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Las Vegas ist mehr als Casinos: Der Strip mit seinen Mega-Resorts und Weltklasse-Shows, die neonbunte Fremont Street und die Wüste vor den Toren der Stadt machen die Metropole in Nevada zu einem der vielseitigsten Reiseziele der USA. Dieser Reiseführer zeigt Ihnen die beste Reisezeit, versteckte Kosten wie Resort Fees, die smarteste Fortbewegung und die schönsten Tagesausflüge.

Keine Stadt inszeniert sich so konsequent wie Las Vegas. In der Wüste von Nevada ist aus einem Eisenbahn-Wasserhalt eine Fantasiewelt aus Pyramiden, venezianischen Kanälen und dem halben Pariser Eiffelturm gewachsen. Doch Las Vegas ist längst nicht mehr nur Glücksspiel: Kulinarik auf Sterneniveau, spektakuläre Bühnenshows, riesige Poollandschaften und die grandiose Natur ringsum machen einen Aufenthalt auch für Nicht-Spieler lohnend. Dieser Führer hilft Ihnen, die Höhepunkte klug auszuwählen, das Budget realistisch zu planen und die typischen Kostenfallen zu umgehen. Alle Preise sind ungefähre Richtwerte, da in Las Vegas fast alles dynamisch und tagesabhängig bepreist wird.

Der Strip und die Fremont Street

Das Herz der Stadt ist der Las Vegas Strip, ein rund sieben Kilometer langer Abschnitt des Las Vegas Boulevard South, an dem sich die berühmten Mega-Resorts aneinanderreihen: das Bellagio mit seiner Wasserfontänen-Show, das venezianische The Venetian, das Caesars Palace, das MGM Grand und modernere Häuser wie das Aria oder das Fontainebleau. Jedes Resort ist eine eigene Welt mit Casino, Restaurants, Geschäften und Show-Bühne. Abseits des Strips liegt das ältere, ursprünglichere Downtown rund um die Fremont Street: Unter einem gigantischen LED-Baldachin läuft die kostenlose Lichtshow „Viva Vision“, darüber saust die SlotZilla-Zipline hinweg. Hier sind die Casinos kleiner, die Einsätze niedriger und die Atmosphäre nostalgischer – ein sehenswerter Kontrast zum glatten Glamour des Strips.

Welche Shows lohnen sich?

Las Vegas ist die Welthauptstadt der Bühnenshow. Am bekanntesten sind die Produktionen des Cirque du Soleil: „O“ im Bellagio spielt in und über einem echten Wasserbecken, „Mystère“ im Treasure Island gilt als Klassiker, „Kà“ im MGM Grand und „Michael Jackson ONE“ im Mandalay Bay begeistern mit Akrobatik und Musik. Dazu kommen große Residenzen internationaler Stars, klassische Magie (etwa David Copperfield im MGM Grand) und Comedy. Ein Erlebnis der neuen Generation ist die Sphere, eine gigantische Kugel mit der weltweit höchstauflösenden Innenleinwand; hier laufen Konzert-Residenzen und die immersive Filmshow „Postcard from Earth“ (Tickets ab etwa 99 US-Dollar). Tickets für die großen Shows buchen Sie am besten im Voraus, gute Plätze sind schnell vergriffen. Wer spontan ist, findet an offiziellen Rabatt-Ständen manchmal Restkarten für den gleichen Abend.

Wann ist die beste Reisezeit für Las Vegas?

Am angenehmsten sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) mit warmen, trockenen Tagen um 25 bis 30 Grad und milden Abenden – ideal, um den Strip zu Fuß zu erkunden und die Poolsaison zu genießen. Der Sommer ist extrem heiß, im Juli und August klettert das Thermometer regelmäßig auf über 40 Grad; tagsüber flüchtet man dann in die klimatisierten Casinos oder an den Pool. Der Winter bringt milde Tage um 14 bis 16 Grad, aber kühle Abende und geschlossene Poolbereiche – dafür ist es günstiger und weniger voll. Beachten Sie außerdem: Wenn große Messen, Boxkämpfe, Konzerte oder das Formel-1-Rennen im November stattfinden, schnellen die Hotelpreise nach oben. Prüfen Sie den Veranstaltungskalender, bevor Sie ein Datum festlegen.

Was sind Resort Fees und warum ist die Rechnung höher?

Die wichtigste Kostenfalle in Las Vegas heißt Resort Fee. Fast alle Strip-Hotels erheben zusätzlich zum Zimmerpreis eine tägliche Pauschale von rund 35 bis 55 US-Dollar (plus Steuer), die WLAN, Fitnessstudio und lokale Telefonate abdeckt – ob Sie diese Leistungen nutzen oder nicht. Sie wird beim Buchen oft nicht deutlich ausgewiesen und erst an der Rezeption fällig. Kalkulieren Sie diese Gebühr immer ein: Ein „günstiges“ Zimmer für 80 US-Dollar kostet mit Resort Fee und Steuer schnell über 140 US-Dollar pro Nacht. Auch fürs Parken verlangen viele Häuser inzwischen Geld. Positiv: Getränke sind für aktiv Spielende im Casino gratis (ein Trinkgeld von ein bis zwei Dollar pro Getränk ist üblich), und viele Attraktionen wie die Bellagio-Fontänen, die Fremont-Street-Show oder die Vulkanausbrüche vergangener Zeiten sind kostenlos.

Wie bewegt man sich in Las Vegas fort?

Auf dem Strip brauchen Sie kein Auto. Die Entfernungen sehen kürzer aus, als sie sind – von einem Resort zum nächsten läuft man wegen der riesigen Grundstücke und der Fußgängerbrücken oft 15 bis 20 Minuten. Für längere Strecken gibt es drei gute Optionen: den Deuce, einen rund um die Uhr fahrenden Doppeldeckerbus über den ganzen Strip bis Downtown (2-Stunden-Ticket rund 8, 24-Stunden-Pass rund 20 US-Dollar); den Las Vegas Monorail, der auf der Ostseite hinter den Hotels verkehrt (Einzelfahrt rund 6, Tagespass rund 15 US-Dollar); sowie Rideshare-Dienste und Taxis. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn Sie Tagesausflüge in die Umgebung planen – auf dem Strip ist er wegen Stau und Parkgebühren eher hinderlich. Vom Flughafen Harry Reid International sind es nur wenige Minuten zum südlichen Strip.

Welche Ausflüge lohnen sich ab Las Vegas?

Die Lage in der Wüste macht Las Vegas zum perfekten Ausgangspunkt für einige der spektakulärsten Landschaften der USA. Am nächsten liegt der Hoover Dam (rund 45 Minuten), die gewaltige Staumauer am Colorado River. Der Grand Canyon West mit dem gläsernen Skywalk ist in etwa 2,5 Stunden erreichbar, der klassische, tiefere South Rim in rund 4,5 Stunden. Näher und oft unterschätzt sind der Red Rock Canyon mit seiner roten Felsschleife (rund 30 Minuten) und das leuchtend orange Valley of Fire (rund eine Stunde). Weiter entfernt locken der Zion-Nationalpark (rund 2,5 Stunden), das Death Valley und der berühmte Antelope Canyon mit dem Horseshoe Bend. Einen Überblick über Kosten und Reservierungen der großen Schutzgebiete gibt unser Ratgeber zu den Nationalparks der USA.

Kulinarik, Pools und Shopping

Las Vegas hat sich zu einer ernstzunehmenden Gourmet-Destination entwickelt: Nahezu jeder Sternekoch von Weltrang betreibt hier ein Restaurant, von Guy Savoy bis Gordon Ramsay. Die klassischen Buffets sind seltener geworden, aber einige gehobene Varianten bestehen weiter. Tagsüber sind im Sommer die Poollandschaften und die lauten Dayclubs der Resorts das gesellschaftliche Zentrum. Wer shoppen möchte, findet in den Forum Shops im Caesars Palace, im Grand Canal Shoppes des Venetian und in den beiden Premium Outlets alles von Luxus bis Schnäppchen. Für einen Panoramablick fahren Sie mit dem High Roller, dem großen Aussichtsrad am LINQ. Auch abseits des Glücksspiels füllt sich ein Tag also mühelos.

Geld, Trinkgeld und Praktisches

In Las Vegas gelten die üblichen US-Gepflogenheiten. Trinkgeld wird erwartet und ist nicht optional: im Restaurant 18 bis 20 Prozent, an der Bar und für die Cocktailkellnerin im Casino ein bis zwei US-Dollar pro Getränk, für das Zimmermädchen einige Dollar pro Tag und für den Croupier gelegentlich ein Chip. Die ausgezeichneten Preise sind Nettopreise; in Clark County kommt an der Kasse eine Verkaufssteuer von rund 8,4 Prozent hinzu. Kartenzahlung inklusive Apple und Google Pay ist überall möglich, für Trinkgelder ist etwas Bargeld praktisch. Für Glücksspiel und Alkohol gilt ein Mindestalter von 21 Jahren, Ausweiskontrollen sind streng. Leitungswasser ist trinkbar, in der Wüstenhitze sollten Sie viel trinken. Für die Einreise benötigen Sie ein ESTA (rund 40 US-Dollar). Las Vegas liegt in der Pacific Time Zone, neun Stunden hinter Deutschland; Direktflüge ab Deutschland dauern gut elf Stunden.

Reisetipp Buchen Sie Ihr Hotel unter der Woche (Sonntag bis Donnerstag) statt am Wochenende: Die Zimmerpreise auf dem Strip sind an Wochentagen oft nur halb so hoch. Rechnen Sie aber immer die Resort Fee ein, wenn Sie Angebote vergleichen – erst dann stimmt der Vergleich.
Wie viele Tage sollte man für Las Vegas einplanen?

Für den Strip, die Fremont Street und eine Show reichen drei bis vier Nächte. Wenn Sie zusätzlich Tagesausflüge zum Grand Canyon, zum Hoover Dam oder ins Valley of Fire machen möchten, planen Sie fünf bis sechs Nächte ein. Dann lohnt sich auch ein Mietwagen für die Ausflugstage.

Was sind Resort Fees und kann man sie umgehen?

Resort Fees sind tägliche Pflichtpauschalen von rund 35 bis 55 US-Dollar, die fast alle Strip-Hotels zusätzlich zum Zimmerpreis erheben. Umgehen lassen sie sich kaum; einige kleinere Häuser abseits des Strips verzichten darauf. Rechnen Sie die Gebühr immer in den Gesamtpreis ein, wenn Sie Angebote vergleichen.

Braucht man in Las Vegas ein Auto?

Auf dem Strip nicht – hier kommen Sie zu Fuß, mit dem Deuce-Bus oder dem Monorail gut voran, und ein Auto verursacht nur Parkkosten. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn Sie Ausflüge in die Umgebung wie den Grand Canyon oder das Death Valley planen.

Ab welchem Alter darf man in Las Vegas spielen und Alkohol trinken?

Für Glücksspiel und Alkohol gilt in Nevada ein Mindestalter von 21 Jahren. Führen Sie immer einen Ausweis mit sich, denn an Casinos, Bars und Clubs wird das Alter konsequent kontrolliert. Für die Einreise in die USA benötigen Sie außerdem ein gültiges ESTA.

Wie heiß wird es im Sommer in Las Vegas?

Im Juli und August werden regelmäßig über 40 Grad erreicht. Die Hitze ist trocken, aber intensiv; planen Sie Aktivitäten im Freien auf den frühen Morgen oder Abend und trinken Sie viel. Tagsüber sind die klimatisierten Casinos, Malls und Pools die angenehmste Zuflucht.

Lohnt sich Las Vegas auch für Nicht-Spieler?

Ja. Shows, Spitzengastronomie, Pools, Shopping, das Aussichtsrad High Roller und vor allem die Natur ringsum – vom Grand Canyon bis zum Red Rock Canyon – füllen einen Aufenthalt problemlos, ohne dass Sie einen einzigen Dollar am Spieltisch setzen müssen.

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