Die USA bündeln Metropolen, Nationalparks und Traumstraßen in einem Land: Kalifornien und der Südwesten mit Grand Canyon und Las Vegas, Florida mit Keys und Themenparks, Neuengland im Herbstlaub, dazu New York. Für die erste Reise wählen Sie eine Region statt einer Tour quer durchs Land. Dieser Reiseführer zeigt Regionen, Routen, Reisezeit, Einreise und Kosten.
Die Regionen im Überblick
Welche Region für die erste Reise?
Reisedauer und Routenideen
Beste Reisezeit
Einreise mit ESTA
Kosten, Steuern und Trinkgeld
Flugzeug, Mietwagen oder Amtrak
Nationalparks 2026
Sicherheit sachlich eingeordnet
Häufige Fragen
Kein anderes Land bündelt so viele Reisewelten wie die Vereinigten Staaten. Innerhalb weniger Flugstunden wechseln Sie von der Skyline Manhattans in die roten Canyons Utahs, von den Mangroven Floridas zu den Geysiren Wyomings. Die Entfernungen sind allerdings größer, als die Karte vermuten lässt, und jede Region hat ihre eigene beste Reisezeit. Dieser Hub hilft Ihnen, die passende Region zu finden, ordnet Kosten und Einreise ehrlich ein und führt Sie zu unseren ausführlichen Regionen-, Städte- und Nationalpark-Führern. Preise sind Richtwerte, Stand Oktober 2026.
Welche Regionen der USA gibt es – und was bieten sie?
Für Reisende lassen sich die USA in rund ein Dutzend Regionen gliedern. Die Tabelle führt zu unseren Detailseiten.
| Region | Highlights | Ideal für | Unser Führer |
|---|---|---|---|
| Kalifornien & Westküste | San Francisco, Los Angeles, Highway 1, Big Sur, Yosemite | Erstreisende, Roadtrip, Städte und Natur | Roadtrip an der Westküste |
| Südwesten | Las Vegas, Grand Canyon, Zion, Bryce, Monument Valley | Nationalparks, Fotografie, Wüstenlandschaft | Südwesten der USA |
| Florida | Orlando, Florida Keys, Everglades, Golfküste, Miami | Familien, Badeurlaub im Winter | Florida-Reiseführer |
| Neuengland | Boston, Küste von Maine, Vermont, Herbstlaub | Indian Summer, Geschichte, Leuchttürme | Neuengland |
| Ostküste | New York, Washington D.C., Philadelphia | Städtereise, Museen | New York |
| Nördliche Rockies | Yellowstone, Grand Teton, Glacier | Tierbeobachtung, Geysire, Wandern | Yellowstone |
| Mittlerer Westen | Chicago, Große Seen, Route 66 | Architektur, Städtereise | Chicago, Route 66 |
| Süden | New Orleans, Nashville, Memphis, Savannah | Musik, Küche, Südstaaten-Geschichte | Tennessee, New Orleans |
| Texas | San Antonio, Austin, Houston, Big Bend | Städte, Raumfahrt, Wüstenparks | Texas-Reiseführer |
| Pazifischer Nordwesten | Seattle, Olympic, Mount Rainier | Regenwald, Vulkane, Sommerreise | Seattle & Pazifischer Nordwesten |
| Alaska | Denali, Gletscher, Inside Passage | Wildnis, Kreuzfahrt, Bären | Alaska-Reiseführer |
| Hawaii | Maui, Big Island, Kauaʻi | Vulkane, Strand, Wandern | Hawaiʻi-Reiseführer |
Welche Region eignet sich für die erste USA-Reise?
Für die erste Reise eignen sich Kalifornien mit dem Südwesten, Florida oder die Ostküste rund um New York am besten. Entscheidend ist, ob Sie Natur, Strand oder Großstadt suchen.
- Natur und Roadtrip: Der Westen verbindet Städte wie San Francisco und Los Angeles mit großen Parks. Der Grand Canyon und Zion liegen in Reichweite von Las Vegas, das Yosemite Valley in Reichweite von San Francisco.
- Strand und Familie: Florida bietet Themenparks, warmes Wasser und kurze Wege, ideal im europäischen Winter. Die Metropole Miami ist dafür ein guter Start- oder Endpunkt.
- Städte und Geschichte: New York, Boston und Washington liegen nah beieinander und sind ohne Auto per Zug erreichbar.
Wie viele Tage brauchen Sie – und welche Routen bewähren sich?
Planen Sie für eine Region zwei bis drei Wochen ein. Wie groß das Land ist, zeigt eine Zahl: Von New York nach Los Angeles sind es auf der Straße ca. 4.500 Kilometer, reine Fahrzeit rund 50 Stunden. Bewährt haben sich diese Varianten:
- Westküste und Südwesten (drei Wochen): San Francisco, Yosemite, Highway 1, Los Angeles, Las Vegas, Canyons. Von San Francisco ins Yosemite Valley sind es ca. 300 Kilometer, von Las Vegas zum Südrand des Grand Canyon ca. 445 Kilometer.
- Südwesten-Runde (zwei Wochen): ab Las Vegas über Zion (ca. 255 Kilometer), Bryce, Monument Valley und Grand Canyon zurück.
- Ostküste (zehn bis 14 Tage): New York, Washington und Boston, im Herbst ergänzt um Vermont und Maine.
- Florida-Runde (zwei Wochen): Orlando, Golfküste, Everglades und Keys.
- Rockies (zwei Wochen): ab Salt Lake City nach West Yellowstone (ca. 515 Kilometer), dazu Grand Teton.
Wann ist die beste Reisezeit für die USA?
Eine einzige beste Reisezeit gibt es nicht: Frühjahr und Herbst passen für den Westen, den Südwesten und Neuengland, der Winter für Florida, der Sommer für Alaska, die Rockies und den Nordwesten. Im Hochsommer meiden Sie die Wüsten: Im Death Valley liegt das durchschnittliche Tageshoch im Juli bei 116 Grad Fahrenheit, rund 47 Grad Celsius. Die atlantische Hurrikansaison dauert vom 1. Juni bis 30. November, mit dem statistischen Höhepunkt um den 10. September; betroffen sind vor allem Florida und die Golfküste. Waldbrände drohen laut Auswärtigem Amt von Juni bis Dezember an der Westküste. Den Monatsvergleich für den ganzen Kontinent finden Sie in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit für Nordamerika.
Was brauchen Sie für die Einreise in die USA?
Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, sondern eine elektronische Reisegenehmigung. Sie kostet rund 40 US-Dollar und gilt zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Passes. Der Reisepass muss laut Auswärtigem Amt mindestens für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein. Bei der Einreise werden Fingerabdrücke und Foto erfasst. Antrag, Selfie-Pflicht und Ausschlussgründe erklärt unser Ratgeber zum ESTA für die USA.
Was kostet eine USA-Reise – und warum ist der Preis an der Kasse höher?
Die USA sind teuer, und angezeigte Preise sind fast nie Endpreise. Umsatzsteuer wird meist erst an der Kasse aufgeschlagen: Die staatlichen Sätze reichen von null in Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon bis 7,25 Prozent in Kalifornien, Florida erhebt 6 Prozent. Mit lokalen Zuschlägen liegt der Durchschnitt bei rund 7,5 Prozent. Hotels müssen seit Mai 2025 Pflichtgebühren wie Resort-Fees in den Gesamtpreis einrechnen, Steuern dürfen sie aber weiterhin erst später nennen.
Fest einplanen sollten Sie das Trinkgeld: Im Restaurant mit Bedienung sind 15 bis 20 Prozent auf den Betrag vor Steuern üblich, im Taxi ebenfalls 15 bis 20 Prozent, für die Zimmerreinigung 2 bis 5 US-Dollar pro Tag. Benzin ist 2026 deutlich teurer: Anfang Oktober kostete die Gallone Normalbenzin im Landesschnitt rund 4,37 US-Dollar (etwa 1,15 Dollar pro Liter), ein Jahr zuvor rund 3,14 Dollar.
Flugzeug, Mietwagen oder Amtrak: Wie reisen Sie durchs Land?
Für weite Strecken nehmen Sie den Inlandsflug, innerhalb einer Region den Mietwagen, an der Ostküste auch die Bahn.
- Mietwagen: Abseits der Großstädte praktisch unverzichtbar. Das Mindestalter hängt laut ADAC von Bundesstaat und Anbieter ab, unter 25 wird es oft teurer. Ein internationaler Führerschein ist in einigen Bundesstaaten Pflicht und gilt nur zusammen mit dem nationalen. An haltenden Schulbussen mit Warnblinklicht dürfen Sie nicht vorbeifahren, auch nicht im Gegenverkehr.
- Amtrak an der Ostküste: Der Acela verbindet New York und Washington in ab 2 Stunden 45 Minuten, New York und Boston in ab 3 Stunden 30 Minuten.
- Fernzug als Erlebnis: Der California Zephyr fährt täglich von Chicago über die Rockies bis Emeryville bei San Francisco, ca. 3.900 Kilometer in rund 52 Stunden.
Welche Nationalparks lohnen sich – und was kosten sie 2026?
Die USA haben 63 Nationalparks, die bekanntesten sind der Grand Canyon, Yellowstone mit seinen Geysiren und Yosemite mit Half Dome und Wasserfällen. Am Grand Canyon und in Yellowstone kostet eine Woche Eintritt 35 US-Dollar pro Fahrzeug. Neu für ausländische Gäste ist ein Zuschlag von 100 US-Dollar pro Person ab 16 Jahren an elf besonders gefragten Parks, darunter Grand Canyon, Yellowstone, Yosemite, Zion und die Everglades. Der Jahrespass „America the Beautiful“ kostet für Gäste ohne Wohnsitz in den USA 250 US-Dollar und schließt den Zuschlag ein (Stand: Oktober 2026). Am Grand Canyon ist der Nordrand nach dem Waldbrand vom Sommer 2025, der die historische Lodge zerstörte, 2026 nur teilweise wieder geöffnet. Reservierungsregeln und Routen bündelt unser Überblick Nationalparks der USA.
Wie sicher sind die USA für Urlauber?
Für die USA gibt es keine Reisewarnung; mit normaler Vorsicht reisen Sie sicher. Das Auswärtige Amt nennt Taschendiebstähle, Überfälle und Autoeinbrüche in Ballungszentren und weist auf leicht erhältliche, häufig eingesetzte Schusswaffen hin. Mindestens so wichtig sind Naturgefahren: Hitze in den Wüstenparks, Hurrikane im Südosten, Waldbrände im Westen und Tornados im Mittleren Westen im Frühjahr und Sommer. Unverzichtbar ist eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport, denn Behandlungen erfolgen gegen Vorkasse und sind sehr teuer.
Wie groß ist die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und den USA?
An der Ostküste beträgt sie sechs Stunden, an der Westküste neun Stunden, jeweils hinter der deutschen Zeit. Die USA stellen die Uhren am zweiten Sonntag im März und am ersten Sonntag im November um, also zu anderen Terminen als Europa; in den Wochen dazwischen verschiebt sich der Abstand um eine Stunde. Arizona und Hawaii kennen keine Sommerzeit.
Kann man die USA ohne Auto bereisen?
Teilweise. New York, Boston, Washington, Chicago und San Francisco erkunden Sie gut mit öffentlichem Nahverkehr, zwischen den Ostküstenstädten fährt der Amtrak-Zug. Für Nationalparks, Florida und den Südwesten ist ein Mietwagen dagegen kaum zu ersetzen, weil es zwischen den Zielen fast keinen Busverkehr gibt.
Lohnt sich eine Kombination aus Ost- und Westküste?
Ab drei Wochen ja, wenn Sie die Strecke dazwischen fliegen, etwa einige Tage New York und danach eine Westküsten- oder Südwesten-Runde. Für den Inlandsflug mit drei Stunden Zeitverschiebung sollten Sie einen vollen Reisetag einplanen und an diesem Tag keine langen Etappen mehr fahren.
Wird in den USA mit Karte oder bar bezahlt?
Fast überall mit Kreditkarte, oft kontaktlos. Mietwagenfirmen und Hotels verlangen für die Kaution meist eine echte Kreditkarte, der Grand Canyon nimmt an den Eingängen nur noch Karten. Etwas Bargeld in kleinen Scheinen ist für Trinkgelder an Zimmerpersonal und Kofferträger praktisch.
Brauche ich für Hawaii oder Alaska eigene Einreisepapiere?
Nein. Beide sind US-Bundesstaaten, es gelten dieselben Regeln wie auf dem Festland, also ESTA und ein gültiger Reisepass. Wer Alaska mit einer Reise durch Westkanada verbindet, etwa auf der Inside Passage oder per Auto, muss zusätzlich die kanadischen Einreiseregeln beachten und passiert bei der Rückkehr in die USA erneut die Grenzkontrolle.
Starten Sie Ihre Planung mit dem Südwesten und seinen Canyons, mit Sonne und Stränden in Florida oder mit dem Herbstlaub in Neuengland. Wer die Großstadt sucht, beginnt in New York, und für die Nachbarländer geht es weiter nach Kanada und Mexiko.
