Der Roadtrip von Seattle nach Los Angeles entlang der Pazifikküste zählt zu den schönsten Autofahrten der Welt: rund 2.250 Kilometer über Regenwälder, Mammutbäume, die Klippen von Big Sur und den legendären Highway 1. Planen Sie zwei bis drei Wochen ein, fahren Sie von Nord nach Süd – und freuen Sie sich: Big Sur ist seit Anfang 2026 wieder durchgehend befahrbar.
Die Route im Überblick
Wie lange dauert der Roadtrip?
Ist Big Sur wieder offen?
Die schönsten Stopps
Beste Reisezeit
Nord oder Süd fahren?
Mietwagen & Kosten
Häufige Fragen
Kaum eine Strecke bündelt so viele Landschaften wie die amerikanische Westküste: Sie beginnen zwischen den Wolkenkratzern Seattles, fahren durch die uralten Regenwälder der Olympic-Halbinsel, folgen der wilden Küste Oregons, staunen in den Redwoods über die höchsten Bäume der Erde und rollen schließlich über den Highway 1 hinunter nach Los Angeles. Dieser Führer zeigt Ihnen die komplette Route, die schönsten Halte und alles, was Sie zu Reisezeit, Fahrtrichtung und Mietwagen wissen müssen.
Die Route: von Seattle über San Francisco nach Los Angeles
Die klassische Küstenroute kombiniert den U.S. Highway 101 im Norden mit der kalifornischen State Route 1 – dem berühmten Pacific Coast Highway – im Süden. Insgesamt sind es entlang der Küste rund 2.250 Kilometer (etwa 1.400 Meilen). Wer nur schnell durchfahren wollte, käme über die Interstate 5 im Landesinneren deutlich kürzer ans Ziel – doch dann verpassen Sie genau das, was diese Reise ausmacht. San Francisco liegt ungefähr auf halber Strecke und ist ein natürliches Etappenziel, um die Fahrt in zwei Hälften zu teilen.
Wie lange dauert der Roadtrip an der Westküste?
Nehmen Sie sich Zeit. Zwar beträgt die reine Fahrzeit nur etwa 24 bis 26 Stunden, doch die kurvige Küstenstraße lässt sich nicht hetzen, und die Stopps sind der eigentliche Sinn der Reise. Realistisch sollten Sie mindestens zwei Wochen einplanen, entspannt sind es zwei bis drei Wochen. Als Faustregel gelten pro Tag rund 150 bis 300 Kilometer – mehr ist auf den engen Küstenabschnitten kaum sinnvoll. Allein Big Sur, die knapp 150 Kilometer zwischen Carmel und San Simeon, kann mit Fotostopps einen halben bis ganzen Tag füllen.
Ist der Highway 1 durch Big Sur wieder offen?
Ja. Nach mehreren Erdrutschen war die spektakulärste Passage der Strecke jahrelang immer wieder unterbrochen. Seit dem 14. Januar 2026 ist der Highway 1 durch Big Sur jedoch wieder durchgehend befahrbar – die letzte Sperrung an der sogenannten Regent’s Slide wurde Monate früher als geplant aufgehoben. Damit ist die durchgehende Küstenverbindung zwischen Carmel und Cambria erstmals seit fast drei Jahren wieder frei.
Ein Vorbehalt bleibt: Winterstürme können jederzeit zu vorübergehenden Sperren oder Baustellen-Verzögerungen führen. Prüfen Sie den aktuellen Streckenstatus deshalb tagesaktuell über die QuickMap von Caltrans, bevor Sie diesen Abschnitt fahren – besonders zwischen November und März. Der Ort Big Sur selbst und seine Aussichtspunkte waren aber auch während der Bauzeit von beiden Seiten erreichbar.
Die schönsten Stopps von Nord nach Süd
- Seattle – Startpunkt mit Pike Place Market, Space Needle und Blick über den Puget Sound.
- Olympic-Nationalpark – moosbehangener Hoh-Regenwald, Treibholzstrände und uralte Wälder auf der Olympic-Halbinsel.
- Oregon Coast – Astoria mit Seefahrtsgeschichte, der ikonische Haystack Rock bei Cannon Beach, Leuchttürme und die Dünen bei Newport.
- Redwood-Nationalpark – die höchsten Bäume der Welt; die Avenue of the Giants führt parallel durch einen Mammutbaumwald.
- Mendocino – viktorianischer Küstenort auf den Klippen Nordkaliforniens.
- San Francisco – Golden Gate Bridge, Cable Cars und Bucht-Flair; ideales Etappenziel zur Mitte der Reise.
- Santa Cruz & Monterey/Carmel – Surferstadt mit historischem Beach Boardwalk, das Monterey Bay Aquarium und der malerische Künstlerort Carmel-by-the-Sea.
- Big Sur – das Herzstück: die vielfotografierte Bixby Creek Bridge, der Wasserfall McWay Falls und kilometerlange Steilküste.
- San Simeon – das opulente Hearst Castle auf dem Hügel und eine ganzjährige See-Elefanten-Kolonie direkt an der Straße.
- Morro Bay, Santa Barbara & Malibu – der markante Morro Rock, die palmengesäumte „American Riviera“ Santa Barbara und die Prominentenstrände von Malibu.
- Los Angeles – das Ziel, mit dem Santa Monica Pier als symbolischem Endpunkt der Reise.
Wann ist die beste Reisezeit für die Westküste?
Die besten Monate sind September und Oktober. Dann löst sich der Küstennebel weitgehend auf, die Sicht auf die Steilküsten ist am klarsten, das Wasser am wärmsten und der Andrang nach den Sommerferien geringer. Im Hochsommer sorgt der sogenannte „June Gloom“ für zähen Morgen- und Abendnebel, der sich meist erst über Mittag lichtet – planen Sie Aussichtspunkte und Wanderungen dann eher für den frühen Nachmittag. Der Winter ist landschaftlich reizvoll, birgt aber das höchste Risiko für sturmbedingte Sperrungen. Eine ausführliche Übersicht bietet unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Nordamerika.
In welche Richtung fahren – Nord oder Süd?
Fahren Sie von Nord nach Süd, also von Seattle Richtung Los Angeles. In den USA herrscht Rechtsverkehr, und wer südwärts fährt, befindet sich auf der Ozeanseite der Straße. Die Aussichtspunkte und Parkbuchten erreichen Sie dann durch einfaches Rechtsabbiegen, ohne den Gegenverkehr zu queren – bequemer, sicherer und mit der besseren Sicht vom Fahrersitz. Gerade in Big Sur macht das einen spürbaren Unterschied.
Lohnende Abstecher ins Landesinnere
Die Küste ist der rote Faden, doch einige der schönsten Ziele liegen einen Tagesausflug landeinwärts. Von San Francisco erreichen Sie in rund vier Stunden den Yosemite-Nationalpark mit seinen Granitwänden und Wasserfällen. Nördlich der Bucht lockt das Weinland von Napa und Sonoma mit Verkostungen und sanften Rebhügeln. Wer die Reise verlängern will, fährt ab Los Angeles ostwärts nach Las Vegas und weiter zum Death Valley oder in die Nationalparks des Südwestens, oder südwärts bis San Diego mit mildem Klima und der Nähe zur mexikanischen Grenze. Solche Schlenker lassen sich gut anhängen, sprengen aber schnell den Zeitrahmen – planen Sie sie bewusst ein, statt sie unterwegs zu erzwingen. Anregungen bietet unser Überblick zu den Nationalparks der USA.
Unterkünfte unterwegs: früh buchen lohnt sich
Auf der beliebten Küstenroute sind gute Unterkünfte in der Hauptsaison schnell vergeben, besonders in Big Sur, in den Nationalpark-Toren und rund um San Francisco. Reservieren Sie die Etappen mit fixem Datum – vor allem die Nächte in Big Sur und in den Städten – einige Wochen im Voraus, und halten Sie sich bei den flexibleren Küstenabschnitten Spielraum offen. Motels an der Strecke sind meist unkompliziert und fair bepreist, während die Lodges in Big Sur zu den teuersten der Küste gehören. Ein bewährtes Muster ist, in größeren Orten wie Astoria, Eureka, San Francisco und Santa Barbara zu übernachten und die Panoramaabschnitte tagsüber zu fahren.
Praktisches: Mietwagen, Kosten und Tempolimits
Weil Start und Ziel weit auseinanderliegen, buchen Sie einen Einweg-Mietwagen (One-Way). Dafür fällt meist eine Rückgabegebühr an, die je nach Anbieter und Saison zwischen etwa 300 und 500 US-Dollar liegen kann – der genaue Betrag wird bei der Buchung ausgewiesen, deshalb lohnt der Vergleich. Kalifornien hat die höchsten Spritpreise der USA (zuletzt rund 1,55 US-Dollar pro Liter), Oregon und Washington sind günstiger. Die Tempolimits liegen auf Highways meist bei 65 mph (rund 105 km/h), auf dem kurvigen Highway 1 durch Big Sur fahren Sie real oft nur 40 bis 70 km/h – rechnen Sie die Fahrzeit also großzügiger, als es die reine Kilometerzahl vermuten lässt. Für die Einreise brauchen Sie ein gültiges ESTA.
Wie viele Tage braucht man von Seattle nach Los Angeles?
Für die Küstenroute sollten Sie mindestens zwei Wochen einplanen, entspannt zwei bis drei Wochen. Die reine Fahrzeit beträgt zwar nur etwa 24 bis 26 Stunden, doch die Stopps und die langsame Küstenstraße sind der eigentliche Reiz. Wer weniger Zeit hat, fährt nur einen Teilabschnitt, etwa San Francisco bis Los Angeles.
Ist der Highway 1 durch Big Sur 2026 befahrbar?
Ja, seit dem 14. Januar 2026 ist die Strecke wieder durchgehend offen. Winterstürme können aber kurzfristig zu Sperren führen. Prüfen Sie zwischen November und März den aktuellen Status über die Caltrans-QuickMap, bevor Sie den Abschnitt fahren.
Sollte man den Roadtrip von Norden oder von Süden aus starten?
Von Norden nach Süden. So fahren Sie auf der Ozeanseite der Straße, erreichen Aussichtspunkte durch Rechtsabbiegen und haben die bessere Sicht – besonders wichtig auf dem kurvigen Big-Sur-Abschnitt.
Wann ist die beste Reisezeit für die Pazifikküste?
September und Oktober gelten als beste Monate: klare Sicht, warmes Wetter, wenig Nebel und geringerer Andrang. Der Hochsommer bringt oft zähen Küstennebel („June Gloom“), der Winter das höchste Risiko für Straßensperrungen.
Was kostet ein Einweg-Mietwagen von Seattle nach Los Angeles?
Zum normalen Mietpreis kommt meist eine Einweggebühr für die Rückgabe an einem anderen Ort. Je nach Anbieter und Saison bewegt sie sich oft zwischen rund 300 und 500 US-Dollar. Die genaue Höhe wird bei der Buchung angezeigt – ein Anbietervergleich lohnt sich.
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