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Los Angeles ist keine Stadt, sondern ein Kosmos: Hollywood und die Filmstudios, die Strände von Santa Monica und Venice, das Griffith Observatory über dem Lichtermeer und Viertel, zwischen denen Kilometer liegen. Dieser Reiseführer zeigt Ihnen die Höhepunkte, die beste Reisezeit, wie Sie sich in der weitläufigen Metropole fortbewegen und welche Ausflüge sich lohnen.

Los Angeles ist eine der größten und vielfältigsten Metropolen der USA – und eine der am meisten missverstandenen. Wer sie als kompakte Innenstadt erwartet, wird überrascht: LA ist ein Flickenteppich aus Dutzenden eigenständigen Vierteln, die sich über ein weites Becken zwischen Bergen und Pazifik ziehen. Genau diese Weite ist der Reiz – vom Filmglamour Hollywoods über die Strandkultur der Küste bis zu den Palmenboulevards und der Kunstszene. Dieser Führer hilft Ihnen, die Höhepunkte sinnvoll zu bündeln, damit Sie nicht den halben Urlaub im Auto verbringen. Alle Preise sind ungefähre Richtwerte.

Die Viertel von Los Angeles

Um LA zu verstehen, muss man seine Viertel kennen. Hollywood ist der Mythos: der Walk of Fame, das TCL Chinese Theatre und der Blick auf das berühmte Hollywood Sign. Downtown (DTLA) hat sich mit der Walt Disney Concert Hall, dem Broad Museum und der Grand Central Market neu erfunden. Beverly Hills und der Sunset Strip in West Hollywood stehen für Luxus und Nachtleben, der Rodeo Drive für Edelboutiquen. Am Wasser liegen das mondäne Santa Monica und das alternative Venice. Das hippe Silver Lake und Echo Park im Osten sind das kreative Herz mit Cafés und Boutiquen. Wegen der Entfernungen empfiehlt es sich, den Aufenthalt geografisch zu planen und die Ziele eines Tages im selben Stadtteil zu bündeln.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Das schönste – und kostenlose – Wahrzeichen ist das Griffith Observatory: Von der Sternwarte auf dem Mount Hollywood haben Sie den besten Blick auf das Hollywood Sign und bei Sonnenuntergang auf das endlose Lichtermeer der Stadt (der Eintritt ist frei, nur Planetariumsshows und Parken kosten). Zu den Höhepunkten zählen weiter das Getty Center mit seiner Kunstsammlung und Architektur (Eintritt frei, nur Parkgebühr), der Walk of Fame in Hollywood, die Filmstudios Universal Studios (Themenpark) und Warner Bros. (Studiotour) sowie die neu gestaltete Downtown. Familien zieht es nach Anaheim ins Disneyland (rund eine Stunde südlich). Für einen ersten Überblick eignet sich eine Kombination aus Griffith Observatory, einem Strandtag und einem Bummel durch Downtown oder Hollywood.

Santa Monica, Venice und die Strände

Die Küste ist das entspannte Gegenstück zum Trubel im Landesinneren. Santa Monica mit seinem historischen Pier, dem kleinen Vergnügungspark Pacific Park und der breiten Strandpromenade ist der Klassiker; hier endet auch die legendäre Route 66. Direkt südlich liegt Venice Beach mit seinem schrägen, lebendigen Boardwalk, den Muscle-Beach-Sportlern, Straßenkünstlern und den Kanälen des Venice-Viertels. Wer es ruhiger mag, fährt nach Norden ins mondäne Malibu mit seinen weiten Sandstränden. Ein Radweg, der Marvin Braude Bike Trail, verbindet die Strände über 35 Kilometer und ist eine der schönsten Arten, die Küste zu erleben. Beachten Sie: Der Pazifik ist auch im Sommer erfrischend kühl, und an vielen Stränden ist Vorsicht wegen der Strömungen geboten.

Wann ist die beste Reisezeit für Los Angeles?

Los Angeles hat ein mildes, ganzjährig freundliches Klima – schlechte Reisezeiten gibt es kaum. Am angenehmsten sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) mit warmen, klaren Tagen und wenig Andrang. Der Sommer ist warm und trocken, an der Küste bremst die Meeresbrise die Hitze, im Landesinneren (etwa im San Fernando Valley) wird es dagegen sehr heiß. Eine lokale Eigenheit ist der „June Gloom“: Im späten Frühjahr und Frühsommer hängt an der Küste morgens oft eine graue Wolkendecke, die sich erst mittags auflöst. Der Winter ist mild (Tagestemperaturen um 18 bis 20 Grad), aber die regenreichste Zeit. Beachten Sie außerdem, dass in trockenen Perioden Waldbrände die Luftqualität beeinträchtigen können.

Wie bewegt man sich in Los Angeles fort?

LA ist die Autostadt schlechthin, und für die meisten Reisenden ist ein Mietwagen die praktischste Wahl, um die weit verstreuten Ziele zu verbinden – rechnen Sie aber Staus und Parkgebühren ein. Das öffentliche Netz ist besser als sein Ruf: Die Metro (U- und Stadtbahn) wächst stetig, eine Einzelfahrt kostet 1,75 US-Dollar mit der TAP-Karte, Umstiege innerhalb von zwei Stunden sind frei, und es gibt ein Tageslimit von rund 5 US-Dollar. Die E-Line verbindet inzwischen Downtown mit Santa Monica. Wer nur einzelne Viertel besucht, kommt oft mit Metro und Rideshare-Diensten aus und spart sich den Mietwagen. Vom Flughafen LAX bringt Sie das neue Personen-Transportsystem zur Metro und zu den Mietwagenzentren. Innerhalb der einzelnen Viertel – etwa in Santa Monica, Venice oder Downtown – ist man gut zu Fuß unterwegs.

Welche Ausflüge lohnen sich rund um Los Angeles?

Die Lage macht LA zum idealen Ausgangspunkt für den Süden Kaliforniens. In gut einer Stunde erreichen Sie das Disneyland in Anaheim. Rund zwei Stunden südlich liegt das entspannte San Diego mit seinem berühmten Zoo und der Altstadt. Nach Osten geht es in die Wüste zum mondänen Palm Springs und weiter in den bizarren Joshua-Tree-Nationalpark (rund 2,5 Stunden). Naturfreunde fahren in die Santa Monica Mountains oder an den Küstenhighway nach Malibu. Und wer Zeit hat, verbindet LA mit einem großen Roadtrip nach San Francisco oder in die Nationalparks – Anregungen dazu finden Sie in unseren Ratgebern zum Roadtrip an der US-Westküste und zu den Nationalparks der USA.

Reisetipp Fahren Sie zum Sonnenuntergang zum Griffith Observatory und bleiben Sie, bis es dunkel wird: Sie sehen zuerst das Hollywood Sign im goldenen Licht und danach das gesamte Lichtermeer der Stadt. Kommen Sie früh, denn die Parkplätze am Berg sind schnell voll – oder nutzen Sie den Shuttle.
Wie viele Tage sollte man für Los Angeles einplanen?

Für die Höhepunkte sollten Sie mindestens vier bis fünf Tage einplanen, da die Entfernungen groß sind. So bleibt Zeit für Hollywood und das Griffith Observatory, einen oder zwei Strandtage, Downtown und einen Ausflug – etwa nach Disneyland oder San Diego – ohne täglich stundenlang im Auto zu sitzen.

Braucht man in Los Angeles einen Mietwagen?

Für die meisten Reisenden ja, weil die Ziele weit auseinanderliegen. Wer sich auf einzelne Viertel und die Küste beschränkt, kommt aber zunehmend mit der wachsenden Metro und Rideshare-Diensten aus. Planen Sie in jedem Fall Zeit für Staus und Budget für Parkgebühren ein.

Wie kommt man zum Hollywood Sign?

Den besten und bequemsten Blick haben Sie kostenlos vom Griffith Observatory. Wer näher heran will, wandert im Griffith Park auf mehreren Wegen bis oberhalb des Schriftzugs. Direkt an die Buchstaben heran darf man nicht, das Gelände ist gesperrt und videoüberwacht.

Wann ist die beste Reisezeit für Los Angeles?

Frühling und Herbst sind ideal: warm, klar und wenig überlaufen. Der Sommer ist warm und trocken, an der Küste angenehmer als im heißen Landesinneren. Rechnen Sie im Frühsommer mit dem „June Gloom“, einer morgendlichen Wolkendecke an der Küste, die sich mittags auflöst.

Wie sicher ist Los Angeles für Touristen?

Die touristischen Gegenden sind sicher. Meiden Sie den Bereich um Skid Row im Osten von Downtown, und lassen Sie wie überall in Kalifornien keine Wertsachen sichtbar im Auto. An den Stränden gilt normale Vorsicht. Mit gesundem Menschenverstand ist LA ein entspanntes Reiseziel.

Sind die Strände von Los Angeles zum Baden geeignet?

Ja, aber der Pazifik ist auch im Sommer erfrischend kühl (meist unter 20 Grad). An bewachten Stränden wie Santa Monica ist das Baden unproblematisch; achten Sie auf die Flaggen und Strömungshinweise der Lifeguards. Zum Sonnen und Flanieren sind die breiten Sandstrände hervorragend.

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