Ein USA-Urlaub kostet mehr als Flug und Hotel: Hinzu kommen ESTA (rund 40 US-Dollar), Nationalparkgebühren mit 100 US-Dollar Zuschlag pro Person ab 16 Jahren, Mietwagen, Sprit (Anfang Oktober 2026 im Schnitt 4,35 US-Dollar je Gallone), Verkaufssteuern und rund 18 bis 20 Prozent Trinkgeld. Hotels lagen 2026 im Durchschnitt bei 152 bis 169 US-Dollar pro Nacht.
Aus welchen Kosten setzt sich ein USA-Urlaub zusammen?
Was kostet die Einreise?
Was kosten Nationalparks?
Was kosten Hotels?
Wie wirken Steuern auf die Preise?
Was kosten Auto und Sprit?
Was kostet Kanada im Vergleich?
Was kostet das Wohnmobil zusätzlich?
Was kosten Essen und Trinkgeld?
Wie sieht ein Rechenbeispiel für zwei Wochen aus?
Wo sparen Sie sinnvoll?
Häufige Fragen
Reisende planen meist Flug und Unterkunft und werden von den Nebenkosten überrascht: Steuern kommen an der Kasse dazu, Trinkgeld gehört zum Preis, Parks verlangen Eintritt, und der Mietwagen hat Zusatzposten. Wer die Bausteine kennt, kalkuliert realistischer und vermeidet Überraschungen am Ende der Reise.
Diese Seite sortiert die Kosten in Blöcke, nennt belegte Richtwerte für USA und Kanada und rechnet ein Beispiel durch. Preise für Flüge nennen wir nicht, weil sie von Saison und Anbieter abhängen; ebenso schwanken Mietwagenpreise. Alle Werte sind Richtwerte, Stand: Oktober 2026.
Aus welchen Kosten setzt sich ein USA-Urlaub zusammen?
Die folgende Tabelle zeigt, welche festen und variablen Posten Sie einplanen sollten. Feste Posten wie Einreisegenehmigung und Parkeintritt lassen sich genau berechnen, variable wie Hotel und Verpflegung hängen vom Reisestil ab.
| Baustein | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| ESTA USA | rund 40 US-Dollar pro Person | zwei Jahre gültig |
| eTA Kanada | 7 kanadische Dollar | bis zu fünf Jahre gültig |
| Nationalpark, Fahrzeug | 35 US-Dollar (Zion, Yellowstone und andere) | sieben Tage |
| Zuschlag ohne US-Wohnsitz | 100 US-Dollar pro Person ab 16 | an elf Parks |
| Jahrespass für Gäste | 250 US-Dollar | ersetzt den Zuschlag |
| Parks Canada Discovery Pass | rund 84 kanadische Dollar | Erwachsene |
| Hotel (US-Durchschnitt 2026) | 152 bis 169 US-Dollar pro Nacht | Monatsdurchschnitte Januar bis Mai |
| Sprit | 4,35 US-Dollar je Gallone | rund 1,15 US-Dollar je Liter |
| Trinkgeld | 18 bis 20 Prozent im Restaurant | siehe Trinkgeld-Seite |
| Verkaufssteuer | je nach Staat und Ort verschieden | nicht im Preis enthalten |
Was kostet die Einreise?
Das ESTA kostet rund 40 US-Dollar (Stand: Oktober 2026) und gilt zwei Jahre; Details und der offizielle Antragsweg stehen auf der Seite ESTA USA. Für Kanada ist bei Anreise per Flug die eTA für 7 kanadische Dollar nötig, siehe eTA Kanada. Seit April 2026 verlangt der ESTA-Antrag zusätzlich ein Selfie; die eTA ist bis zu fünf Jahre oder bis zum Ablauf des Passes gültig und bei Anreise auf dem Landweg nicht nötig. Beantragen Sie beide nur auf den offiziellen Regierungsseiten, weil Vermittler ein Vielfaches verlangen.
Was kosten Nationalparks?
In den USA kostet der Eintritt pro Fahrzeug je nach Park etwa 20 bis 35 US-Dollar. An elf Parks, darunter Zion, Yellowstone, Yosemite, Grand Canyon, Glacier, Rocky Mountain und Bryce Canyon, zahlen Gäste ohne US-Wohnsitz seit 1. Januar 2026 zusätzlich 100 US-Dollar pro Person ab 16 Jahren. Der Jahrespass „America the Beautiful“ für Nicht-Einwohner kostet 250 US-Dollar und ersetzt den Zuschlag; die kostenlosen Eintrittstage gelten nicht für Gäste ohne US-Wohnsitz.
Ein Rechenbeispiel zeigt, warum sich der Pass lohnt. Zwei Erwachsene zahlen in einem Zuschlagspark 35 plus 2 mal 100, also 235 US-Dollar. Besuchen sie zwei solche Parks, sind es 470 US-Dollar. Mit dem Jahrespass kosten beide Parks zusammen 250 US-Dollar. Einzelheiten zu den Parks lesen Sie auf den Seiten Zion, Glacier und Nationalparks USA.
Was kosten Hotels?
Nach den Monatsberichten von CoStar/STR lag der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) in den US-Hotels 2026 bei 152,09 US-Dollar im Januar, 162,58 im Februar, 165,90 im April und 168,51 im Mai. Das ist ein landesweiter Durchschnitt über alle Kategorien; Metropolen, Küstenorte und Nationalparkregionen liegen deutlich höher, abgelegene Orte niedriger. Seit dem 12. Mai 2025 müssen Pflichtgebühren wie Resort Fees laut der Handelsbehörde FTC im angezeigten Preis enthalten sein; Steuern dürfen weiterhin getrennt ausgewiesen werden. Das schützt Sie vor Aufschlägen erst beim Auschecken, verhindert aber nicht, dass Resort Fees erhoben werden.
Wie wirken Steuern auf die Preise?
In den USA kommt die Verkaufssteuer an der Kasse dazu, sie steckt nicht im ausgezeichneten Preis. Fünf Bundesstaaten erheben keine staatliche Verkaufssteuer: New Hampshire, Oregon, Montana, Alaska und Delaware; in Alaska gibt es örtliche Sätze. Die Gesamtbelastung aus staatlicher und örtlicher Steuer unterscheidet sich von Ort zu Ort deutlich; fragen Sie im Zweifel nach dem Satz vor Ort. Hotels kommen mit eigenen Übernachtungssteuern hinzu. In Kanada erheben die Provinzen eigene Steuern, in Ontario etwa 13 Prozent HST, wie die Seite Toronto zeigt.
Was kosten Auto und Sprit?
Mietwagenpreise schwanken stark mit Saison, Ort und Laufzeit. Hinzu kommen Posten wie Zusatzhaftpflicht, Zusatzfahrer, Einweggebühr und Maut; alle Posten finden Sie auf der Seite Mietwagen USA. Benzin kostete Anfang Oktober 2026 im US-Durchschnitt 4,35 US-Dollar je Gallone, nach 4,47 US-Dollar in der Vorwoche. Eine Gallone sind 3,785 Liter, das sind rund 1,15 US-Dollar je Liter. Weil die Distanzen groß sind, fällt der Sprit bei Rundreisen ins Gewicht. Wer ein Wohnmobil nutzt, rechnet mit höherem Verbrauch und mit Meilenpaketen, siehe Wohnmobil USA und Kanada.
Was kostet Kanada im Vergleich?
Kanada rechnet in kanadischen Dollar. Die Einreise per Flug erfordert die eTA für 7 kanadische Dollar. In den Nationalparks der Rockies kostet der Tageseintritt rund 12 CAD pro Erwachsenem oder knapp 25 CAD für ein Fahrzeug mit bis zu sieben Personen; der Parks Canada Discovery Pass für zwölf Monate liegt bei rund 84 CAD für Erwachsene und rund 168 CAD als Familien- und Gruppenpass. Kinder bis 17 Jahre sind frei. Einen Zuschlag für ausländische Gäste gibt es dort nicht.
Teuer sind im Sommer die Orte in den Parks: Der durchschnittliche Zimmerpreis in Banff lag 2025 über das Jahr bei rund 450 CAD pro Nacht, im Juli und August deutlich höher; Canmore, rund 20 Minuten entfernt, ist günstiger. Am Lake Louise kostet der Uferparkplatz in der Saison rund 42 CAD pro Tag. Zu allen Preisen kommen die Provinzsteuern, in Ontario 13 Prozent HST. Mehr dazu auf der Seite Westkanada und Rocky Mountains.
Was kostet das Wohnmobil zusätzlich?
Beim Wohnmobil bestimmen weniger der Tagespreis als die Nebenkosten die Rechnung: Meilenpaket, Generator, Vorbereitungs- und Umweltgebühren, Einweggebühr, Benzin und Propangas sowie die Kaution, die auf der Kreditkarte blockiert wird. Alle Posten und die Fragen an den Vermieter stehen auf der Seite zum Wohnmobil.
Was kosten Essen und Trinkgeld?
Das Menü steht ohne Steuer und Trinkgeld auf der Karte. Ein Rechenbeispiel: Zwei Personen essen für 80 US-Dollar vor Steuern. Bei einem angenommenen Steuersatz von 8 Prozent kommen rund 6 US-Dollar hinzu, bei 18 Prozent Trinkgeld weitere 14,40 US-Dollar, zusammen also rund 100 US-Dollar. Die Richtwerte für Trinkgeld stehen auf der Seite Trinkgeld USA und Kanada. Selbstbedienung und Imbiss sind günstiger, weil dort meist kein oder wenig Trinkgeld anfällt.
Wie sieht ein Rechenbeispiel für zwei Wochen aus?
Zwei Erwachsene reisen 14 Nächte durch den Westen, dabei zwei Zuschlagparks. Fixkosten: ESTA 2 mal rund 40, zusammen rund 80 US-Dollar; Jahrespass 250 US-Dollar statt 470 US-Dollar Einzeleintritt; Hotels bei einem Durchschnittspreis von 165 US-Dollar für 14 Nächte rund 2.310 US-Dollar zuzüglich Steuern. Hinzu kommen Mietwagen, Sprit, Verpflegung mit Trinkgeld und Eintritte, die Sie nach Reiseroute ansetzen.
Das Beispiel zeigt die Richtung: Unterkunft ist der größte feste Posten, Parks lassen sich mit dem Jahrespass deckeln, und Mietwagen und Verpflegung bestimmen die Spanne nach oben. Kalkulieren Sie lieber einen Puffer von etwa zehn Prozent für Steuern, Trinkgeld und Kleinigkeiten ein, und führen Sie während der Reise ein einfaches Kassenbuch, damit Sie früh erkennen, ob Sie im Plan liegen, und gleichen Sie ihn am Ende jeder Woche mit Ihrem Budget ab.
Wo sparen Sie sinnvoll?
Nutzen Sie den Jahrespass für mehrere Parks, buchen Sie Hotels außerhalb der Parkeingänge, vergleichen Sie Mietwagen mit Freimeilen und tanken Sie voll, bevor Sie zurückgeben. Wer in der Nebensaison reist, spart bei Unterkunft und Eintritt; Hinweise zur Reisezeit finden Sie auf der Seite beste Reisezeit Nordamerika. Vermeiden Sie Gebühren für Dritte: Zahlen Sie ESTA und eTA nur bei den Behörden. Prüfen Sie außerdem, ob in der Unterkunft Pflichtgebühren wie Resort Fees bereits im angezeigten Preis stehen, und rechnen Sie Parkgebühren in Städten und an Nationalparkzugängen ein, weil sie bei Rundreisen schnell zusammenkommen.
Wie viel Geld brauche ich pro Tag in den USA?
Das hängt stark vom Reisestil ab. Hotels kosteten 2026 im Landesdurchschnitt rund 150 bis 170 US-Dollar pro Nacht; Verpflegung, Mietwagen und Eintritte kommen hinzu. Rechnen Sie Ihre eigene Route mit den Bausteinen aus der Tabelle.
Sind Preise in den USA inklusive Steuern?
Nein. Die Verkaufssteuer wird an der Kasse addiert, Trinkgeld ebenfalls. Bei Hotels müssen Pflichtgebühren im angezeigten Preis stehen, Steuern dürfen getrennt erscheinen.
Lohnt sich der Jahrespass für Nationalparks?
Ja, sobald Sie zwei Parks mit Zuschlag besuchen. Zwei Erwachsene zahlen dort ohne Pass 470 US-Dollar, mit Pass 250 US-Dollar. Der Pass gilt für das Fahrzeug samt Insassen.
Kann ich mit Kreditkarte überall zahlen?
In den USA und Kanada ist die Kreditkarte das wichtigste Zahlungsmittel. Etwas Bargeld brauchen Sie für Trinkgeld. Prüfen Sie Gebühren für Auslandseinsätze bei Ihrer Bank.
Sind Kosten in Kanada niedriger?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Park- und Einreisekosten sind niedriger, Steuern wie die HST in Ontario kommen aber hinzu. Orte wie Banff sind im Sommer teuer.
Weiterführende Einreisehinweise stehen bei ESTA USA; die Übersicht aller Ziele bietet die USA-Seite.
Passend dazu: America the Beautiful Pass für Gäste aus Deutschland.
