaurus elderae | Ornithischier | kleinster Pflanzenfresser, Rückenborsten |
Ceratosaurus ist im Quarry nur durch wenige kleine Knochen belegt. Eine zweite Allosaurus-Art, Allosaurus jimmadseni, stammt aus einer Schicht, die etwa fünf Millionen Jahre älter ist als die übrigen Dinosaurier des Steinbruchs. Camptosaurus aphanocetes war einer der kleineren Pflanzenfresser.
Neben den Dinosauriern lebten Tiere, die heute fast vergessen sind. Die Schildkröten Dinochelys whitei und Glyptops plicatulus sind belegt. Hoplosuchus kayi, ein Krokodil von nur etwa 20 Zentimetern Länge, wurde 1917 vom zehnjährigen Jesse York gefunden. Opisthias rarus war ein etwa 30 Zentimeter langer Verwandter der neuseeländischen Brückenechse, der einzigen lebenden Schnabelkopfechse. Rhadinosteus parvus war ein Frosch von etwa einem Zentimeter Länge, Iridotriton hechti ein Molch, dessen Name „Regenbogen-Molch“ bedeutet. Glirodon grandis war ein Säugetier von der Größe einer Ratte mit vergrößerten oberen Schneidezähnen. Bohrspuren in Knochen belegen Insekten.

Warum prägen Green River und Yampa River die Landschaft?
Zwei Wüstenflüsse queren die Berge. Die Landschaft ist ein Zeugnis alter Lebensräume und trocken, trägt aber erstaunlich viel Leben. 1938 fügte Präsident Franklin D. Roosevelt am 14. Juli mehr als 200.000 Acres hinzu, um die Flusskorridore und Canyons von Green River und Yampa River zu schützen. Zu den Orten gehören Split Mountain, Echo Park mit Steamboat Rock, die Gates of Lodore, der Whirlpool Canyon und Rainbow Park.
John Wesley Powell, ein Veteran des Bürgerkriegs, der in der Schlacht von Shiloh seinen rechten Arm verloren hatte, startete am 24. Mai 1869 in Green River in Wyoming. Seine Gruppe floss den Green River und den Colorado hinab bis St. Thomas in Nevada, als erste, die diese Schluchten durchgehend befuhr. Die Reise war hart: Die Männer verloren ein ganzes Boot und ein Drittel der Vorräte, drei Männer verließen die Expedition im Grand Canyon und wurden nie wieder gesehen. Auf der ersten Fahrt entstanden keine Fotografien.
Disaster Falls erhielt seinen Namen, als das Boot The No Name in den Stromschnellen zerstört wurde. Hells Half Mile ist eine Reihe von Stromschnellen im Lodore Canyon. Der Steamboat Rock hieß ursprünglich Echo Rock. An ihm blieb Powell fast am Gipfel hängen, und George Bradley kletterte über ihn und zog ihn mit seiner Hose als Seil hoch. Die Expedition von 1871 bis 1872 schloss die Arbeit ab, lieferte alle bekannten Fotografien und die erste genaue Karte. Der Fotograf E. O. Beaman nahm 1871 die Gates of Lodore auf.
Schon im Mai 1825 hatten Trapper der Rocky Mountain Fur Company den Green River befahren und Disaster Falls erreicht. Spanische Entdecker kamen im 18. Jahrhundert, die Expedition von Dominguez und Escalante hinterließ ein Tagebuch. Im 19. Jahrhundert entstanden Homesteads entlang der Flüsse, manche wurden in Dürren aufgegeben.
Was war der Streit um den Echo-Park-Damm?
1949 schlug das Bureau of Reclamation vor, bei Echo Park im Monument, wo Green River und Yampa River zusammenfließen, einen Damm zu bauen. Er hätte Strom, Wasser und einen stärkeren Anspruch auf das Wasser des Colorado geliefert. 1956 unterzeichnete der Präsident ein Gesetz ohne den Damm bei Echo Park.
Historiker sehen in dem Streit einen Meilenstein der amerikanischen Umweltgeschichte. Er ging dem Wilderness Act und dem Wild and Scenic Rivers Act voraus.
Welche Felsbilder hinterließen die Fremont?
Menschen leben hier seit mindestens 10.000 Jahren. Steinwerkzeuge, Speicher und Behausungen belegen es. Viele Petroglyphen und Piktogramme gehen auf die Fremont zurück, die zwischen 300 und 1300 n. Chr. in der Gegend lebten. Ihre Nachfahren leben noch heute in der Region. Der vorherrschende Stil im Monument ist der Vernal Classic Style.
Typisch sind menschenähnliche Figuren mit trapezförmigem Körper, breiten Schultern und schmaler Taille, mit Kopfschmuck, Ohrringen, Halsketten und Schilden. Dazu kommen Tiere wie Dickhornschafe, Wapitis, Hirsche, Hunde, Vögel, Schlangen und Eidechsen sowie Kreise, Spiralen und Linien. Petroglyphen sind in den Fels geschlagen, gepickt oder gebohrt, häufig auf dunklem Wüstenlack aus Eisen- und Manganoxiden. Piktogramme sind mit Hämatit, Holzkohle und anderen Pigmenten gemalt und seltener, weil Farbe leichter verwittert. Wozu die Bilder dienten, ist nicht bekannt.
| Fundort | Besonderheit | Motiv |
|---|---|---|
| Swelter Shelter | Petroglyphen und Piktogramme | vielfältig |
| Cub Creek | Station 14 mit großen Echsen | Eidechsen, selten |
| Deluge Shelter | gemalte Piktogramme | Tiere und menschenähnliche Figuren |
| McKee Spring | große Petroglyphen | menschenähnliche Figuren |
| Pool Creek | Punktmuster hoch über dem Bach | Punkte |

Welche Tiere und Pflanzen leben im Monument?
Fast 400 Tierarten leben hier: Säugetiere (fast 70), über 200 bestätigte Vogelarten, mindestens 14 Reptilien, 5 Amphibien und viele Fische, von denen 14 in Green River und Yampa River heimisch sind. Acht Schlangenarten kommen vor, darunter die Westliche Strumpfbandnatter. Dickhornschafe beobachten Boote vom Ufer, dazu Berglöwen, Luchse, Weißschwanz-Präriehunde, Wanderfalken, der Fisch Humpback Chub und Seitenfleckleguane.
Mehr als 600 Gefäßpflanzenarten wachsen im Monument. Der Dinosaur-Tragant kommt nur hier vor. Am häufigsten sind Beifuß-Grasland und Pinyon-Wacholder-Wälder. In höheren Lagen und an Nordhängen wachsen Ponderosa-Kiefern und Douglasien, Auenwälder sind seltener, tragen aber viel zur Vielfalt bei. Weidewirtschaft und Feuerunterdrückung haben Beifuß, Pinyon-Kiefer und Utah-Wacholder gefördert und heimische Gräser zurückgedrängt. Kontrollierte Feuer stellen das natürliche Feuerregime wieder her.
Wo liegt das Dinosaur National Monument?
Es liegt an der Grenze von Colorado und Utah im Norden des Colorado-Plateaus, mit dem Steinbruch bei Jensen in Utah.
Wann wurde der Carnegie Quarry entdeckt?
Earl Douglass fand ihn am 17. August 1909, als er acht Schwanzwirbel eines Apatosaurus entdeckte.
Wie alt sind die Fossilien?
Sie liegen in der Morrison-Formation und sind rund 150 Millionen Jahre alt, aus dem späten Jura.
Wann wurde das Monument gegründet?
Präsident Wilson gründete es am 4. Oktober 1915 mit 80 Acres. 1938 erweiterte Präsident Roosevelt es um 200.000 Acres.
Welche Dinosaurier fand man im Steinbruch?
Unter anderem Apatosaurus, Camarasaurus, Diplodocus, Barosaurus, Allosaurus, Torvosaurus, Stegosaurus und Dryosaurus.
Was geschah am Echo Park?
1949 wurde dort ein Damm vorgeschlagen. 1956 wurde ein Gesetz ohne Damm unterzeichnet, ein Meilenstein der Umweltgeschichte.
Weitere Ziele in der Region finden Sie im Canyonlands-Nationalpark. Wann die Reise sich lohnt, zeigt die beste Reisezeit für Nordamerika.
Passend dazu: John Day Fossil Beds National Monument, Florissant Fossil Beds National Monument.
