Sian Ka’an
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Sian Ka’an

Sian Ka’an liegt an der Karibikküste Quintana Roos in den Gemeinden Tulum und Felipe Carrillo Puerto und umfasst 528.148 Hektar. Das Biosphärenreservat besteht seit 1986 und gehört seit 1987 zum Welterbe. Mangroven, Lagunen, Savannen, Cenoten, Petenes und ein Stück des Mesoamerikanischen Riffs liegen hier nebeneinander. Tapir, Jaguar, Manati und Seevogelkolonien finden hier Lebensraum.

Sian Ka’an ist der große Gegenentwurf zur bebauten Küste Quintana Roos. Das Reservat zieht sich an der Karibikseite der Halbinsel Yucatán entlang, von den Lagunen südlich von Tulum bis weit in den Süden, und umfasst Land, Süßwasser, Küste und offenes Meer in einem Stück. Nur wenige Fischersiedlungen liegen darin, der größte Teil besteht aus Feuchtwald, Sumpf, Mangrove und flachen Buchten.

Diese Seite führt durch den Aufbau des Reservats, durch Kernzonen, Lagunensysteme und Buchten, durch das unterirdische Wasser und die Küste und durch die Tierwelt. Sie ergänzt die Seite Yucatán und Maya-Welt und die Seite Cancún und Playa del Carmen im Norden. Das Gesamtbild des Landes bietet die Seite Mexiko, die Jahreszeiten erklärt die Seite beste Reisezeit in Nordamerika.

Was sollten Sie über Sian Ka’an auf einen Blick wissen?

Die Tabelle fasst die belegten Eckdaten zusammen. Die Abschnitte darunter ordnen sie ein.

ThemaAngabeEinordnung
LageQuintana Roo, Gemeinden Tulum und Felipe Carrillo PuertoKaribikküste der Halbinsel Yucatán
Fläche528.148 HektarBiosphärenreservat allein
Schutzgebietskomplex652.192,97 HektarMit Uaymil und dem Riffreservat Arrecifes de Sian Ka’an
Dekret20. Januar 1986Veröffentlicht im Diario Oficial de la Federación
Welterbe1987Naturerbe, eingetragen am 11. Dezember 1987
KernzonenMuyil, Cayo Culebras, UaimilZusammen rund 279.700 Hektar
HöheMeeresspiegel bis etwa 10 MeterFlaches Land mit Lagunen und Sümpfen
VerwaltungCONANPNationale Kommission für geschützte Naturgebiete

Wo liegt das Reservat, und wie groß ist es?

Sian Ka’an liegt im Bundesstaat Quintana Roo an der Ostküste der Halbinsel Yucatán. Das Dekret vom 20. Januar 1986 betraf die Gemeinden Cozumel und Felipe Carrillo Puerto. Der Teil, der damals zu Cozumel gehörte, liegt heute in der Gemeinde Tulum. Die Gemeinden Felipe Carrillo Puerto, Tulum, Bacalar und Othón P. Blanco haben Anteil am gesamten Schutzgebietskomplex.

Das Biosphärenreservat selbst umfasst 528.148 Hektar, das entspricht gut 5.280 Quadratkilometern. Zusammen mit dem benachbarten Schutzgebiet für Flora und Fauna Uaymil und dem Riffreservat Arrecifes de Sian Ka’an bildet es den Komplex Sian Ka’an mit 652.192,97 Hektar. Für den gesamten Komplex gilt ein gemeinsamer Managementplan der Schutzgebietsverwaltung CONANP.

Das Land ist flach. Von der Küste bis ins Landesinnere liegt es zwischen dem Meeresspiegel und etwa zehn Metern Höhe. Auf diesem niedrigen Relief entscheidet jeder Zentimeter über Wasser: Wo es etwas höher liegt, wachsen Wälder, wo es etwas tiefer liegt, stehen Sümpfe und Lagunen. Der Meeresteil reicht an der Ostseite bis zu einer Wassertiefe von 50 Metern.

Der Status wurde in mehreren Schritten ausgebaut. Das Dekret von 1986 stellte die Fläche unter Schutz. Ein Acuerdo vom 7. Juni 2000 ordnete sie der Kategorie Reserva de la Biosfera zu. Ein Jahr nach dem Dekret, im Dezember 1987, nahm die UNESCO Sian Ka’an in die Welterbeliste auf. Als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung gehört das Reservat außerdem zu den Ramsar-Gebieten.

Überflutete Savanne mit Tasiste-Palmen und kleinen bewaldeten Inseln im flachen Wasser in Quintana Roo

Wie ist das Reservat in Zonen gegliedert?

Der Managementplan, den das Umweltministerium im Januar 2015 im Diario Oficial veröffentlichte, gliedert das Reservat in Kernzonen und eine Pufferzone. Es gibt drei Kernzonen mit zusammen rund 279.700 Hektar. Die Kernzone Muyil im Norden umfasst 33.418,5 Hektar. Die Kernzone Cayo Culebras besteht aus 6.105 Hektar, überwiegend Meeresfläche mit einem kleinen Anteil an Inselchen. Die größte Kernzone ist Uaimil mit 240.180,5 Hektar.

In den Kernzonen gibt es keine Siedlungen und keine Infrastruktur. Die Vegetation besteht aus mittelhohen und niedrigen Wäldern, überfluteten Niederwäldern, Feuchtgebieten und Mangroven. Diese Lebensräume sind schwer zugänglich, weil das Wasser den Boden über lange Zeit bedeckt. Menschliche Tätigkeit hat die Ökosysteme in den Kernzonen nicht verändert.

Der Rest des Reservats bildet die Pufferzone. Der Plan unterscheidet darin Teilgebiete mit unterschiedlichem Charakter: Schutzgebiete für Feuchtwald und Buchten, Zonen der nachhaltigen Nutzung für Fischerei und Landnutzung, Bereiche für Besucher, zwei Fischersiedlungen, ein Wiederherstellungsgebiet und mehrere Küstenabschnitte. Allein die Zonen der nachhaltigen Nutzung bedecken 212.790 Hektar.

Die Namen dieser Teilgebiete sind zugleich eine Karte des Reservats. Die Kernzone Uaimil reicht im Norden bis zur Wegverbindung von Santa Teresa nach Vigía Chico, im Osten bis an die Buchten Bahía de la Ascensión und Bahía del Espíritu Santo und im Süden bis zum Schutzgebiet Uaymil. Das Gebiet Tzigual im Südosten, die Lagunen Pájaros und Tres Marías in der Mitte und das Flusssystem El Río im Nordosten folgen im Weiteren.

Wie hängen Cenoten, Petenes und unterirdische Flüsse zusammen?

Das Wasser ist das Kennzeichen von Sian Ka’an. Unter dem Kalkstein der Halbinsel fließen Süßwasserströme, die Cenoten und Petenes miteinander verbinden. Cenoten sind eingestürzte Karstsenken mit offenem Wasser, Petenes sind bewaldete Inseln, die wie kleine Hügel aus überfluteten Sümpfen aufragen. Das System ist auf der Halbinsel Yucatán und weltweit einzigartig.

Das Süßwasser tritt an vielen Stellen als Quelle an die Oberfläche. Solche Quellen heißen in Spanisch ojos de agua. In den Buchten liegen sie am Meeresgrund und mischen das Süßwasser in das Salzwasser. Sie sind wichtige Sammelplätze der Manatis. Auch die Lagunen im Norden werden aus diesen Quellen gespeist. Die Systeme im Gebiet Caapechén–Boca Paila hängen mit dem unterirdischen Höhlensystem Oxbel-Ha zusammen.

Auf den überschwemmten Flächen liegt eine Mosaiklandschaft aus Savannen, Mangroven, Sümpfen mit Tasiste-Palmen und Petenes. In der Kernzone Uaimil hält diese Mischung den Wasserhaushalt im oberen Einzugsgebiet der Bahía del Espíritu Santo im Gleichgewicht. Regenwasser und Quellwasser sammeln sich dort, fließen langsam ab und erreichen schließlich die Buchten.

Das Wasser verbindet damit Land und Meer. Süßwasser aus dem Wald nährt die Mangroven, die Mangroven halten Schwebstoffe zurück, und das klare Wasser in den Buchten und am Riff profitiert davon. Dieser Zusammenhang ist der Grund, warum das Reservat Land, Küste und Meer in einem Stück schützt.

Dichter Mangrovenwald mit Stelzwurzeln über ruhigem Wasser in einer Lagune

Was zeigt das Lagunensystem von Muyil und Chunyaxché?

Im Nordwesten des Reservats liegt das Lagunensystem Muyil–Chunyaxché. Es ist ein Gewässer mit Süßwasserquellen. Ein Kanal verbindet die Laguna Chunyaxché mit dem Lagunensystem Caapechén im Osten. Es ist das einzige Flusssystem in der Nordhälfte Quintana Roos, das in Küstenlagunen mündet. Die Fläche des Gebiets beträgt 2.158 Hektar.

Dort wechseln mittelhohe und niedrige Überschwemmungswälder mit Mangroven und Küstengebüsch. Das Gebiet ist ein Übergangsraum zwischen dem Festland und der Küste. Die Strömung transportiert ständig Nährstoffe und hält die Pflanzengesellschaften am Leben. Zwei Krokodilarten, mehrere Vogelarten und Fische nutzen die Lagunen zur Nahrungssuche und zur Fortpflanzung.

Am Ufer liegt eine archäologische Zone mit der höchsten Pyramide des Reservats. Ein Pfad führt von dort zur Laguna Chunyaxché. Südlich davon beginnt die Kernzone Muyil, die im Osten an das Lagunensystem Boca Paila grenzt.

Im Nordosten schließt das Flusssystem El Río an. Es bedeckt 7.757 Hektar mit Savannen, Tasiste-Palmenbeständen, Petenes und Brackwasser-Mangroven. Beide Krokodilarten, das Spitzkrokodil und das Morelet-Krokodil, pflanzen sich hier fort. Die Fläche bildet eine große Feuchtfläche zwischen Muyil und dem Küstenlagunensystem Boca Paila.

Weiter im Nordosten liegt das Gebiet Xamach mit 979 Hektar. Dort stehen Brackwasser-Mangroven, und in ihnen finden sich archäologische Spuren. Im Gebiet wurden Jaguarweibchen mit Jungen nachgewiesen, ein Zeichen für einen guten Zustand des Lebensraums.

Was liegt in den Buchten Ascensión und Espíritu Santo?

Zwei große Buchten gliedern die Küste im Süden. Die Bahía de la Ascensión liegt weiter nördlich, die Bahía del Espíritu Santo weiter südlich. In den flachen Randbereichen wachsen Seegraswiesen und Mangroven, im Wasser mischen sich Salz- und Süßwasser aus den ojos de agua.

Die Bucht-Böden bilden eine eigene Teilfläche von 14.254 Hektar in vier Teilstücken. Dort pflanzen sich Langusten fort und wachsen heran. Auch der Karibik-Manati hält sich an den Quellen auf. In der Bahía de la Ascensión kommen beide Krokodilarten nebeneinander vor, das Spitzkrokodil und das Morelet-Krokodil. In der Bahía del Espíritu Santo ist nur das Spitzkrokodil belegt.

Mitten in der Bahía de la Ascensión liegt die Kernzone Cayo Culebras. Die Inselchen zwischen dem Cayo Culebras und der Punta Hualastoc tragen Rotmangroven, und auf ihnen brütet die größte Kolonie von Pelikanartigen im Reservat. Zu den Arten zählen der Prachtfregattvogel, die Ohrenscharbe und der Braunpelikan. Sie sind während der Brut besonders empfindlich gegen Störungen, weil sie bei Beunruhigung die Nester verlassen.

Weitere Vogelinseln liegen in der Zone Punta Nilut, Cayo Culebras, Lagunas Pájaros und Tres Marías mit 12.671 Hektar in sieben Teilstücken. Sie umfasst alle Inselchen der Lagunas Pájaros und Tres Marías. An den Küstenstreifen stehen Rotmangroven und Küstendünen. Tigerreiher und Jabiru nisten hier. Zugleich dienen die Flächen als Rückzugs- und Aufzuchtgebiet für Riesenflügelschnecken, Zackenbarsche, Schnapper, Snooks und Karibische Langusten.

Im Südosten liegt das Gebiet Tzigual mit 22.476 Hektar. Es umfasst die Mogotes und Inselchen der Laguna Canché Balam. Zu diesem Gebiet führen keine Landwege, und es gibt keine Siedlungen. Mittelhohe, niedrige und überflutete Wälder, Süß- und Brackwasserfeuchtgebiete, Cenoten und Mangroven bedecken die Fläche. Nach dem Hurrikan Dean 2007 regenerierte sich der Wald hier von selbst, und das Gebiet ist ein Beispiel für natürliche Erneuerung.

Wie sehen Karibikküste und Riff aus?

Die Küste zur Karibik ist schmal und überwiegend naturbelassen. Sandstrände, Dünen, Mangroven, Felsküsten und flache Buchten wechseln sich ab. Im Meer vor der Küste liegt ein Abschnitt des Mesoamerikanischen Riffs. In der Riffzone leben rund 80 riffbildende Korallenarten, und das Riff schützt Mangroven und Seegraswiesen.

Die Seegraswiesen und Mangroven bilden mit dem Riff ein gemeinsames System. Mangroven halten Sedimente und Schadstoffe zurück, bevor sie ins Riff gelangen. Sie dienen außerdem als Kinderstube für Fische, die später am Riff leben. Mehr als 400 Fischarten sind im Gebiet nachgewiesen.

Die küstennahen Flächen sind in mehrere Teilgebiete gegliedert. Ein Abschnitt mit 1.073 Hektar in 17 Teilstücken trägt Küstendünenvegetation, Saum- und Zwergmangroven, niedrige Küstenwälder und Bestände der Chit-Palme. Diese Abschnitte liegen zwischen der Laguna Caapechén im Norden und der Ensenada San Martín im Süden. Sie dämpfen den Aufprall von Hurrikanen, regulieren das Klima, binden Kohlenstoff und bremsen die Erosion.

Ein weiterer Abschnitt mit 1.459 Hektar in 14 Teilstücken trägt ebenfalls Dünenvegetation und Mangroven. Auf den Dünen standen in den 1960er-Jahren Kokosplantagen, aus denen Kopra gewonnen wurde. Auf den ehemaligen Pflanzungen wächst die Dünenvegetation inzwischen nach. Hier lebt die Echse Sceloporus cozumelae, die nur in gut erhaltenen Küstendünen vorkommt. An den Stränden brüten Zwergseeschwalben, und die Strände dienen den Meeresschildkröten als Eiablageplatz.

Zwischen den beiden Buchten und der Riffzone liegt die Meeresfläche des Reservats. Die Zonen der nachhaltigen Nutzung im Meer bestehen aus zehn Teilflächen mit zusammen 123.143 Hektar. Sie reichen vom Gebiet Caapechén–Boca Paila mit Barriereriff, Riffzone, Seegras und Süßwasseraustritten bis zum Gebiet Tampalam–Pulticub im Südosten, wo ein großer Teil des Barriereriffs liegt.

Menschenleerer Karibikstrand mit Dünenvegetation und Palmen unter hellem Himmel an der Küste Quintana Roos

Welche Tiere und Pflanzen leben in Sian Ka’an?

Das Reservat vereint Lebensräume von der Küste bis zum Wald, und entsprechend breit ist das Artenspektrum. Nachgewiesen sind über 850 Gefäßpflanzen, darunter 120 Holzgewächse, über 100 Säugetierarten, rund 330 Vogelarten und mehr als 40 Arten von Reptilien und Amphibien. Das Verzeichnis der Pflanzen und Tiere ist noch nicht vollständig.

Unter den Säugetieren sind Jaguar, Puma, Ozelot und Jaguarundi zu nennen, ferner der Mittelamerikanische Tapir. Im Wald leben außerdem Klammeraffe und Yucatán-Brüllaffe. Im Gebiet Uaimil sind das Weißbartpekari, der Nördliche Tamandua und der Jabiru nachgewiesen, dazu der Fischertukan. Der Karibik-Manati hält sich in den Buchten auf, und die Küstenlagunen beherbergen zwei Krokodilarten.

Von den sechs Meeresschildkrötenarten, die an der mexikanischen Küste vorkommen, pflanzen sich vier im Gebiet fort. Die Strände dienen der Eiablage. Im Meer leben die Karibische Languste Panulirus argus und die Riesenflügelschnecke Strombus gigas, beides Arten, deren Jungtiere in den Buchten und Lagunen aufwachsen.

Die Vogelwelt prägt das Bild vor allem an den Lagunen und Inselchen. Neben den Pelikanartigen am Cayo Culebras nisten Tigerreiher und Jabiru in den Mangroven der Lagunas Pájaros. An den Stränden von Boca Paila nistet die Zwergseeschwalbe. In den Mangroven rasten außerdem zahlreiche Zugvögel. Das Reservat zählt zu den größten Mangrovenflächen des Landes, und diese Wälder speichern Kohlenstoff.

Die Pflanzenwelt reicht von Rotmangroven und Zwergmangroven über Tasiste-Palmen und Savannen bis zu den mittelhohen Wäldern im Inland. Auf den Küstendünen wächst die Chit-Palme Thrinax radiata. Mangroven prägen weite Teile des Reservats. Einzelne Cenoten beherbergen Arten, die nur dort vorkommen.

Wer lebt im Reservat, und wie wird es genutzt?

Das Gebiet lag über Jahrhunderte weitgehend verlassen. Unzugänglichkeit, Überschwemmungen und karge Böden verhinderten eine Besiedlung, und der Wald konnte sich über lange Zeit erholen. Im 20. Jahrhundert wurde in Teilen Holz geschlagen und Land gerodet.

Im Reservat liegen zwei Fischersiedlungen, die rechtlich keine anerkannten Ortschaften sind. Die Colonia Javier Rojo Gómez liegt bei Punta Allen und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts als Kopralager gegründet. Sie umfasst 28,9 Hektar. Die zweite Siedlung liegt bei Punta Herrero und umfasst 5,5 Hektar. Beide Orte leben traditionell vom Langustenfang. Das Lager María Elena in der Mitte der Küste wurde von Fischern aus Cozumel gegründet und hat keine Straßenanbindung.

Die Zone Caapechén–Boca Paila umfasst 3.008 Hektar. Sie ist Lebensraum der Seekuh und Brutgebiet von Krokodil und Wasservögeln, und sie ist ein Aufzuchtgebiet für Langusten und Flügelschnecken. Die benachbarte Lagune Mosquitero ist 1.353 Hektar groß und liegt innerhalb des Gebiets Tzigual, umgeben von einem Mangrovengürtel.

Neben der Fischerei ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Nähe zu Tulum und Cancún bringt Besucher an die Küste, und die Sport- und Berufsfischerei für die Tourismuszentren hat die Languste stark beansprucht.

Reisetipp Wer die Riviera Maya bereist, kann Sian Ka’an als Gegenstück zur Hotelküste einplanen. Die Orte nördlich des Reservats beschreibt die Seite Cancún und Playa del Carmen, die Ruinenstädte der Halbinsel die Seite Chichén Itzá.

Wie fügt sich Sian Ka’an in die Halbinsel Yucatán ein?

Auf der Halbinsel verbinden unterirdische Süßwassersysteme Cenoten und Petenes. In Sian Ka’an treten diese Ströme an die Oberfläche: Aus ihnen speisen sich Quellen, Lagunen und Sümpfe, und das Süßwasser reicht bis in die Buchten. Das Reservat zeigt dieses Prinzip auf einer Fläche, die zugleich Küste, Wald und Riff umfasst.

Die Nachbarschaft ist bemerkenswert. Nördlich schließt die Küste mit den Ferienorten an, die die Seite Cancún und Playa del Carmen beschreibt. Das Reservat erreicht aber eine andere Dimension: Auf 528.148 Hektar liegen nur zwei kleine Fischersiedlungen.

Die Maya-Kultur der Halbinsel ist ein eigenes Thema. Die große Ruinenstadt Chichén Itzá liegt im Norden der Halbinsel, die Seite Yucatán und Maya-Welt ordnet die Stätten ein.

Wo liegt Sian Ka’an?

Im Bundesstaat Quintana Roo an der Karibikküste der Halbinsel Yucatán, in den Gemeinden Tulum und Felipe Carrillo Puerto.

Wie groß ist das Reservat?

Das Biosphärenreservat umfasst 528.148 Hektar, der gesamte Schutzgebietskomplex mit Uaymil und dem Riffreservat 652.192,97 Hektar.

Seit wann steht Sian Ka’an unter Schutz?

Das Dekret wurde am 20. Januar 1986 veröffentlicht. Die UNESCO nahm das Gebiet 1987 in die Welterbeliste auf.

Was sind Petenes?

Petenes sind bewaldete Inseln, die aus überfluteten Sümpfen aufragen. Sie sind über unterirdische Süßwasserströme mit den Cenoten verbunden.

Welche Tiere leben im Reservat?

Jaguar, Puma, Ozelot, Tapir, Klammeraffe und Brüllaffe im Wald, Seekühe und zwei Krokodilarten in Buchten und Lagunen, Pelikanartige, Reiher und Störche an den Küstenlagunen sowie Meeresschildkröten an den Stränden.

Welche Siedlungen gibt es im Reservat?

Zwei Fischersiedlungen, die Colonia Javier Rojo Gómez bei Punta Allen und eine Siedlung bei Punta Herrero. Das Lager María Elena liegt in der Mitte der Küste.

Sian Ka’an zeigt, wie Land, Süßwasser und Meer an der Karibikküste Yucatáns zusammenhängen. Mehr zum Land bietet die Seite Mexiko, zur Saison die Seite beste Reisezeit in Nordamerika.