Für einen Mietwagen in den USA brauchen Sie einen gültigen Führerschein in lateinischen Buchstaben, eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers und je nach Vermieter ein Mindestalter von 21 bis 25 Jahren. Wichtig sind die Zusatzhaftpflicht SLI, unbegrenzte Freimeilen und die Regelung für Mautstraßen. Ein Internationaler Führerschein wird empfohlen.
Was brauchen Sie, um in den USA ein Auto zu mieten?
Welche Versicherungen sind sinnvoll?
Wie funktionieren Maut und Tanken?
Welche Verkehrsregeln sind anders als in Deutschland?
Wie verhalten Sie sich bei einer Polizeikontrolle?
Welche Strecken eignen sich für das Auto?
Welche Kosten kommen zum Mietpreis hinzu?
Wie läuft die Abholung ab?
Was tun bei Panne oder Unfall?
Was passiert mit Strafzetteln und Blitzern?
Wie sparen Sie beim Mietwagen?
Häufige Fragen
Ohne Auto kommen Sie in den meisten Regionen der USA nicht weit: Nationalparks, Kleinstädte und Küstenstraßen liegen weit auseinander. Ein Mietwagen ist deshalb die wichtigste Buchung nach dem Flug. Die Preise vergleichen Sie am besten über mehrere Anbieter, die Bedingungen entscheiden aber mehr als der Tagespreis.
Diese Seite erklärt, welche Papiere Sie brauchen, welche Versicherungen sinnvoll sind, worauf Sie bei Mautstraßen und Tankstellen achten und welche Verkehrsregeln in den USA anders sind als in Deutschland. Die Hinweise stützen sich auf das Auswärtige Amt, Reiseveranstalter und Verbraucherseiten, Stand: Oktober 2026. Konkrete Mietpreise nennen wir nicht, weil sie je nach Saison und Ort stark schwanken.
Was brauchen Sie, um in den USA ein Auto zu mieten?
Sie brauchen einen gültigen Führerschein, eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers und ein Mindestalter. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass der nationale Führerschein Pflicht ist, in einigen Bundesstaaten ein Internationaler Führerschein zusätzlich verlangt wird und dass das Mitführen grundsätzlich empfohlen ist. Reiseveranstalter ergänzen: Der Internationale Führerschein ist nicht immer nötig, solange Ihr Führerschein in lateinischen Buchstaben ausgestellt ist.
| Anforderung | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Mindestalter | 21 bis 25 Jahre | je nach Vermieter, Auswärtiges Amt: meist 25 |
| Unter 25 | Zusatzgebühr üblich | Young Driver Fee, vorab erfragen |
| Führerschein | national, lateinische Schrift | Internationaler Führerschein empfohlen |
| Kreditkarte | auf Namen des Hauptfahrers | Kaution wird geblockt |
| Kaution | einige hundert bis über tausend Dollar | je nach Vermieter |
| Zusatzfahrer | meist gegen Gebühr | in manchen Tarifen enthalten |
Die Kaution wird auf der Kreditkarte blockiert und reduziert Ihren Verfügungsrahmen. Planen Sie dafür ein ausreichendes Limit ein, besonders wenn Sie die Karte auch für Hotels nutzen.
Welche Versicherungen sind sinnvoll?
Mietwagenangebote enthalten in den USA meist nur die gesetzliche Mindest-Haftpflicht des jeweiligen Bundesstaates, und die kann sehr niedrig sein. Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass Strafschadensersatz („punitive damages“) nicht versicherbar ist und US-Urteile bei späteren Einreisen vollstreckt werden können. Die Zusatzhaftpflicht SLI (Supplemental Liability Insurance) erhöht die Deckung für Schäden an Dritten, üblich ist laut Anbietern eine Summe von 1.000.000 Dollar. Sie deckt nur Schäden an Dritten, nicht am Mietwagen.
Für Schäden am Mietwagen sorgt die Kaskoversicherung CDW oder LDW, die je nach Anbieter und Tarif bereits enthalten ist; häufig bleibt trotzdem eine Selbstbeteiligung von mehreren hundert Dollar. Prüfen Sie im Angebot, was enthalten ist, und vergleichen Sie Tarife mit und ohne Vollschutz. Manche Reisekrankenversicherungen und Reiseschutzpakete decken die SLI, was im Einzelfall zu prüfen ist.
Wie funktionieren Maut und Tanken?
Es gibt kein einheitliches Mautsystem. Autobahnen, Brücken und Tunnel sind teils mautpflichtig; das Auswärtige Amt empfiehlt, sich bei der Vermietung nach Gebühren und Zahlungsweisen zu erkundigen. Im Nordosten und Mittleren Osten der USA sind viele Straßen mit E-ZPass ausgestattet. Ihr eigener Transponder funktioniert im Mietwagen meist nicht. Vermieter bieten Systeme wie PlatePass an und verlangen dafür Gebühren. Ohne Programm können Verwaltungsgebühren je Mautbuchung dazukommen; fragen Sie nach Höhe und Obergrenze.
An Zapfsäulen wird häufig eine US-Postleitzahl zur Kartenprüfung verlangt; Karten aus dem Ausland funktionieren dann oft nicht. Zahlen Sie in diesem Fall im Tankstellenshop an der Kasse. Gemessen wird in Gallonen; eine US-Gallone sind 3,785 Liter.
Welche Verkehrsregeln sind anders als in Deutschland?
Die Geschwindigkeitsgrenzen sind niedriger. Sie werden in Meilen pro Stunde angegeben, eine Meile pro Stunde entspricht rund 1,6 km/h. Auf Landstraßen und Highways liegen die Grenzen meist zwischen 55 und 75 mph (88 bis 120 km/h), in Texas bis 85 mph. Die Regeln legt jeder Bundesstaat selbst fest. Überschreitungen sind teuer und können das Auswärtige Amt zufolge sogar zu Haft führen.
- Rechtsabbiegen bei Rot: In den meisten Bundesstaaten nach vollständigem Halt erlaubt, wenn kein Schild es verbietet; in New York City nicht.
- All-Way-Stop: Es fährt, wer zuerst angehalten hat.
- Schulbusse: Hält ein Schulbus mit blinkendem Rotlicht, müssen Sie auch aus der Gegenrichtung halten.
- Überholen: Rechts überholen ist in den meisten Bundesstaaten erlaubt.
- Handy: In vielen Bundesstaaten ist die Nutzung ohne Freisprecheinrichtung verboten.
- Alkohol: Trinken in der Öffentlichkeit ist verboten; Alkohol am Steuer wird hart bestraft.
Wie verhalten Sie sich bei einer Polizeikontrolle?
Bleiben Sie im Auto, öffnen Sie das Fenster, halten Sie die Hände sichtbar am Lenkrad und folgen Sie den Anweisungen. Steigen Sie nur aus, wenn Sie dazu aufgefordert werden, weil das als Bedrohung gewertet werden kann. Bußgelder für Parken und Verkehrsverstöße sollten Sie vor der Ausreise bezahlen, denn unbezahlte Strafzettel können bei späteren Einreisen Probleme bereiten; die deutschen Vertretungen können hier nicht eingreifen.
Welche Strecken eignen sich für das Auto?
Klassiker sind die Westküste (Roadtrip Westküste USA), die Route 66 (Route 66) und die Rundreise durch den Südwesten (Südwesten der USA). Für Texas lesen Sie Texas, für Städtekombinationen die Städte-Übersicht. In Alaska und in den Nationalparks gelten oft zusätzliche Regeln; Hinweise stehen auf den jeweiligen Seiten.
Welche Kosten kommen zum Mietpreis hinzu?
Der Tagespreis im Vergleichsportal ist selten der Endpreis. Rechnen Sie mit diesen Posten, die Reiseveranstalter, Vermieter und Verbraucherseiten nennen:
- Aufschlag für Flughafenstationen, die bequem, aber oft teurer sind als Stationen in der Stadt
- Gebühr für Fahrer unter 25 Jahren
- Gebühr für Zusatzfahrer, falls sie nicht im Tarif enthalten sind
- Einwegmiete, wenn Sie das Auto in einem anderen Bundesstaat zurückgeben
- Zusatzhaftpflicht SLI, wenn sie nicht enthalten ist, und Selbstbeteiligung bei Kasko-Schäden
- Maut und Verwaltungsgebühren des Mautprogramms
- Kraftstoff, wenn Sie nicht voll getankt zurückgeben
- Kosten für Navigationsgerät oder Kindersitz, falls Sie diese beim Vermieter hinzubuchen
Prüfen Sie jeden Posten im Mietvertrag, bevor Sie unterschreiben, und vergleichen Sie Komplettangebote statt Tagespreise. Wer bei einem deutschen Veranstalter oder Vergleichsportal bucht, erhält oft Tarife mit bereits enthaltenen Posten; das Kleingedruckte gilt trotzdem.
Wie läuft die Abholung ab?
Rechnen Sie am Schalter mit einer Wartezeit, besonders bei Flughafenstationen nach Langstreckenflügen. Halten Sie Reisepass, Führerschein, Kreditkarte und Buchungsbestätigung bereit. Der Mitarbeiter erklärt Ihnen Tarif, Versicherungen und Zusatzprodukte; lehnen Sie nur ab, was Sie verstanden haben und nicht brauchen. Vor der Abfahrt prüfen Sie das Auto auf Kratzer und Dellen und lassen Vorschäden im Übergabeprotokoll vermerken.
Planen Sie den ersten Tag kurz, weil Sie müde sind und ein neues Fahrzeug, andere Regeln und ungewohnte Kreuzungen auf Sie warten, auch wenn wie in Deutschland rechts gefahren wird. Stellen Sie das Navigationsgerät oder die Navigations-App vor der Abfahrt ein. Wer mit Handy navigiert, achtet auf die Freisprechpflicht in vielen Bundesstaaten.
Was tun bei Panne oder Unfall?
Bei einer Panne hilft in der Regel der Pannenservice, dessen Nummer in den Mietunterlagen steht. Bei einem Unfall rufen Sie die Polizei, melden den Schaden dem Vermieter und halten Fotos und Namen der Beteiligten fest. Unterschreiben Sie keine Schuldanerkenntnisse, ohne den Vermieter oder eine Versicherung zu informieren. Die Selbstbeteiligung bei Schäden am Mietwagen kann hoch sein, sie ist ein weiterer Grund, die Vollkasko-Optionen im Angebot genau zu lesen.
Was passiert mit Strafzetteln und Blitzern?
Parkvergehen und Verkehrsverstöße sollten Sie vor der Ausreise bezahlen. Das Auswärtige Amt warnt, dass unbezahlte Strafzettel bei späteren Einreisen Probleme verursachen können und deutsche Vertretungen nicht eingreifen können. Geschwindigkeit wird mit Radar, Laser und Streifenwagen kontrolliert, in manchen Gegenden auch mit Kameras, sodass ein Bußgeld auch per Post kommen kann. Fragen Sie bei Unsicherheit den Vermieter, wie er Bußgelder weiterleitet und welche Verwaltungsgebühr er berechnet.
Wie sparen Sie beim Mietwagen?
Prüfen Sie, ob unbegrenzte Freimeilen enthalten sind, weil lange Schleifen sonst teuer werden. Klären Sie die Tankregelung: Selbst voll getankt zurückzugeben ist meist günstiger. Flughafenstationen sind bequem, aber oft teurer als Stationen in der Stadt. Einwegmieten, also Rückgabe in einem anderen Bundesstaat, sind möglich, verursachen aber zusätzliche Gebühren. Dokumentieren Sie bei der Abholung vorhandene Schäden mit Fotos und beachten Sie Abhol- und Rückgabezeiten.
Brauche ich einen Internationalen Führerschein für die USA?
Er ist nicht immer Pflicht, wird aber empfohlen. Das Auswärtige Amt nennt einzelne Bundesstaaten, die ihn verlangen. Nehmen Sie ihn zur Sicherheit mit, er kostet wenig.
Ab welchem Alter kann ich ein Auto mieten?
Je nach Vermieter ab 21 bis 25 Jahren. Unter 25 fällt oft eine Zusatzgebühr an. Erfragen Sie die Bedingungen vor der Buchung.
Brauche ich eine Zusatzhaftpflicht?
Die Mindest-Haftpflicht ist in vielen Bundesstaaten niedrig. Eine Erhöhung über SLI ist deshalb meist sinnvoll. Prüfen Sie, ob Ihr Tarif sie bereits enthält.
Kann ich mit der EC-Karte mieten?
Meist nicht. Die Kaution braucht eine Kreditkarte, die auf den Namen des Hauptfahrers lautet.
Wie hoch sind die Mautkosten?
Das hängt von der Region ab. Im Nordosten fallen viele Mautstellen an, im Westen und Süden deutlich weniger. Fragen Sie den Vermieter nach Gebühren für das Mautsystem.
Welche Monate sich für Ihre Route eignen, lesen Sie unter beste Reisezeit Nordamerika. Für die Planung der gesamten Reise lesen Sie auch Wohnmobil USA und Kanada, die Kostenübersicht Kosten USA-Urlaub und den Hinweis zur Einreise mit dem ESTA; die Gesamtübersicht ist die USA-Seite.
