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Miami ist Amerikas tropische Metropole mit lateinamerikanischem Herzschlag: der pastellfarbene Art-déco-Zauber am South Beach, die Straßenkunst von Wynwood, der kubanische Espresso in Little Havana und die Everglades und Florida Keys direkt vor der Tür. Dieser Reiseführer zeigt Ihnen die Höhepunkte, die beste Reisezeit samt Hurrikansaison, die Fortbewegung und die schönsten Ausflüge.

Miami fühlt sich an wie das Tor zwischen Nord- und Lateinamerika: Auf den Straßen mischen sich Englisch und Spanisch, die Küche reicht von kubanisch bis peruanisch, und das Lebensgefühl ist tropisch-entspannt. Dazu kommen die kilometerlangen Sandstrände, eine der weltweit größten Sammlungen von Art-déco-Architektur und mit den Everglades und den Keys zwei einzigartige Naturräume in Reichweite. Dieser Führer hilft Ihnen, die Höhepunkte der Stadt und ihres Umlands zu verbinden, die Reisezeit richtig zu wählen und die Kosten im Blick zu behalten. Alle Preise sind ungefähre Richtwerte.

South Beach und das Art-déco-Viertel

Das Herz des Tourismus ist Miami Beach, die vorgelagerte Insel mit ihrem berühmten South Beach. Hier reihen sich am Ocean Drive Hunderte pastellfarbene Gebäude aus den 1920er- bis 40er-Jahren aneinander – das Art Deco Historic District ist mit rund 800 erhaltenen Bauten eine der größten geschlossenen Art-déco-Sammlungen der Welt. Am schönsten wirkt das Viertel im Morgenlicht und nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Neonröhren leuchten. Der breite, weiße Sandstrand mit den bunten Rettungsschwimmertürmen ist frei zugänglich. Etwas nördlich liegt das mondäne Mid-Beach mit historischen Grandhotels. Wer die Architektur verstehen möchte, schließt sich einer geführten Tour des Art Deco Welcome Center an oder erkundet das Viertel entspannt zu Fuß oder mit dem Rad.

Wynwood, Little Havana und die anderen Viertel

Auf dem Festland warten die kulturell spannendsten Quartiere. Wynwood hat sich vom Industriegebiet zum weltberühmten Street-Art-Mekka gewandelt: Die Wynwood Walls und Dutzende bemalte Fassaden ringsum machen das Viertel zum Freiluftmuseum, dazwischen Craft-Beer-Brauereien, Galerien und Cafés. In Little Havana schlägt das kubanische Herz Miamis; an der Calle Ocho (SW 8th Street) trinken alte Herren Espresso, spielen Domino im Máximo Gómez Park und drehen Zigarren von Hand. Das noble Coral Gables mit dem historischen Venetian Pool und das grüne Coconut Grove laden zum Bummeln ein, während das Design District Luxusmode und Design vereint. Downtown Miami mit dem Kunstmuseum Pérez (PAMM) rundet das Bild ab. Diese Vielfalt an einem Ort macht den besonderen Reiz Miamis aus.

Wann ist die beste Reisezeit – und wann ist Hurrikansaison?

Die beste Reisezeit für Miami ist die Trockenzeit von Dezember bis April: warme, sonnige Tage um 24 bis 28 Grad, angenehm niedrige Luftfeuchtigkeit und wenig Regen. Das ist zugleich die Hauptsaison mit den höchsten Preisen, besonders um Weihnachten und Neujahr. Der Sommer (Mai bis Oktober) ist heiß, sehr schwül und bringt fast täglich kurze, heftige Nachmittagsschauer. In diese Zeit fällt auch die atlantische Hurrikansaison, die offiziell vom 1. Juni bis 30. November dauert, mit dem statistischen Höhepunkt zwischen August und Oktober. Ein Hurrikan ist selten, aber Sie sollten in diesen Monaten die Wetterlage im Blick behalten und über eine Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung nachdenken. Der beste Kompromiss aus gutem Wetter, moderaten Preisen und wenig Andrang sind der späte Frühling (Mai) und der November.

Lohnt sich ein Ausflug in die Everglades?

Unbedingt. Der Everglades-Nationalpark, ein riesiges subtropisches Feuchtgebiet, beginnt rund eine Fahrstunde westlich von Miami und ist eines der ungewöhnlichsten Ökosysteme der Welt. Die klassische Art, ihn zu erleben, ist eine Airboat-Tour durch das Sägegras, bei der Sie mit etwas Glück Alligatoren, Schildkröten und zahlreiche Vögel sehen. Offizielle Eingänge sind unter anderem das Shark Valley (mit Aussichtsturm und Radweg) und das Flamingo Visitor Center. Alternativ zu den kommerziellen Airboat-Anbietern am Rand können Sie den Nationalpark auch auf eigene Faust mit Wanderwegen und Kanutouren erkunden. Halbtags- und Ganztagestouren ab Miami sind verbreitet. Denken Sie an Mückenschutz, besonders in der feuchten Jahreszeit.

Die Florida Keys

Südwestlich von Miami führt der Overseas Highway (US-1) über 42 Brücken und eine Kette tropischer Inseln bis nach Key West, dem südlichsten Punkt der kontinentalen USA. Die Fahrt bis ans Ende dauert gut dreieinhalb Stunden und ist selbst schon ein Erlebnis, vorbei am türkisfarbenen Wasser und über die berühmte Seven Mile Bridge. Unterwegs locken Key Largo mit dem ersten Unterwasser-Nationalpark der USA und hervorragenden Schnorchel- und Tauchrevieren am einzigen lebenden Korallenriff Nordamerikas, sowie Islamorada als Angel-Hochburg. Key West selbst verzaubert mit karibischem Flair, bunten Holzhäusern, dem Hemingway-Haus und dem geselligen Sonnenuntergangsritual am Mallory Square. Für die Keys sollten Sie mindestens einen Tagesausflug, besser eine Übernachtung einplanen.

Wie bewegt man sich in Miami fort?

Miami ist weitläufig und autozentriert. In Downtown und Richtung Brickell fahren der kostenlose Metromover (eine automatische Hochbahn) und die Metrorail. Auf South Beach kommen Sie gut zu Fuß, mit dem Rad oder dem günstigen Miami Beach Trolley voran. Für alles Weitere – die Everglades, die Keys, die verstreuten Viertel – ist ein Mietwagen die praktischste Lösung. Zwischen dem Flughafen (MIA) und Downtown verkehrt die Metrorail (Orange Line). Bedenken Sie: Auf Miami Beach ist Parken knapp und teuer, und im Berufsverkehr staut es sich stark. Wer nur Strand und Art-déco-Viertel erleben will, kann durchaus auf ein Auto verzichten und für Ausflüge auf organisierte Touren oder Rideshare-Dienste setzen.

Reisetipp Erkunden Sie das Art-déco-Viertel am Ocean Drive zweimal: einmal am frühen Morgen, wenn die pastellfarbenen Fassaden im weichen Licht ohne Menschenmassen leuchten, und einmal nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Neonbeleuchtung angeht. So sehen Sie beide Gesichter des berühmtesten Viertels der Stadt.
Wie viele Tage sollte man für Miami einplanen?

Für die Stadt selbst – South Beach, Art-déco-Viertel, Wynwood und Little Havana – reichen drei bis vier Tage. Wenn Sie zusätzlich einen Ausflug in die Everglades und in die Florida Keys machen möchten, planen Sie sechs bis sieben Tage ein, für die Keys idealerweise mit einer Übernachtung.

Wann ist Hurrikansaison in Miami?

Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis 30. November, mit dem statistischen Höhepunkt zwischen August und Oktober. Ein Hurrikan ist selten, aber in diesen Monaten sollten Sie die Wetterlage verfolgen und über eine Reiserücktrittsversicherung nachdenken.

Was ist die beste Reisezeit für Miami?

Die Trockenzeit von Dezember bis April mit warmen, sonnigen Tagen und wenig Feuchtigkeit – zugleich die teuerste Hauptsaison. Der beste Kompromiss aus Wetter, Preis und wenig Andrang sind der Mai und der November. Der Hochsommer ist heiß, schwül und regnerisch.

Braucht man in Miami ein Auto?

Für South Beach und Downtown nicht – dort helfen Metromover, Trolley und die eigenen Füße. Für die Everglades, die Keys und die verstreuten Viertel ist ein Mietwagen dagegen sehr praktisch. Auf Miami Beach ist Parken allerdings knapp und teuer.

Kann man von Miami aus die Florida Keys als Tagesausflug besuchen?

Ja, Key Largo und Islamorada sind gut als Tagesausflug machbar. Bis Key West sind es gut dreieinhalb Stunden pro Richtung – für die Südspitze lohnt sich eine Übernachtung, damit Sie den Sonnenuntergang am Mallory Square und das karibische Flair der Stadt in Ruhe genießen können.

Braucht man für Miami ein ESTA?

Ja. Wie für jede USA-Reise benötigen deutsche Staatsangehörige ein gültiges ESTA (rund 40 US-Dollar), das Sie vor Abflug online beantragen. Details dazu finden Sie in unserem ESTA-Ratgeber. Der Reisepass muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein.

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