Kuba
Karibik & Zentralamerika

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Kuba ist derzeit kein Urlaubsziel: Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen ab (Stand: Oktober 2026). Eine akute Energiekrise bringt geplante Stromabschaltungen von bis zu 20 Stunden täglich, Engpässe bei Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten sowie eine stark eingeschränkte medizinische Versorgung. Diese Seite erklärt die Lage, die neue Visumpflicht und was für spätere Reisen gilt.

Wichtiger Hinweis zur aktuellen Lage: Das Auswärtige Amt rät derzeit dringend von Reisen nach Kuba ab (Stand: Oktober 2026). Im ganzen Land, auch in Havanna, gibt es seit Monaten nur stundenweise Strom; Leitungswasser, Nahverkehr, Geldautomaten und Mobilfunk fallen immer wieder aus. Hotels wurden geschlossen oder arbeiten eingeschränkt. Vor allem kann man im Notfall nicht mit medizinischer Hilfe rechnen, und Rücktransporte nach Deutschland sind nicht sichergestellt. Wir raten deshalb davon ab, jetzt eine Kubareise zu buchen. Die Abschnitte zu Regionen, Reisezeit und Unterkunft verstehen sich als Orientierung für die Zeit nach einer spürbaren Entspannung der Lage.

Warum rät das Auswärtige Amt von Kubareisen ab?

Weil eine Energiekrise die Grundversorgung lahmlegt. Ausbleibende Öl- und Treibstofflieferungen treffen auf ein marodes Stromnetz; geplante Abschaltungen von bis zu 20 Stunden täglich sind laut Auswärtigem Amt die Regel, im Juli 2026 brach das Netz binnen gut einer Woche dreimal inselweit zusammen. Lebensmittel sind selbst in Devisenläden knapp, viele Medikamente gar nicht erhältlich. Zugleich steigt die Kriminalität, besonders in Havannas Altstadt in unbeleuchteten Straßen während eines Stromausfalls.

ThemaLage (Stand: Oktober 2026)
ReisehinweisAuswärtiges Amt rät dringend von Reisen ab
Strom und Wassergeplante Abschaltungen bis zu 20 Stunden täglich, teils tagelang kein Wasser
MedizinNotfallversorgung nicht gesichert, Rücktransport nach Deutschland nicht sichergestellt
EinreiseReisepass (mind. sechs Monate gültig), E-Visum über eVisaCuba, D’Viajeros-Erklärung, Krankenversicherungsnachweis
BezahlenVisa und Mastercard seit 6. Juni 2026 nicht nutzbar, praktisch kein Bargeld an Automaten
Flügeseit Februar 2026 kein Auftanken ausländischer Maschinen, viele Direktflüge aus Europa ausgesetzt
TreibstoffAbgabe auf 20 Liter pro Tankvorgang begrenzt, Überlandfahrten mit Mietwagen derzeit nicht möglich

Welche Papiere brauchen Sie heute für die Einreise?

Einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, ein elektronisches Touristenvisum, die Online-Erklärung D’Viajeros und einen Krankenversicherungsnachweis. Die frühere Touristenkarte aus Papier gibt es nicht mehr: Seit dem 10. Juli 2024 stellt Kuba das Touristenvisum elektronisch aus, beantragt wird es ausschließlich online über eVisaCuba.

Das E-Visum gilt für eine Einreise und bis zu 90 Tage, ist an Ihren Pass gebunden und kommt per E-Mail; über ein Reisebüro erhaltene Codes aktivieren Sie im selben Portal. Eine Verlängerung um 90 Tage liegt im Ermessen der Behörden und scheitert derzeit teils an den Netzausfällen. Die kubanische Botschaft in Berlin nennt in ihrer ab 1. Oktober 2026 gültigen Gebührenliste 30 Euro für Touristenvisa; Agenturen schlagen oft Servicegebühren auf. D’Viajeros ist innerhalb von 48 Stunden vor dem Check-in abzugeben. Policen US-amerikanischer Versicherer und deutsche gesetzliche Kassen werden nicht anerkannt.

Wie kommt man derzeit überhaupt nach Kuba?

Nur noch eingeschränkt. Seit Anfang Februar 2026 können ausländische Flugzeuge in Kuba nicht mehr auftanken; Flüge werden storniert oder für Tankstopps umgeleitet, viele Airlines haben ihre Direktflüge aus Europa ausgesetzt. Condor etwa schreibt: „Momentan bieten wir leider keine Flüge nach Kuba an.“ Klären Sie bei einer bestehenden Buchung, ob Flüge und Rückreise gesichert sind; Individualreisende müssen Umbuchungen selbst organisieren, notfalls über Drittstaaten. Im Land fahren Überlandbusse nur noch minimal.

Wie bezahlen Sie auf Kuba?

Ausschließlich mit Bargeld. Seit dem 6. Juni 2026 sind Zahlungen mit Visa und Mastercard nicht mehr möglich, teils auch in Hotels, weil ein internationaler Zahlungsdienstleister wegen angedrohter US-Sanktionen ausgestiegen ist. Geldautomaten geben praktisch kein Bargeld aus, deutsche Girocards werden nicht akzeptiert. Nehmen Sie ausreichend Euro oder US-Dollar mit; Privatanbieter und Hotels nehmen vielfach Euro in bar. Ab 5.000 US-Dollar Gegenwert besteht Deklarationspflicht, der kubanische Peso (CUP) darf weder ein- noch ausgeführt werden. Tauschen Sie nur kleine Beträge.

Welche Folgen hat ein Kuba-Besuch für das US-ESTA?

Eine gravierende: Wer sich am oder nach dem 12. Januar 2021 in Kuba aufgehalten hat, kann nicht mehr mit ESTA in die USA einreisen, auch nicht im Transit. Betroffene brauchen ein reguläres US-Visum mit persönlichem Termin bei einer US-Vertretung. Ein Kuba-Besuch kann also eine spätere, unkomplizierte USA-Reise blockieren. Umgekehrt sind touristische Reisen direkt aus den USA nach Kuba nach US-Recht untersagt, auch per Kreuzfahrt. Mehr lesen Sie in unserem Ratgeber ESTA für die USA.

Was macht Havanna, Varadero und Viñales aus – wenn Reisen wieder möglich sind?

Kuba ist die größte Insel der Karibik. Zentrum jeder Reise ist Havanna: Die Altstadt Habana Vieja ist seit 1982 UNESCO-Welterbe, dazu kommen Capitolio, Malecón und die Oldtimer der 1950er-Jahre. Varadero auf der Halbinsel Hicacos, rund 140 Kilometer östlich der Hauptstadt, bietet mehr als 20 Kilometer weißen Sandstrand. Das Valle de Viñales mit Kegelbergen (Mogotes) und Tabakfeldern ist seit 1999 Welterbe, die Kolonialstadt Trinidad samt Valle de los Ingenios seit 1988. Dazu kommen die Cayos wie Cayo Coco und das musikalische Santiago de Cuba. Eine Rundreise über Havanna, Viñales und Trinidad ist derzeit allerdings kaum durchführbar.

Wann ist die beste Reisezeit für Kuba?

Grundsätzlich die Trockenzeit von November bis April; die Regenzeit von Mai bis Oktober ist heiß und schwül. Im Januar liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 23 Grad, im Juli bei rund 27 Grad. Die Hurrikansaison dauert vom 1. Juni bis 30. November, schwere Stürme sind im September und Oktober am häufigsten und treffen die geschwächte Infrastruktur zusätzlich. Für die Zeit nach einer Entspannung ist der November ein guter Kompromiss. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit für Nordamerika.

All-inclusive-Resort oder Casa particular?

In normalen Zeiten beides: All-inclusive-Resorts in Varadero und auf den Cayos für unkomplizierten Badeurlaub, Casas particulares, also privat vermietete Zimmer in oft kolonialen Häusern, für persönlichen Kontakt zu Gastgebern. Wählen Sie nur Unterkünfte mit staatlicher Erlaubnis. Aktuell relativiert die Krise beide Modelle: Durchgehenden Strom gibt es nur mit Photovoltaik oder Generator und nur, solange Treibstoff da ist; die Verpflegung im Resort, früher ein Vorteil, ist nicht mehr garantiert.

Reisetipp Haben Sie bereits gebucht, sprechen Sie Ihren Veranstalter jetzt auf Umbuchung oder Stornierung an und lassen Sie sich bestätigen, ob Unterkunft, Flug und Rückreise gesichert sind. Ist die Reise unvermeidbar, empfiehlt das Auswärtige Amt den Eintrag in die Krisenvorsorgeliste, eine Auslandskranken- und Rückholversicherung, eine großzügige Reiseapotheke, Powerbanks und Taschenlampen.
Verliert man durch eine Kubareise das Recht auf visafreie USA-Einreise?

Ja. Wer sich am oder nach dem 12. Januar 2021 in Kuba aufgehalten hat, kann nicht mehr mit ESTA in die USA einreisen, auch nicht im Transit. Nötig ist dann ein reguläres US-Visum. Planen Sie beide Ziele, überlegen Sie die Reihenfolge genau.

Kann man auf Kuba mit Kreditkarte bezahlen?

Derzeit praktisch nicht. Seit dem 6. Juni 2026 funktionieren Visa und Mastercard auf Kuba nicht mehr, teils auch nicht in Hotels, und Geldautomaten geben kaum Bargeld aus. Nehmen Sie ausreichend Euro oder US-Dollar in bar mit und verteilen Sie das Geld auf mehrere Stellen (Stand: Oktober 2026).

Gibt es die kubanische Touristenkarte noch?

Nein. Sie brauchen ein elektronisches Visum, das Sie ausschließlich online über eVisaCuba beantragen; es gilt für eine Einreise und bis zu 90 Tage. Dazu kommen ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, die D’Viajeros-Erklärung innerhalb von 48 Stunden vor dem Check-in und ein Krankenversicherungsnachweis.

Wie zuverlässig ist die Stromversorgung auf Kuba?

Sehr unzuverlässig. Laut Auswärtigem Amt sind geplante Abschaltungen von bis zu 20 Stunden täglich die Regel, dazu kommen ungeplante Ausfälle des gesamten Netzes. Mit dem Strom fallen oft Wasser, Internet und Mobilfunk aus. Durchgehend Strom haben nur Häuser mit Solaranlage oder Generator (Stand: Oktober 2026).

Wie sicher ist Kuba im Moment für Reisende?

Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen ab. Neben der Versorgungskrise steigt die Kriminalität; in Havannas Altstadt häufen sich Diebstähle und Raubüberfälle, oft während Stromausfällen. Meiden Sie Demonstrationen, seien Sie nachts nicht allein unterwegs und leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.

Wann lohnt sich eine Kuba-Rundreise wieder?

Sobald das Auswärtige Amt seine Warnung aufhebt und Strom, Treibstoff und Flüge wieder verlässlich funktionieren. Dann empfiehlt sich die Trockenzeit von November bis April und eine Route über Havanna, Viñales und Trinidad mit Übernachtungen in lizenzierten Casas particulares und einigen Strandtagen in Varadero oder auf den Cayos.

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