Black-Canyon-of-the-Gunnison-Nationalpark
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Black-Canyon-of-the-Gunnison-Nationalpark

Der Black-Canyon-of-the-Gunnison-Nationalpark in Colorado schützt eine der steilsten und engsten Schluchten Nordamerikas: 48 Meilen lang, bis zu 2.722 Fuß tief und an der engsten Stelle nur 40 Fuß breit. Der Park ist rund um die Uhr geöffnet, ein Fahrzeug zahlt 30 Dollar für sieben Tage, und der Park ist ein International Dark Sky Park (Stand: November 2026).

Am Rand des Black Canyon stehen Sie auf einer ruhigen Hochebene aus Eichengebüsch und Wacholder, und plötzlich öffnet sich vor den Füßen ein Spalt, in dem der Gunnison River tief unten als dünnes Band schimmert. Die Wände sind dunkel, fast schwarz, und fallen fast senkrecht ab. Dieser Kontrast aus sanfter Hochfläche und senkrechtem Abgrund macht den Park besonders.

Diese Seite erklärt, wie der Canyon entstanden ist, welche der beiden Seiten zu welchem Reisenden passt, welche Aussichtspunkte und Wege sich lohnen, wie die Routen in den Canyon aussehen, was Eintritt und Camping kosten und wie Sie sich auf Höhe, Wetter und Bären vorbereiten. Alle Preise sind in US-Dollar angegeben (Stand: November 2026).

Was sollten Sie über den Black Canyon wissen?

Der Park liegt an der Westseite der Rocky Mountains im Westen von Colorado, rund 250 Meilen südwestlich von Denver. Am 2. März 1933 wurde das Gebiet zum National Monument, am 21. Oktober 1999 zum Nationalpark. Der Canyon teilt den Park in eine Südseite und eine Nordseite. Keine Brücke und keine Straße verbindet die beiden Ränder, jede Rimstraße hat nur eine Zufahrt von der Landstraße und endet als Sackgasse im Park.

ThemaWertHinweis
Länge des Canyons48 Meilen (77 Kilometer)davon 14 Meilen (22,5 Kilometer) im Park
Größte Tiefe2.722 Fuß (829 Meter)nördlich von Warner Point
Engste Stelle40 Fuß (12 Meter)am Fluss, bekannt als The Narrows
Gefälle des Flusses43 Fuß je Meile8 Meter je Kilometer
Painted Wall2.250 Fuß (686 Meter)Pegmatitadern im Gneis
Höhe der Kanterund 8.000 Fußetwa 2.440 Meter
Gestein1,8 Milliarden Jahrekristallines Grundgebirge
Öffnungszeitrund um die Uhr, das ganze Jahrkeine Reservierung für die Einfahrt

Die Zahlen erklären den Eindruck. Der Gunnison River fällt auf der Länge des Canyons im Schnitt 43 Fuß pro Meile. Er schneidet sich durch hartes Gestein, und das Ergebnis ist eine tiefe, enge Kerbe statt eines breiten Tals.

Wie entstand der tiefe, dunkle Canyon?

Die Wände bestehen aus metamorphem Gneis und Schiefer, kristallinem Gestein von rund 1,8 Milliarden Jahren, das die Geologen zum Präkambrischen Grundgebirge zählen. Vor etwa 60 Millionen Jahren hob die Gunnison-Aufwölbung dieses Gestein aus der tiefen Erdkruste empor. Vor rund 30 Millionen Jahren begruben große Vulkane die Aufwölbung unter Lavagestein und Asche. Erst vor etwa zwei Millionen Jahren begann der Fluss mit voller Kraft zu schneiden, grub sich durch die vulkanische Decke und weiter in das harte Grundgebirge hinein.

Die Painted Wall ist das bekannteste Beispiel. Rosafarbene Adern aus magmatischem Pegmatit durchziehen waagerecht das blauschwarze Gneisgestein und geben der 2.250 Fuß hohen Wand ihre Zeichnung. Am Gunnison Point liegt der Fluss etwa 1.800 Fuß unter der Kante, am Chasm View sind es 1.100 Fuß, und der größte Höhenunterschied von 2.722 Fuß liegt nördlich von Warner Point.

Auch die Geschichte der Erkundung erzählt von der Härte des Geländes. John W. Gunnison suchte in den 1850er-Jahren eine Bahnstrecke zum Pazifik und hielt die Schlucht für unpassierbar. Der Entdecker Abraham Lincoln Fellows beschrieb den Canyon im Jahr 1901. Menschen nutzten die Gegend nachweislich seit rund 9.000 Jahren.

Dunkle Canyonwand mit rosafarbenen Gesteinsadern

Was bietet die Südseite mit ihren zwölf Aussichtspunkten?

Die Südseite ist der Teil, den die meisten Gäste besuchen. Sie liegt rund 15 Meilen östlich von Montrose, die Zufahrt führt auf der Colorado Highway 347 sieben Meilen nördlich von der US 50 zum Park. Alle Straßen sind asphaltiert. Das Besucherzentrum ist das ganze Jahr geöffnet; von dort starten drei Wanderwege und der Gunnison Point Overlook.

Die South Rim Drive ist rund 7 Meilen lang und führt vom Tomichi Point bis zum High Point auf 8.289 Fuß. Zwölf Aussichtspunkte lassen sich mit dem Auto erreichen, darunter Pulpit Rock Overlook, Chasm View, Painted Wall View, Cedar Point, Dragon Point, Devils Lookout und Sunset View. Planen Sie zwei bis drei Stunden ein. Rollstuhlgerecht sind unter anderem Chasm View, Pulpit Rock Overlook und Sunset View; Gunnison Point und Tomichi Point haben ebenfalls Zugang für Rollstuhlfahrer.

Am Painted Wall View blicken Sie auf die höchste Wand des Parks, am Cedar Point endet ein kurzer Naturlehrpfad an zwei Aussichtspunkten mit Blick auf diese Wand. Am Chasm View führt ein leichter Naturpfad durch Pinienwacholderwald. Wer nur einen halben Tag hat, fährt die Strecke einmal komplett ab und geht an zwei oder drei Punkten ein Stück zu Fuß.

Im Winter und im frühen Frühjahr ist die South Rim Drive hinter dem Besucherzentrum für Fahrzeuge geschlossen und öffnet meist Mitte April wieder. Das Besucherzentrum selbst ist ganzjährig erreichbar.

Lohnt sich die einsame Nordseite?

Die Nordseite liegt 11 Meilen südlich von Crawford. Von der Colorado Highway 92 biegen Sie etwa 3 Meilen südlich von Crawford nach Westen auf die Black Canyon Road ab. Die letzten 7 Meilen der Parkzufahrt und die gesamte North Rim Drive sind unbefestigte Schotterstraße, die in der Regel mit den meisten Fahrzeugen befahrbar ist. Im Winter und im frühen Frühjahr ist die Nordseite nicht geräumt und für Fahrzeuge geschlossen.

Fünf Aussichtspunkte erreichen Sie mit dem Auto, weitere liegen an den Wanderwegen. Die Rangerstation ist im Sommer zeitweise besetzt; dort liegen Karten und Zeitungen aus, und es gibt eine Kasse zum Selbstbezahlen und einen Kiosk für Genehmigungen im Hinterland. Der North Vista Trail verbindet die Rangerstation mit dem Exclamation Point auf 7.702 Fuß. Der Deadhorse Trail beginnt am Kneeling Camel View; hier sind auch Reiter erlaubt. Am Chasm View der Nordseite führt ein leichter Naturpfad entlang. Im Sagebrush der Nordseite lebt das bedrohte Gunnison-Beifußhuhn.

Die Nordseite ist stiller und weniger erschlossen. Wer dort ankommt, hat meist Zeit für sich und die Kante. Die Fahrt zwischen den beiden Rändern dauert dagegen zwei bis drei Stunden, weil Sie um die Schlucht herumfahren müssen. Für die meisten Reisen reicht deshalb eine Seite.

Welche Wege und Routen führen entlang und in den Canyon?

Entlang der Südkante gibt es mehrere Wege. Der Rim Rock Trail verbindet das Besucherzentrum mit dem Campingplatz und ist ein Weg an der Kante. Der Uplands Trail führt vom Rim Rock Trail nahe dem Campingplatz zum oberen Oak Flat Loop in der Nähe des Besucherzentrums. Der Oak Flat Loop führt unterhalb der Kante in den Canyon hinein, ohne bis zum Fluss zu führen; er ist schmal und quert steile Hänge. Hunde sind auf diesen Wegen nicht erlaubt. Der Warner Point Trail beginnt am High Point, ist 0,8 Meilen lang (einfache Strecke) und steigt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die San Juan Mountains im Süden und die West Elk Mountains im Norden. Er ist an einigen Stellen steil und nicht rollstuhlgerecht.

Wer zum Fluss hinabsteigt, wählt eine der wilden Routen. Sie sind unmarkiert, steil und mit losem Gestein bedeckt, kein Pfad im üblichen Sinn. Für Nachtquartiere im Canyon und für Tagesausflüge ist eine Genehmigung für das Hinterland (Wilderness Use Permit) erforderlich, die Sie über Recreation.gov reservieren. Vor der Beantragung müssen Sie das Orientierungsvideo ansehen.

RouteLängeHöhenunterschiedAbstiegAufstieg
Warner Route2,75 Meilen (4,4 Kilometer)2.722 Fuß (829 Meter)2 bis 2,5 Stunden4 Stunden
Gunnison Route1,5 Meilen (2,4 Kilometer)1.800 Fuß (549 Meter)1,5 Stunden2 Stunden

Die Gunnison Route beginnt am Besucherzentrum und ist der Einstieg für den ersten Abstieg, aber dennoch sehr anstrengend. Sie hat eine 80 Fuß lange Kette an einer Steilstufe. Die Warner Route ist die längste Route der Südkante; für sie ist eine Übernachtung am Fluss empfehlenswert, bis zu drei Nächte sind am Grund erlaubt. Am Fluss gibt es auf der Gunnison Route drei und auf der Warner Route fünf Zeltplätze. Wasser finden Sie nur am Fluss, etwa 0,75 Meilen (Gunnison) beziehungsweise 1 Meile (Warner) vom Ende der Route entfernt. Nehmen Sie pro Person und Tag 4 Quart Wasser (rund 3,8 Liter) oder einen Filter mit.

Zu den Gefahren zählen Hitzeerschöpfung, Poison Ivy und Schwarzbären. Hilfe kann viele Stunden bis über einen Tag dauern. Für Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen sind die Routen nicht empfehlenswert. Von November bis April liegt Schnee; Winterwanderer brauchen Schneeschuhe, Steigeisen, Eispickel und gegebenenfalls ein Seil.

Reisetipp Auch ohne Abstieg bekommen Sie den Canyon gut zu sehen: Die Wege entlang der Kante und die zwölf Aussichtspunkte der South Rim Drive reichen für einen vollen Tag,, und am Painted Wall View lohnt sich ein zweiter Besuch zu einer anderen Tageszeit.
Eichen und Wacholder an der Kante des Black Canyon

Was erwartet Sie am East Portal und im Wasser?

Die East Portal Road führt von der Südseite hinab zum Fluss. Sie ist asphaltiert, hat 16 Prozent Gefälle und Haarnadelkurven. Fahrzeuge über 22 Fuß (6,7 Meter) einschließlich Anhänger dürfen sie nicht befahren. Im Winter ist sie von der Einfahrtsstation bis East Portal geschlossen. Unten liegt der Ort auf 6.547 Fuß (1.996 Meter) im Curecanti National Recreation Area mit Picknickplatz, Campingplatz und einem einfachen Weg am Fluss.

Von 1905 bis 1909 baute man hier den Gunnison-Tunnel; die Straße diente den Arbeitern und ihrer Ausrüstung. Am Fluss sehen Sie mit etwas Glück Wasseramseln, Graureiher, Adler und Fischotter. Angler brauchen eine Lizenz aus Colorado; gefischt werden Forellen. Kajakfahren auf dem Gunnison ist nur für Erfahrene gedacht, vom Rafting wird im Park ausdrücklich abgeraten. Jagen ist verboten.

Klettern ist erfahrenen Kletterern vorbehalten, und auch dafür ist eine Genehmigung für das Hinterland nötig. Informationen zu Routen geben Führer, Online-Quellen und die Ranger.

Der Gunnison River zwischen steilen Canyonwänden

Was kosten Eintritt und Camping?

Der Eintritt gilt sieben Tage. Der Park nimmt bargeldlos Zahlungen an; auch die Campingplätze sind bargeldlos.

LeistungPreis
Fahrzeug (Privat)30 Dollar
Motorrad25 Dollar
Person zu Fuß oder mit dem Rad (ab 16 Jahren)15 Dollar
Jahreskarte Park55 Dollar
America the Beautiful, Jahreskarte für Gebietsansässige80 Dollar
South Rim, Stellplatz mit Strom34 Dollar je Nacht
South Rim, Stellplatz ohne Strom20 Dollar je Nacht
North Rim und East Portal20 Dollar je Nacht

Der South Rim Campground ist über Recreation.gov reservierbar. Die Plätze auf der Nordseite und am East Portal werden nach Eintreffen vergeben. Bärensichere Schränke stehen bereit; Essen, Kühlboxen und Duftstoffe gehören in diese Schränke oder in ein verschlossenes Auto, nicht ins Zelt. Zelten ist nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Feuer sind nur in den Feuerringen der Campingplätze erlaubt, Feuerholz gibt es im Park nicht. Im Sommer gibt es Wasserstellen am Campingplatz und am Besucherzentrum der Südseite. Von November bis April ist im Park kein Wasser verfügbar, auch im Frühjahr und Herbst ist die Versorgung eingeschränkt.

Welche Tiere und Pflanzen leben am Canyon?

An den Kanten wachsen Pinienwacholder- und Eichenwälder, in denen manche Bäume mehrere Jahrhunderte alt sind. Auf Graten im Canyon wachsen Douglasien, im Herbst färben sich Espen gelb, an den Ufern stehen Eschenahorne, und an schattigen Wänden gedeihen Moose und Farne. Schwarzbären, Pumas und Rotluchse streifen an beiden Rändern, Dickhornschafe nutzen die Felsbänder in der Schlucht, und auch Maultierhirsche, Ringelschwanzkatzen, Biber, Fischotter und Felsenhörnchen leben im Park. Zu den Vögeln zählen Wanderfalken, Weißkehlsegler und Veilchenschwalben.

Hunde sind an den meisten Aussichtspunkten an der Leine erlaubt, aber auf den meisten Wegen, im Canyon und im Hinterland verboten. Füttern Sie nie ein Tier. Werfen Sie nichts in den Canyon, weil unten Menschen unterwegs sein können. Viele Stellen haben kein Geländer, und loses Gestein macht die Kante gefährlich.

Warum lohnt sich der Himmel über dem Canyon?

Der Park ist als International Dark Sky Park ausgewiesen. Auf der Südseite gibt es eine Sternenbeobachtung das ganze Jahr, und weil der Canyon selbst dunkel ist, wirken die Milchstraße und Sternbilder besonders klar. Die Kante liegt auf rund 8.000 Fuß; die Luft ist dünn und kühl, auch im Sommer. Nehmen Sie warme Kleidung mit, wenn Sie den Sonnenuntergang abwarten.

Rund 17.000 Acres des Parks sind nach dem Wilderness Act von 1964 als Wildnis geschützt. Der Mobilfunk ist eingeschränkt, im Canyon gibt es keinen Empfang. Laden Sie die Karten vorher herunter.

Wie kommen Sie hin, und was verbinden Sie mit dem Besuch?

Die Südseite erreichen Sie von Montrose in etwa 15 Meilen, die Nordseite von Crawford in 11 Meilen. Die meisten Reisenden verbinden den Park mit einer Rundreise durch Colorado; mehr dazu bietet die Seite Colorado. Ein Mietwagen ist praktisch unverzichtbar, siehe Mietwagen in den USA. Für Reisende aus Deutschland ist die elektronische Reisegenehmigung nötig, siehe ESTA für die USA. Gute Monate und das Klima beschreibt die Seite beste Reisezeit für Nordamerika.

Von hier aus lassen sich weitere Parks verbinden: der Mesa-Verde-Nationalpark im Südwesten Colorados, der Great-Sand-Dunes-Nationalpark im San Luis Valley und die Parks in Utah, die Sie auf der Seite Nationalparks in Utah finden. Eine Übersicht aller Ziele bietet die Seite USA.

Wie tief ist der Black Canyon of the Gunnison?

Die größte Tiefe beträgt 2.722 Fuß (829 Meter) und liegt nördlich von Warner Point. Die Painted Wall misst 2.250 Fuß (686 Meter), der Canyon ist 48 Meilen lang, davon 14 Meilen im Park.

Was kostet der Eintritt?

Ein privates Fahrzeug zahlt 30 Dollar für sieben Tage, ein Motorrad 25 Dollar, Fußgänger und Radfahrer ab 16 Jahren je 15 Dollar (Stand: November 2026).

Welche Seite sollte ich besuchen?

Die Südseite hat Besucherzentrum, asphaltierte Straßen und zwölf Aussichtspunkte. Die Nordseite ist ruhiger, mit Schotterstraße und fünf Aussichtspunkten. Zwischen den Rändern liegen 2 bis 3 Stunden Fahrt.

Brauche ich eine Genehmigung für den Abstieg zum Fluss?

Ja. Für alle Routen in den Canyon ist eine Genehmigung für das Hinterland erforderlich, reserviert über Recreation.gov. Vorher müssen Sie das Orientierungsvideo ansehen.

Gibt es Trinkwasser im Park?

Im Sommer gibt es Wasserstellen am Campingplatz und am Besucherzentrum der Südseite. Von November bis April ist im Park kein Wasser verfügbar.

Ist der Park rund um die Uhr geöffnet?

Ja, er ist 24 Stunden an 365 Tagen geöffnet. Die Rimstraßen sind im Winter und frühen Frühjahr für Fahrzeuge geschlossen.

Weitere Ziele in den Rockies finden Sie unter Rocky-Mountain-Nationalpark.